Institut für Historische Landesforschung
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Urkundenbuch des Augustinerchorfrauenstiftes Dorstadt


Uwe Ohainski (Bearb.)

(Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen Band 258; Quellen und Forschungen zur Braunschweigischen Landesgeschichte Band 47)
Hannover: Hahnsche Buchhandlung 2011; Leinen 440 Seiten
ISBN 978-3-7752-6058-9
Preis 39,- Euro


Kurz vor seinem Tod im Jahre 1189 stiftete der Edelherr Arnold von
Dorstadt an seinem Herrensitz in Dorstadt - etwa 10 km südlich von
Wolfenbüttel - ein Augustinerchorfrauenstift. Das Stift hatte allen
Veränderungen in politischer und religiöser Hinsicht zum Trotz durchgängig
bis 1810 Bestand. In diesem Jahr wurde es von der westphälischen Regierung
aufgehoben und an die Bankiersfamilie von Löbbecke verkauft, in deren
Besitz als landwirtschaftlicher Betrieb es sich noch heute befindet.
Anders als bei den meisten anderen stiftshildesheimischen Feldklöstern
verblieb das Stiftsarchiv bis heute an seinem ursprünglichen Standort.
Deshalb war es von den Katastrophen der Jahre 1943 und 1946 nicht
betroffen, die das Hauptstaatsarchiv Hannover ereilten und zahlreiche
Urkundenfonds sowie fast die gesamte kopiale Überlieferung vernichteten.
Das Urkundenbuch hat sich zur Aufgabe gemacht, den im Großen und Ganzen
vollständig auf uns gekommenen Originalurkundenbestand und die
stiftseigene kopiale Überlieferung (zwei Kopiare befinden sich noch vor
Ort, eines wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts dem Stiftarchiv entfremdet
und lagert heute in Hildesheim) zugänglich zu machen. Die älteste im
Rahmen dieser reinen Fondsedition wiedergegebene und im Archiv
überlieferte Urkunde stammt von 1143 und die jüngste von 1660.
Als Ergänzung sind den Urkundentexten folgende Anhänge beigegeben: 1. ein
Urkundeninventar von 1572, in dem 152 Urkunden verzeichnet sind, die
überwiegend noch im 16. Jahrhundert als wertlos kassiert wurden; 2. das
Sachinventar des Stiftes und seines Vorwerkes in Nienrode von 1573; 3. die
im Dorstädter Kopialbuch von 1614 verzeichnete Klostergründungslegende; 4.
die Geschichte der Pröpste von 1644 bis 1803, die vom letzten Dorstädter
Propst 1807 aufgezeichnet wurde.





Urkundenbuch Dorstadt