AG Geschlechterforschung
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Universität Göttingen






Die Filmvorführung findet am Freitag, den 04.06.2010, um 16 Uhr im ZHG 003 statt. Sie gehört zur Veranstaltungsreihe 'queerschnitt - perverse politik, geschichte und praxis', die von der LesBiSchwulen Hochschulgruppe Göttingen organisiert wird.

Die Kritik innerhalb des Films richtet sich nicht gegen fremde Unterdrücker, sondern gegen das eigene Lager. Die Situation, in der der Homosexuelle lebt, ist hausgemacht: das ist die These des Films. Verwirrung, Empörung, Bestürzung im Schwulenlager war die Folge, aber auch Bewegung, Aktion, coming out und Solidarität.
Rosas Film „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ war 1971 maßgeblich an der Politisierung der Schwulen in der BRD beteiligt. Erste aktivistische Schwulengruppen bildeten sich nach seiner Erstausstrahlung, so dass auch interne Debatten und Streits zu schwuler Politik und schwulen Standpunkten möglich wurden.
Die Aufführung des Films im deutschen Fernsehen wurde zum Skandal. Der WDR, der den Film in Auftrag gegeben hatte, war der einzige Sender, der den Film ausstrahlte. Die vorgesehene parallele Aufführung beim ARD wurde kurzfristig abgesagt. Die ARD strahlte den Film ein Jahr später aus, Bayern schaltete sich daraufhin aus dem Programm aus.