Die Ausgangssituation
Der Übungsbetrieb ist bei Pflichtmodulen meist zweistufig organisiert:
Ein Assistent hält zentrale Saalübungen ab und leitet studentische
Hilfskräfte zu Tutorien an, die diese im Frontalunterricht in
Kleingruppen durchführen. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass
Pflichtmodule meist durch Massenveranstaltungen realisiert werden und
bislang einfach nicht genügend wissenschaftliche Mitarbeiter zur
Verfügung standen, um auch Kleingruppenveranstaltungen mit fachlich
und didaktisch erfahrenem Personal auszustatten.
Die Idee
Es sollen drei wissenschaftliche Mitarbeiterstellen von einer halben
auf eine ganze Stelle aufgestockt werden, mit der Maßgabe entsprechend
viele Lehrveranstaltungsstunden für Übungskleingruppen in den
Pflichtmodulen sowie in den Praktika anzubieten. Zusätzlich sollen die
Stellen zur Verbesserung der Studienberatung beitragen, indem
sie abgeschlossene Teilaufgaben der Studienberatung oder des
Studiengangscontrollings übernehmen.
Erwarteter Nutzen
Die Pflichtmodule und Praktika in der Informatik-Ausbildung sind durch
ein kompliziertes Wechselspiel von Theorie und Praxis geprägt. In den
einzurichtenden Übungskleingruppen kann der aktuelle Vorlesungsstoff
durch fein abgestimmte Übungsaufgaben an der Nahtstelle zwischen
theoretischer Modellierung und praktischer Umsetzung begleitet werden,
um die entsprechenden Kompetenzen zielgruppengerecht zu erwerben
bzw. zu trainieren. Da wissenschaftliche Mitarbeiter viel breitere und
solidere Fachkenntnisse sowie didaktische Erfahrung einbringen können,
als studentische Tutoren, ist eine deutliche Verbesserung der
Lehrqualität zu erwarten.