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Wie verwende ich geschützte Werke ?


§ 52 a des UrhG erlaubt die Bereitstellung und Verwendung von Auszügen und Aufsätzen im Rahmen der universitären Lehre (befristet bis 2012). Wobei dies nur im Rahmen einer Veranstaltung, zur Unterstützung der inhaltlichen Darstellung erlaubt ist. Bereitstellung oder Verwendung einer komplexen Auswahl von Büchern oder einer ganzen Bibliothek sind nicht zulässig.

Bei der Bereitstellung muss darauf geachtet werden, dass der Zugang nur für bestimmte Teilnehmer, also einen begrenzten Personenkreis, zugänglich ist. Das Material muss nach Durchführung der Veranstaltung wieder gelöscht werden. Da eine Veranstaltung zumeist Vor- und Nachbereitungszeit benötigt, ist jedoch ein Zeitfenster von einem Jahr akzeptabel.

Dr. Horn vom Elan e.V. hat für die Vewendung von urheberrechtlich geschütztem Material eine Checkliste erstellt:



Veröffentlichte Werke

  • Verwendung von bereits veröffentlichten Werken

  • Im Internet publiziert

  • Im Verlag erschienen

  • Anderweitig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht



Verwendung von Materialien

  • Keine Schulbücher oder sonstige Unterrichtsmaterialien für Schulen

  • Nur Ausschnitte aus Kinofilmen, die bereits zwei Jahre verwertet werden

  • Kleine Teile eines Werkes - bis zu 20 %

  • Werke geringen Umfangs (Bilder, Gedichte, Videos)

  • Einzelne Beiträge aus Zeitungen oder Zeitschriften (Fachaufsätze)

  • Angabe der Quelle und des Autors bzw. zumindest Recherche, sofern Quelle nicht bekannt

  • Keine Vorratsvervielfältigung

  • Die Nutzung ist für die Erreichung des Unterrichtszweckes erforderlich und geeignet (Ermessen des Lehrenden)



  • Bereitstellung von Materialien

  • Bereitstellung nur für Teilnehmende der konkreten Lehrveranstaltung

  • Zugriff auf die Unterrichtsteilnehmer beschränken (z.B. durch Begrenzung des Teilnehmerkreises der jeweiligen Veranstaltung im Stud.IP)

  • Bereitstellung der Inhalte erfolgt nicht zu kommerziellen Zwecken (Ausnahme: kostendeckende Gebühren)




  • Befristung und Vergütung

  • Beachtung der Befristung dieser Regelung bis 31. Dezember 2012 (Nutzungsverbot)

  • Vergütung erfolgt bis auf weiteres als Pauschalabgeltung über den Gesamtvertrag der Länder mit den Verwertungsgesellschaften (Mit Ausnahme der VG Wort)






  • Universität Göttingen

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