AG Geschlechterforschung
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Universität Göttingen






Am am 16. Juli 2010 veranstaltet die Arbeitsstelle Gender Studies eine Podiumsdiskussion zum Thema Gender Studies und Wissenpolitik. Für das Podium konnten wir folgende DiskutantInnen gewinnen:

* Prof'in (a.D.) Dr. Ruth Becker (Dortmund)
* Prof. Dr. Sabine Hark (TU Berlin)
* Prof. Dr. Joybrato Mukherjee (Präsident der JLU Gießen)
* Marion Oberschelp (Frauenbeauftragte der JLU Gießen)

Die Arbeitsstelle Gender Studies kann in diesem Jahr auf ihr fünfjähriges Bestehen zurückblicken. Dies nehmen wir zum Anlass, um grundsätzlich über die Rolle der Gender Studies an den Hochschulen nachzudenken und die Entwicklungen an den bundesdeutschen Hochschulen kritisch zu hinterfragen.

Die Hochschulen waren und sind turbulenten Umstrukturierungsprozessen ausgesetzt. Bologna-Prozess, Exzellenzinitiative, Rankings, Evaluationen, leistungsorientierte Mittelvergabe sind Schlagworte dieser Entwicklung. Die Auswirkungen bekommen auch die Gender Studies deutlich zu spüren. Hinzu kommen – wie aktuell in Hessen – die massiven Mittelkürzungen der Länder an den Hochschulen.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion „Gender Studies und Wissenspolitik“ sollen diese Entwicklungen anhand von drei Aspekten diskutiert werden:

(1) die inhaltliche Ausrichtung der Gender Studies – was könnten zukünftige Anforderungen an eine kritische Wissenschaft sein;

(2) die Entwicklung der Gender Studies im Zuge des Bologna-Prozesses und

(3) das Verhältnis von Gender Studies und Gleichstellungspolitik.

Der Status quo der Gender Studies und die Frage nach deren zukünftiger Bedeutung an bundesdeutschen Hochschulen sollen in den Blick genommen werden. Wie sind die Entwicklungen der Gender Studies an den Hochschulen der einzelnen Länder in den letzten Jahren zu bewerten? Warum sind Gender Studies an den Hochschulen relevant? Vor welchen Herausforderungen stehen die Gender Studies?

Im Zuge des Bologna-Prozesses sind neue Anforderungen an Forschung und Lehre formuliert worden. Diese Anforderungen werden einer kritischen Bewertung unterzogen: Inwiefern finden Geschlechteraspekte bei der Modularisierung der Studiengänge Berücksichtigung? Welche Rolle spielen Gender Studies in der Lehre?

Frauenförderung wird im Zuge der Umstrukturierungen der Hochschulen häufig als Aufgabenbereich der Gender Studies gesehen. Gender Studies sehen sich somit der Gefahr ausgesetzt, „nur“ als Institution der Frauenförderung im Feld der Hochschule betrachtet zu werden und nicht mehr als eigenständige Forschungsinstitution. Daher soll das Verhältnis der Gender Studies zur Frauenförderung angesprochen und kritisch beleuchtet werden.

Im Anschluss an die Veranstaltung möchten wir Sie herzlich zu einem kleinen Sektempfang einladen.

Veranstaltungsort: Georg-Büchner-Saal der Alten UB, Bismarckstr. 37, Gießen

Veranstaltungsbeginn: 16 Uhr c.t.

Kooperation: Die Veranstaltung wird unterstützt von der Frauenbeauftragten der JLU und dem Autonomen queer-feministischen Frauenreferat im AStA der JLU