Die Universität Göttingen hat in der Zeit des Nationalsozialismus aktiv und möglichst linientreu dazu beigetragen, Menschen, die aus politischen oder rassischen Gründen von den NS-Machthabern diskriminiert und verfolgt wurden, den an der Georgia Augusta erworbenen Doktortitel abzuerkennen. Auf Initiative des Universitäts-Präsidenten sind diese Unrechtshandlungen wissenschaftlich aufgearbeitet worden. Eine Ausstellung, die am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte unter der Leitung von Prof. Dr. Bernd Weisbrod konzipiert wurde, zeigt am Beispiel von elf Betroffenen, wie die Entziehungen begründet und der bürokratische Prozess der Titelaberkennung vollzogen wurde. Die Präsentation mit dem Titel „,... des Tragens eines deutschen akademischen Grades unwürdig.‘ Die Entziehung von Doktortiteln an der Georg-August-Universität im ‚Dritten Reich‘“ ist vom 29. Oktober bis zum 22. November 2004 im Foyer der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen am Platz der Göttinger Sieben zu sehen.
Kontakt:
Kerstin Thieler, M. A.
Georg-August-Universität Göttingen
Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte
Platz der Göttinger Sieben 5
37073 Göttingen
Tel. +49 (0)551 / 79 77 944