Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Manager bei Germany Trade & Invest: Stefanie Burgdorff kooperiert weltweit mit den Deutschen Außenhandelskammern

Stefanie Burgdorff, aufgewachsen in Garbsen bei Hannover, hat von 2003 bis 2008 in Göttingen studiert. Nach ihrem erfolgreichen Abschluss des Bachelorstudiengangs in Volkswirtschaftslehre absolvierte sie den Masterstudiengang in International Economics.


1) Was ist Ihre derzeitige Position? Beschreiben Sie bitte kurz Ihr Tätigkeitsgebiet?

Job-Titel: Manager (Liaison to the German Chamber Network)

Firma: Germany Trade & Invest (GTAI)

Firmenprofil: Germany Trade & Invest ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Aufgabe von Germany Trade & Invest ist das Marketing für den Wirtschafts-, Investitions- und Technologiestandort Deutschland einschließlich der Investorenanwerbung. Die Gesellschaft berät ausländische Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit auf den deutschen Markt ausdehnen wollen. Sie unterstützt zudem deutsche Unternehmen, die ausländische Märkte erschließen möchten, mit Außenwirtschaftsinformationen.

Germany Trade & Invest bietet ein umfassendes, kundenorientiertes Angebot an Wirtschafts- und Branchendaten sowie Informationen zu Ausschreibungen im Ausland, zu Investitions- und Entwicklungsvorhaben sowie zu Recht und Zoll. Ein Schwerpunkt der Gesellschaft bildet die besondere Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung in den neuen Bundesländern einschließlich Berlins.

Germany Trade & Invest verfügt über ein weltweites Auslandsnetz von Mitarbeitern, die vor Ort Informationen über Auslandsmärkte recherchieren und ausländische Unternehmen beim Ansiedlungsprozess in Deutschland unterstützen. Sie arbeiten dabei eng mit den Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) zusammen.

Derzeitige Position/Tätigkeitsgebiet: Die Kooperation mit den Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) weltweit. Hierzu gehört die Vermittlung zwischen AHKs und den Mitarbeitenden von GTAI in allen Belangen der Zusammenarbeit (Investorenanwerbung, Berichterstattung im Ausland, Standortmarketing, Veranstaltungen, Presse, etc.) Darüber hinaus gehört die Vorbereitung der Geschäftsführung zur täglichen Arbeit. Strategische Überlegungen zum Ausbau der Zusammenarbeit der Institutionen der deutschen Außenwirtschaftsförderung im Ausland sind auch Inhalt der Tätigkeit.


2) Wie haben Sie Ihren Berufseinstieg erlebt?

Begonnen habe ich bei GTAI im Februar 2009 mit einem viermonatigen Praktikum in der Investorenanwerbung. Während dieser Zeit eröffnete sich die Möglichkeit, sich auf eine freie Stelle bei GTAI zu bewerben. Glücklicherweise erhielt ich die Stelle, die ich nun seit Juni 2009 besetze.


3) Welche Schwerpunkte hatten Sie im VWL-Studium gewählt und inwiefern haben die im Studium erworbenen Fähigkeiten Sie auf die Praxis vorbereitet?

Mein Schwerpunkt im VWL Studium war vor allem Institutionenökonomik, ich habe aber auch viel Entwicklungsökonomik belegt. Die Kenntnisse der Institutionenökonomik haben mich zumindest teilweise auf meine Tätigkeit in der Schnittstelle von Wirtschaft und Politik vorbereitet. Letztlich wird man beim Berufseinstieg jedoch immer ins kalte Wasser geworfen. In der täglichen Arbeit zählen insbesondere auch eine schnelle Auffassungsgabe, Kommunikationsfähigkeiten, diplomatisches Geschick etc.


4) Inwiefern haben Sie von Ihren beiden Auslandssemestern profitiert? Wo haben Sie im Ausland studiert?

Auslandssemester Nr. 1: Salamanca, Spanien (Wintersemester 06/ 07)
Auslandssemester Nr. 2: Stellenbosch, Südafrika (Sommersemester 08/ 09)

Die Auslandssemester boten mir die Möglichkeit, meinen Horizont in vielerlei Hinsicht zu erweitern. Nicht nur das Universitätsleben und die Lehre vermitteln zusätzliche Kenntnisse, sondern auch die Kultur, die Menschen und die Lebensart. Darüber habe ich viele Menschen kennen gelernt, zu denen auch jetzt noch ein aktiver Kontakt besteht. Nicht zu vergessen sind natürlich ebenfalls die Sprachkenntnisse. Profitiert habe ich ganz deutlich bei meiner Einstellung, da Auslandserfahrung explizit gefordert wurde.


5) Denken Sie an Ihre Studienzeit in Göttingen zurück…

Wenn ich noch einmal einen Ort zum Studieren wählen müsste, würde ich mich sofort wieder für Göttingen entscheiden. Göttingen liefert aus meiner Sicht alle wichtigen Komponenten für ein tolles Studentenleben: überschaubare Größe der Stadt, viele Kultur- und Sportangebote, viele Radwege, eine große Universität mit vielen „Gleichgesinnten“, niedrige Lebenshaltungskosten, viele Studentenkneipen etc.

Als Tutorin der wirtschaftswissenschaftlichen Orientierungsphase konnte ich diverse Erstsemester auf ihr Studium und ihre Zeit in Göttingen vorbereiten, was mir großen Spaß gemacht hat. Durch mein Studium in Göttingen haben sich darüber hinaus nicht nur mein beruflicher Werdegang, sondern auch sehr enge Freundschaften ergeben.


6) Welche Tipps geben Sie Berufseinsteigerinnen und -einsteigern mit auf den Weg?

  • Berufseinsteiger sollten offen für alles sein. (Ich bin zum Beispiel in Berlin gelandet, obwohl ich ursprünglich unbedingt nach Hamburg wollte.)
  • Durch Praktika feststellen, welche Art von Job zu einem passen könnte, sich allerdings auch nicht mit zu vielen Praktika über Wasser halten.
  • Freundlichkeit und Ehrlichkeit zahlen sich aus.