Biologische Fakultät
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Leistungsnachweise für die Diplomvorprüfung


I. Pflichtmodule:

1. Ringvorlesung »Allgemeine Biologie« (12 SWS, WS) 18 C

Inhalte des Moduls:
Allgemeine Biologie, Zellbiologie/Pflanzenphysiologie, Ökologie, Tiersystematik, Tierphysiologie, Biochemie, Mikrobiologie, Entwicklungsbiologie, Genetik, Anthropologie, Bioinformatik
Ausbildungsziele des Moduls:
Vermittlung von grundlegenden biologischen Kenntnissen und biologischen Prinzipien

2. Grundpraktikum »Botanik« (WS) 6 C

Studieneinheiten:
Vorlesung »Einführung in die Pflanzenanatomie« (1 SWS)
Vorlesung »Evolution und Fortpflanzung der Pflanzen« (1 SWS)
Praktikum »Botanisch-Mikroskopische Übungen, Teil I und II« (3 SWS)
Inhalte des Moduls:
Herstellung und Analyse mikroskopischer Pflanzen Pflanzenpräparate, Struktur von Zellen, Gewebetypen und Organen (Blatt, Stängel, Wurzel) der Samenpflanzen, Anpassung der Pflanzen an das Landleben
Ausbildungsziele des Moduls:
Erwerb von Fertigkeiten in der Herstellung, Analyse, Interpretation und Zeichnung lichtmikroskopischer Präparate von pflanzlichen Zellen, Gewebetypen und Organen, Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen über die Struktur und Evolution von Pflanzen (Algen, Moose, Farne, Samenpflanzen), Theorie und Praktikumsobjekte werden in den Vorlesungen »Einführung in die Pflanzenanatomie« und „Evolution und Fortpflanzung der Pflanzen“

3. Grundpraktikum »Zoologie I« (SS) 6 C

Studieneinheiten:
Vorlesung »Einführung in die Morphologie und Anatomie der Tiere“ (2 SWS)
Praktikum »Zoologisch-Anatomisches Anfängerpraktikum“ (3 SWS)
Inhalte des Moduls:
Einführung in die Diversität, Morphologie und Anatomie tierischer Organismen, Präparation von Anneliden, Arachniden, Crustaceen, Mollusken, Echinodermen, Tunicaten, Acrania, Amphibien, Aves und Mammalia, Mikroskopische Präparate von Protozoen, Porifera, Cnidaria, Plathelminthes und Nematoden, Grundlagen der Evolution und Biologie der Tiere, Kennen lernen des Systems der Tiere auf der Basis der Phylogenetischen Systematik
Ausbildungsziele des Moduls:
Erwerb grundlegender Kenntnisse der Anatomie, Morphologie, Systematik und Phylogenie der wichtigsten Taxa, Kennen lernen von Präparationstechniken und Anfertigung zeichnerischer Darstellungen der untersuchten Objekte

Grundpraktikum »Zoologie II« (SS) 6C

Studieneinheiten:
Vorlesung »Einführung in die Morphologie und in das System der Tiere« (2 SWS)
Praktikum »Zoologisch-Anatomisches Grundpraktikum« (3 SWS)
Inhalte des Moduls:
Vorlesung: Einleitende Vorlesung zu den Versuchstagen, ergänzende Wiederholung der Grundbaupläne einiger Großgruppen (Plathelminthes, Nematoda, Arachnida, Echinodermata, Acrania, Aves, Mammalia)
Praktikum: Erschließung der Vielfalt tierischer Organismen und funktioneller Strukturen auf der Basis des phylogenetischen Systems, Beschäftigung mit anatomischen Präparaten, Präparation von ausgewählten Vertretern verschiedener Großgruppen, Protozoa: Taxa, Gestalt, Nahrungsaufnahme, Verhalten, Annelida: Grundbaupläne, Anatomie des Regenwurms, Fortpflanzung, Arthropoda 1: Grundbaupläne, Anatomie des Flusskrebses, Beine: Differenzierung homonomer Strukturen, Arthropoda 2: Insektenflug: Funktionelle Anatomie, Flügelsteuerung, Aerodynamik, Anatomie der Flugmuskeln der Wanderheuschrecke, Arthropoda 3: Fortpflanzungsverhalten von Grillen: Grillengesang, funktionelle Anatomie des Grillflügels, Werbeverhalten, Mollusca: Grundbaupläne, Anatomie der Weinbergschnecke, Bauplan der Miesmuschel, Vertebrata 1: Grundbaupläne, Anatomie des Krallenfrosches, Vertebrata 2: Herz-Kreislaufsysteme: Herzevolution der Vertebrata, Funktionsmorphologie des Schweine- und Putenherzens, Histologie (Muskelgewebe), Blutdruck, Vergleich mit Arthropoda
Ausbildungsziele des Moduls:
Vermittlung der grundlegenden Kenntnisse zur Morphologie und Anatomie tierischer Organismen, zur funktionellen Morphologie ausgewählter Strukturen, sowie zur Evolution der Organismen am Beispiel bedeutsamer Taxa

II. Wahlpflichtmodule:

Aus den angegebenen Wahlpflichtmodulen sind neun Module zu belegen:

1. Anthropologie (WS und SS) 10C

Studieneinheiten:
Vorlesung »Einführung in die Anthropologie (Humanbiologie)« (4 SWS, SS)
Praktikum I »Osteologischer Grundkurs« (3 SWS, SS oder WS) oder
Praktikum II »Evolutionäre Anthropologie« (3 SWS, SS oder WS)
Inhalte des Moduls:
Vorlesung: Erkenntnistheorie, Ethik, Geschichte der Anthropologie, Primaten, Ethologie, Soziobiologie, Primatenökologie, Funktionsmorphologie, Stammesgeschichte, Populationsdifferenzierung, Populationsgenetik, Bevölkerungsbiologie, Humanökologie, Industrieanthropologie, Historische Anthropologie

Praktikum »Osteologischer Grundkurs«: Anatomie und Morphologie des menschlichen Skeletts und der Zähne, Quellenkunde (Identifikation, Dekomposition), Methoden der morphologischen Alters- und Geschlechtsdiagnose, Grundelemente ontogenetischen Formenwandels (Kind vs. Erwachsener), Anwendung allometrischen Wissens (Beispiel Körperhöhenrekonstruktion), Form-, Struktur- und Dichteabweichungen (Diskussion pathologischer Ausprägungen), Demographische Rekonstruktion (Sterbetafel, Lebenserwartung, Alterspyramide), Forensische Anwendungen (Falldiskussionen), Selbständige Befundung eines Objektes (Klausurbestandteil)
Praktikum »Evolutionäre Anthropologie«: Evolutionäre Adaptationen morphologischer und verhaltensbiologischer Merkmale bei Menschen und Primaten, Evolution von Geschlechtsunterschieden (Sexualdimorphismus), Humanverhalten (Partnerwahlstrategien), life history und Verhalten (Verwandtschaft und Kooperation), Gehirnevolution (Lateralität), Gehirnevolution und Verhalten (Kognition), Kommunikationssysteme (Evolution von Sprache), Primatenevolution (molekulare Systematik), Primatengenetik (Verwandtschaftsanalysen), Populationsbiologie (Populationserfassung), Humangenetik (Erbgänge), Morphologie (Dermatoglyphen)
Ausbildungsziel des Moduls:
Vermittlung grundlegender anthropologischer Kenntnisse am Beispiel des menschlichen Skeletts, die in allgemeiner Form auch für alle Wirbeltierskelette gelten, sowie über grundlegende Erkenntnisse über evolutioäre Anpassungen und Prozesse bei lebenden Menschen und Primaten.

2. Biochemie (WS und SS) 10 C

Studieneinheiten:
Vorlesung »Biochemie I« (2 SWS, SS)
Vorlesung »Biochemie II« (2 SWS, WS)
Praktikum »Biochemisches Grundpraktikum« (3 SWS, SS)
Inhalte des Moduls:
Grundlagen der Proteinchemie, Genetische Grundlagen: DNA, RNA, Enzyme, Kohlenhydrate, Lipide und Zellmembranen, Grundlagen des Metabolismus, Signaltransduktion, Glycolyse und Gluconeogenese, Zitratzyklus, Oxidative Phosphorylierung, Photosynthese, Calvin-Zyklus und Pentose-Phosphat-Weg, Glycogenmetabolismus, Proteinmetabolismus, Aminosäurekatabolismus, Synthese von Biomolekülen: Aminosäuren, Nukleotiden, Membranlipiden, Steroiden, Proteinen, RNA-und DNA-Stränge, Kontrolle von Synthesen, Sensorische Systeme, Immunsystem, molekulare Motoren
Ausbildungsziele des Moduls:
Vermittlung von grundlegenden Stoffkenntnissen und eines Überblicks über Grundprinzipien biochemischer Reaktionen sowie die Anwendung biochemischer Methoden

3. Chemie I (allgemeine und anorganische Chemie) (WS und SS) 10 C

Studieneinheiten:
Vorlesung »Experimentalchemie I« (4 SWS, WS)
Praktikum »Chemisches Praktikum für Biologen Teil I« (6 SWS, SS)
Inhalte des Moduls:
Experimentalvorlesung: Stoffkenntnis von Metallen und Nichtmetallen, Hauptgruppen- und Übergangselementen, Stoffbegriff, Atombau, Periodensystem der Elemente, stöchiometrisches Rechnen, Bindungsformen, Thermodynamik und Kinetik, Elektrolyse, Säure-Base-Reaktionen, Redoxreaktionen, chemisches Gleichgewicht, Massenwirkungsgesetz, begleitend werden Vorlesungsversuche durchgeführt
Praktikum: Löslichkeit, Kristallwasser, Reaktionsgeschwindigkeit, chemisches Gleichgewicht, Katalyse, Thermodynamik, Kinetik, Säure-Base-Reaktionen und Theorien, Puffer
Ausbildungsziele des Moduls:
Vermittlung von grundlegenden Stoffkenntnissen und eines Überblicks über die Grundprinzipien der Chemie und wichtiger anorganisch-chemischer Prozesse, Erlernen der Arbeitsabläufe im chemischen Laboratorium (Berechnung von Konzentrationen, Ansetzen von Lösungen pH-Wert-Messungen, kinetische Messungen, quantitative Analytik

4. Chemie II (allgemeine und organische Chemie) (WS und SS) 10 C

Studieneinheiten:
Vorlesung »Experimentalchemie II« (4 SWS, SS)
Praktikum »Chemisches Praktikum für Biologen Teil II« (6 SWS, WS)
Inhalte des Moduls:
Experimentalvorlesung: Retrosynthetische Betrachtungsweise und Entwürfe von Synthesen wichtiger Moleküle sowie mechanistische Betrachtungen der einzelnen Transformationen, Bindungstheorie für Kohlenstoffverbindungen, Stereochemie acyclischer und cyclischer Substanzen, Konfiguration, Konformation, Diastereomerie, Enantiomerie, Stoffchemie: Kohlenwasserstoffe, Halogenalkane, Alkohole, Ether, Amine, Aromaten, Carbonylverbindungen und ihre Derivate, Charakteristische Transformationen all dieser Substanzklassen, Mechanismen chemischer Reaktionen: Nukleophile Substitution, Eliminierung, elektrophile und nukleophile Addition, elektrophile und nukleophile aromatische Substitution, Oxidation und Reduktion, Umlagerungen, pericyclische Reaktionen, HOMO/LUMO-Betrachtungen, Synthetische Organische Chemie: Retrosynthese, Bildung funktioneller Gruppen, enantio- und diastereoselektive Synthese von Naturstoffen, Naturstoffchemie: Kohlenhydrate, Fette, Peptide/Proteine, Nukleinsäuren, Terpene, Steroide, Alkaloide, Antibiotika, Flavone, Bedeutung und biologische Wirkung sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe, zur Unterstützung der Wissensvermittlung werden zahlreiche Versuche durchgeführt, wie
z. B. eine simulierte Grubenexplosion, die Herstellung von Nylon, das Aufschäumen von Dämmstoffen und viele andere, die Bezug zum täglichen Leben haben
Praktikum: Trennungsmethoden, Elektrochemie anorganischer und organischer Substanzen, Eigenschaften und Reaktionsverhalten ausgewählter Hauptgruppenelemente (Kohlenstoff, Schwefel, Stickstoff, Halogen) und ihrer Verbindungen, Einführung in die qualitative Analytik, Koordinationsverbindungen/Komplexchemie
Ausbildungsziele des Moduls:
Vermittlung der organischen Stoffchemie und vor allem eines allgemeineren chemischen Verständnisses. Überblick über organisch-chemische Prozesse, Bezug zur Chemie zum täglichen Leben und Biologie, Verfeinerung der Arbeitstechnik im chemischen Laboratorium, quantitative und qualitative (auch instrumentelle) Analytik, Arbeiten mit Proteinen und Metallkomplexen aus Naturstoffen

5. Entwicklungs- und Zellbiologie (WS und SS) 10 C

Studieneinheiten:
Vorlesung »Allgemeine Entwicklungs- und Zellbiologie« (4 SWS, WS)
Praktikum »Grundpraktikum Entwicklungs- und Zellbiologie« (3 SWS, SS)
Inhalte des Moduls:
Allgemeine Aspekte der Entwicklungs- und Zellbiologie: Geschichte der Entwicklungsbiologie, Zelluläre Grundlagen der Differenzierung, Etappen und Prinzipien der Entwicklung, Prinzipien der eukaryontischer Genexpression, Prinzipien der Signaltransduktion, Embryonale Musterbildung, Klassische und Molekularbiologische Methoden der Entwicklungsbiologie.
Zentrale Themen der tierischen Entwicklungsbiologie: Modellorganismen: Schleimpilz, Süßwasserpolyp, Fadenwurm, Taufliege, Seeigel, Frosch, Fisch, Huhn, Maus. Evolutionäre Entwicklungsbiologie • Organogenese • Geschlechtsbestimmung • Spermatogenese • Oogenese • Stammzellen und Regeneration
Zentrale Themen der pflanzliche Entwicklungsbiologie: Modellorganismen: Acherschmalwand, Mais, Entwicklungsstadien des pflanzlichen Lebenszyklus, Beeinflussung der Entwicklung durch interne und externe Signale.
Ausbildungsziele des Moduls:
Vermittlung von Grundprinzipien der allgemeinen Entwicklungs- und Zellbiologie,
sowie eines Überblicks über entwicklungs- und zellbiologische Methodik und Modellorganismen.

6. Genetik (WS und SS) 10 C

Studieneinheiten:
Vorlesung »Grundlagen der Genetik und Molekularbiologie« (4 SWS, WS)
Praktikum »Genetisches und Molekularbiologisches Grundpraktikum« (3 SWS, SS)
Inhalte des Moduls:
Synthese von RNA (Transkription): RNA-Polymerase, Promotoren, Initiation und Termination, Synthese von Proteinen (Translation): tRNAs und Aminoacylierung, Ribosomen, Peptidyltransferasereaktion, Initiation, Elongation, und Termination, Genetischer Code, Regulation der Genexpression; negative und positive Kontrolle, Attenuation, Riboswitching, Makromolekularer DNA-Metabolismus (Replikation, Reparatur, Rekombination): DNA-Polymerasen, chemische Aspekte der Polymerisationsreaktion, Exonukleaseaktivität, Initiation und Synchronisation mit dem Zellzyklus, Elongation und topologische Probleme, postreplikative DNA, Mismatchreparatur, Reparatur chemischer DNA-Schäden, Genetische Rekombination
Ausbildungsziele des Moduls:
Vermittlung der konzeptionellen Grundlagen des makromolekularen Metabolismus einzelliger Organismen (Lehrparadigma E. coli)

7. Mathematik/ Statistik (WS und SS) 10 C

Studieneinheiten:
Vorlesung und Übungen »Mathematik für Studierende der Biologie« (4 SWS, WS)
Vorlesung und Übungen »Statistik für Studierende der Biologie« (3 SWS, SS)
Inhalte des Moduls:
Mathematik: Aufbau des Zahlensystems, lineare Gleichungssysteme, Abbildungen und Funktionen: Sinus, Cosinus, Exponentialfunktion und Logarithmus, Folgen und Grenzwerte, Differential- und Integralrechnung, Differentialgleichungen 1. Ordnung
Statistik: Wahrscheinlichkeitstheorie: Kombinatorik, Wahrscheinlichkeit, bedingte Wahrscheinlichkeit, Satz des Bayes, Unabhängigkeit, Zufallsvariable, beschreibende und schließende Statistik: Regression, Histogramm, Korrelation, Standardabweichung, t-Test, Chi-Quadrat-Test
Ausbildungsziele des Moduls:
Im Modul werden wichtige mathematische Grundlagen der Biologie sowie mathematische Sprech- und Denkweisen vermittelt. Die Studierende sollen in die Lage versetzt werden, bei Bedarf weitergehende Fachbuchliteratur studieren zu können.

8. Mikrobiologie (WS und SS) 10 C

Studieneinheiten:
Vorlesung »Allgemeine Mikrobiologie« (4 SWS, WS)
Praktikum »Mikrobiologisches Grundpraktikum« (3 SWS, SS)
Inhalte des Moduls:
Einteilung der Archaeen, Bakterien und eukaryotischen Mikroorganismen, Kenntnisse über Zytologie, Wachstum und Vermehrung von Mikroorganismen, Vielfalt mikrobieller Stoffwechselwege, vergleichend bei Archaeen, Bakterien und Eukaryoten, Ökologische Rolle in Stoffkreisläufen, Grundlagen der medizinischen Mikrobiologie und biotechnologische Bedeutung von Mirkoorganismen, Grundlagen der Genexpression, Regulation und Gentransfer
Im Grundpraktikum werden grundlegende mikrobiologische Arbeitsmethoden angewandt und die theoretischen Grundlagen mit ausgewählten Experimenten veranschaulicht.
Ausbildungsziele des Moduls:
Vermittlung eines Überblicks über Einteilung, zellulären Aufbau und physiologische Vielfalt von Mirkoorganismen und deren ökologische, medizinische und biotechnologische Bedeutung, sowie Anwendung grundlegender mikrobiologischer Arbeitstechniken

9. Organismische Biodiversität – Botanik (SS) 10 C

Studieneinheiten:
Vorlesung »Evolution und Systematik der Pflanzen« (3 SWS)
Vorlesung »Ökologie« (3 SWS)
Praktikum »Botanische Bestimmungsübungen mit Geländepraktikum« (4 SWS)
Inhalte des Moduls:
Grundbegriffe und Denkweisen der ökologischen und systematischen Forschung, Artbegriff und Phylogenierekonstruktion bei Pflanzen, morphologische und molekulare Methoden, Nomenklatur, Bau und Evolution der Landpflanzen (Moose, Farne, Samenpflanzen), Zusammenhänge zwischen Vorkommen und biotischen/abiotischen Umweltfaktoren von Pflanzen, Stoffkreisläufe, und -bilanzen, Beispiele wichtiger Ökosysteme: Wald, Grasland, Steppe, Wüste, Tundra, Hochgebirge, Artenkenntnis der heimischen Pflanzen und ihren Standorten, Exkursionen in die Umgebung von Göttingen
Ausbildungsziele des Moduls:
Erwerb von grundlegenden Kenntnissen der Evolution, Systematik und Ökologie der Landpflanzen, (Moose, Farne, Samenpflanzen), Erwerb von Fertigkeiten in der systematischen Bestimmung der wichtigsten mitteleuropäischen Pflanzen anhand morphologischer Merkmale

10. Organismische Biodiversität - Zoologie (SS) 10 C

Studieneinheiten:
Vorlesung »Phylogenetisches System und Evolution der Tiere« (4 SWS)
Vorlesung »Ökologie« (3 SWS)
Praktikum »Zoologische Bestimmungsübungen mit Geländepraktikum« (4 SWS)
Inhalte des Moduls:
Grundbegriffe und Denkweisen der systematischen und ökologischen Forschung, Phylogenie und Evolution der Tiere, Grundlagen der biologischen Systematik (morphologische und molekulare Methoden, Nomenklatur), Strukturreichtum der Tiere, Kennen lernen der Tiertaxa repräsentativer heimischer Lebensräume, Themen aus dem Bereich der Autökologie, Populationsökologie, Synökologie und Ökosystemforschung, Überblick über wichtige Großlebensräume (Biome)
Ausbildungsziele des Moduls:
Erwerb von grundlegenden Kenntnissen der Evolution, Phylogenie, Systematik und Ökologie der Tiertaxa, Erwerb von Fertigkeiten in der systematischen Bestimmung und Einordnung als Lebensformtypen an den Tiertaxa der heimischen Lebensgemeinschaften


11. Physik (WS und SS) 10 C

Studieneinheiten
Vorlesung Experimentalphysik II (4 SWS, SS)
Physikalisches Praktikum für Nebenfach Physik (4 SWS, SS oder WS)
Inhalte des Moduls:
Experimentalvorlesung: Schwingungen und Wellen, Wärme und Optik. Begleitend werden Vorlesungsversuche durchgeführt.
Praktikum: 20 Versuche zu Mechanik, Wärmelehre, geometrische Optik, Wellenoptik, Elektrizitätslehre, Atomphysik. Versuchesbeschreibungen: Stoss, Drehschwingungen, Innere Reibung von Flüssigkeiten, Kapillarität, Spezifische Wärmekapazität, Spezifische Wärmekapazität von Luft, Linsengesetze, Mikroskop, Brechungsindex von Glas, Beugung am Gitter, Thermoelement, Kennlinien verschiedener Leiter, Elektrische Netzwerke, Diffusion, Kathodenstrahl-Oszillograph, Spule und Transformator, Solarzelle und Halbleiterdiode, Transistor, Künstliche Radioaktivität, Spezifische Elektronenladung
Ausbildungsziele des Moduls:
Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen in der Physik. Erlernen der Arbeitsabläufe im physikalischen Laboratorium sowie qualitative und quantitative Auswertungen von Messergebnissen (Auftragungen, Fehlerrechnung).

12. Physikalische Chemie (WS) 10 C

Studieneinheiten:
Vorlesung »Physikalische Chemie für Biologen I« (2 SWS)
Übungen zur Vorlesung Physikalischen Chemie für Biologen I (2 SWS)
Praktikum »Physikalische Chemie für Biologen I« (4 SWS)
Inhalte des Moduls:
Mikroskopische Grundlagen: Aufbau der Materie, Spektroskopie, Gleichgewichtsthermodynamik: Zustandsfunktionen, Hauptsätze der Thermodynamik, reversible und irreversible Zustandsänderungen, Phasengleichgewichte, chemisches Gleichgewicht: chemisches Potential und Standardzustände, Löslichkeitsgleichgewichte, heterogene chemische Reaktionen, Elektrochemie, chemische Reaktionskinetik: Elementarreaktionen, Molekularität, Reaktionsordnung und Reaktionsmechanismus, Theorie des Übergangszustandes, Katalyse, gekoppelte Reaktionen, Quasistationarität, Enzymkinetik, Fehlerrechung
Ausbildungsziele des Moduls:
Vermittlung physikalisch-chemischen Grundlagenwissens soweit es für das Verständnis biologischer Systeme und der Funktionsweise gängiger Meßmethoden erforderlich ist, Praktisches Erlernen experimenteller Methoden, Fehlerrechnung und kritische Beurteilung von Messungen

13. Pflanzenphysiologie (SS und WS) 10 C

Studieneinheiten:
Vorlesung »Pflanzenphysiologie« (4 SWS, SS)
Praktikum »Übungen zur Ökophysiologie der Pflanze« (3 SWS, WS)
Inhalte des Moduls:
Aufbau und Funktion der pflanzlichen Zelle, Photosynthese, Stoffwechselprozesse, Wasserhaushalt, Transportprozesse (Langstrecken, Kurzstrecken), Anpassung an biotische und abiotische Umweltsignale
Ausbildungsziel des Moduls:
Erwerb des Verständnisses physiologischer Prozesse in Pflanzen und deren Beeinflussung durch die Umwelt

14. Zoophysiologie (SS und WS) 10 C

Studieneinheiten:
Vorlesung »Zoophysiologie« (5 SWS, SS)
Praktikum »Zoophysiologisches Praktikum« (3 SWS, WS oder SS)
Inhalte des Moduls:
Bau von Nervenzellen (Vertebraten, Invertebraten), Physiologie der Nervenzelle (Bioelektrizität, Ruhe- und Aktionspotential, Potentialfortleitung, synaptische Übertragung an chemischen und elektrischen Synapsen), integrative Leistung von Nervenzellen, Reflexe, Physiologie der Sinne (Reizmodalitäten, Informationscodierung, Signalketten, Chemo-, Mechano-, Thermo- und Photorezeption), neuronale Plastizität (De- und Regeneration), Vegetatives Nervensystem, Hormone und andere Signalmoleküle (Hormonsysteme, Rezeptoren, Signaltransduktion, second messenger, Proteinkinasen), Physiologie des Blutes, (Atemfunktion, immunologische Grundlagen, Hämostase), Zirkulation (Physiologie des Herzens, Regulation von Kreislaufparametern, Vasomotorik), Physiologie der äußeren Atmung und des Energiehaushaltes, Ernährung und Verdauung, (Verdauungsenzyme und ihre Aktivierung, Sekretions- und Resorptionsmechanismen), Exkretion (Exkretionsorgane, Primärharnbildung, Reabsorption, Regulationsmechanismen, Harnbestandteile)

Ausbildungsziele des Moduls:
Vermittlung von Kenntnissen über die wichtigsten animalischen und vegetativen Funktionssysteme tierischer Organismen, ihrer zellulärer Grundlagen und Regulationsmechanismen, Erwerb praktischer Erfahrungen im Umgang mit physiologischen Präparaten und Versuchapparaturen sowie Durchführung und Auswertung physiologischer Experimente an Wirbellosen, Wirbeltieren und in vitro-Systemen





Dekanat Biologie

Dekanat

Sekretariat:
Untere Karspüle 1a
37073 Göttingen
Tel.: 0551 - 39-5435
Fax: 0551 - 39-2795

Studiendekan:
Prof. Dr. Dieter Heineke
E-mail: dheinek@gwdg.de
Tel.: 0551 - 39-19892
Fax: 0551 - 39-2795

Studienberatung (auch für ausländische Studierende)
Di 10-11.30 Uhr