Labor für Radioisotope

Niedersächsische Forstliche Versuchsanstalt, Abt. D Umweltkontrolle
Niedersächsisches Boden-Dauerbeobachtungsprogramm Forst (BDF-F)

Das Sachgebiet Bodenschutz/Stoffbilanzen untersucht im Rahmen von forstlichen Umweltmonitoringprogrammen auf Dauerbeobachtungsflächen zeitliche Veränderungen von Eigenschaften der Böden, der Waldbestände und der Bodenvegetation.
Die Boden-Dauerbeobachtungsflächen dienen der Einschätzung des Bodenzustands (Referenz- und Hintergrundwerte) und der durch externe Belastungen oder nutzungsspezifische Einflüsse bedingten zeitlichen Veränderungen der Waldböden.

Das Niedersächsische Boden-Dauerbeobachtungsprogramm und das Europäische Intensive Waldmonitoring sind inhaltlich stark integriert. Die Boden-Dauerbeobachtungs- und Level II-Flächen sind z.T. identisch und mit anderen Umweltmessnetzen verknüpft.

Die niedersächsischen Boden-Dauerbeobachtungsflächen des Bodenschutz- und Level-II-Programms wurden nach den Kriterien Boden- und Baumartenrepräsentanz, Naturraum- und Landschaftsrepräsentanz und Belastungssituation ausgewählt. Es wurde angestrebt, das landesweite Spektrum der wichtigsten Bodeneigenschaften Bodenart, Nährstoffverfügbarkeit, Versauerungsgrad und Wasserhaushalt abzudecken. Weiterhin wurden Flächen mit den Baumarten Fichte, Kiefer, Buche und Eiche ausgewählt, da diese Baumarten auf über 85% der niedersächsischen Waldfläche vertreten sind.

Auf diesen insgesamt 26 Versuchsflächen wurden seit 1992 jährlich im Durchschnitt auf 2 - 4 Versuchsflächen Humus- und Bodenproben entnommen. An diesen Proben wurden neben chemischen Analysen (C, N, P, S, austauschbare Kationen, pH-Werte, Schwermetalle, organische Schadstoffe), Wurzelmengen, und Wurzelanalysen, sowie die Messung der Radionuklide Cs-134 und Cs-137 durchgeführt. Die Messungen der Radionuklide wurden im Isotopenlabor (respektive Labor für Radioisotope) der Universität Göttingen durchgeführt.


Es liegen z.Zt. (März 2005) die Ergebnisse von 22 „unbehandelten“ Versuchsflächen und 4 gekalkten oder gedüngten Versuchsflächen im Solling (SLBN, SLBD, SLBK, SLFD) vor. Von 9 Versuchsflächen gibt es Wiederholungsmessungen im Abstand von ca. 10 Jahren (s. Abb.)


  • Diese erste Auswertung zeigt, dass Cs-137 im Wesentlichen in der Humusauflage verbleibt. Eine Tiefenverlagerung findet so gut wie nicht statt.

  • Durch den radioaktiven Zerfall (Halbwertzeit Cs-137 = 30 Jahre) findet eine zeitliche Abnahme der Cs-137 Aktivität (s.Abb.) statt.




  • Projekt1







    Kontakt:

    Heike Fortmann
    0551-69401142
    heike.fortmann@nfv.gwdg.de

    Dr. Henning Meesenburg
    0551-69401170
    henning.meesenburg@nfv.gwdg.de












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    Anschrift:
    Labor für Radioisotope
    Büsgenweg 2
    37077 Göttingen
    (Wegbeschreibung)

    Leitung:
    Prof. Dr. A. Polle


    Ansprechpartner:
    Bernd Kopka
    Tel. +49 (0)551 / 39-8115 (Büro)
    Tel. +49 (0)179 / 4515958 (Mobil)
    Fax +49 (0)551 / 39-22705
    bkopka@gwdg.de





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