Was geschieht in einer Pflanze nach einer Eiablage durch Insekten?


Fragestellung:

Eiablagen des Schmetterlings Pieris brassicae induzieren in Pflanzen Verteidigungsreaktionen gegen den Schädling. Es ist bekannt, dass der Elicitor dieser Reaktion im akzessorischen Drüsensekret lokalisiert ist, mit dem P. brassicae die Eier an die Pflanze klebt. Chemisch handelt es sich bei dem Elicitor um Benzylcyanid.

Wie funktioniert der Mechanismus der Elicitorwirkung bzw. welchen "Weg" nimmt Benzylcyanid im akzessorischen Drüsensekret von P. brassicae, wenn es auf die Pflanze gebracht wird? Verteilt es sich über Diffusion im Blatt / in der Pflanze?
Wenn ja, wie weit diffundiert es?



Approach:

"Verfolgen" von radioaktiv markiertem Benzylcyanid nach Applikation auf 2 verschiedenen Pflanzen (Arabidopsis thaliana und Brassica oleracea) mittels "Phosphorimaging". Da radioaktiv markiertes Benzylcyanid sehr teuer ist, wurden zunächst Vorversuche mit radioaktiver Glukose gemacht, die zur Verfügung steht. Durchführung: Institut für Forstbotanik, Univ. Göttingen.



Erste Resultate: (s. Abb.)

Die radioaktiv markierte Glukose diffundiert über das behandelte Blatt in die Nachbarblätter. Nach einer ca. 24-h-Induktionszeit ist dies noch nicht bei allen Blättern der Fall, aber nach einer ca. 70-h-Induktionszeit gut erkennbar.





Projekt8a                Projekt8b


Abb.: Phosphorimaging-Vorversuche mit Brassica oleracea, Pflanzen 1 und 2.


Auf das Blatt 1 wurden jeweils 25ul C-14 Glucose + 75ul ARG (akzessorisches Drüsensekret von Pieris brassicae) an der Blattspitze aufgetragen und anschließend ca. 24h (links) bzw. 72h (rechts) gewartet (Induktionsdauer).












LARI-Logo


Anschrift:
Labor für Radioisotope
Büsgenweg 2
37077 Göttingen
(Wegbeschreibung)

Leitung:
Prof. Dr. A. Polle


Ansprechpartner:
Bernd Kopka
Tel. +49 (0)551 / 39-8115 (Büro)
Tel. +49 (0)179 / 4515958 (Mobil)
Fax +49 (0)551 / 39-22705
bkopka@gwdg.de





Antragsformular-Icon-klein
Antragsformular
LARI-Nutzung