Fakultät für Geowissenschaften und Geographie

Positive Trends auf dem Arbeitsmarkt für GeographInnen


Wer sein Geographiestudium in Göttingen absolviert, kann sich freuen - denn auch sie und er profitiert von der aktuell positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt für Geographinnen und Geographen. 2011 waren rund 70 Prozent der Stellenangebote für Geographinnen und Geographen unbefristet ausgeschrieben. Geographinnen und Geographen profitieren von geographischen Soft skills. Das sind Ergebnisse aktueller Schwerpunktartikel der Zeitschrift arbeitsmarkt | Umweltschutz Naturwissenschaften des Wissenschaftsladens Bonn.
Entscheidend ist aber immer auch, was man selbst aus den Möglichkeiten macht, die das Geographiestudium bietet.




Die Anzahl der vom Informationsdienst des Wissenschaftsladens augewerteten Stellen für Geographinnen und Geographen hat sich in der vergangenen fünf Jahren verdreifacht. Krischan Ostenrath, Arbeitsmarktexperte des Wissenschaftsladens, zeichnet auch darüber hinaus ein positives Bild vom geographischen Arbeitsmarkt. Rund 70 Prozent der für Geographinnen und Geographen geeigneten Stellen waren 2011 unbefristet, 2010 waren es noch 60 Prozent. Der Bachelor rückt langsam, aber sicher ins Blickfeld der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.



(Geographische) Soft skills - einer der Schlüssel zum beruflichen Erfolg

Geographinnen und Geographen profitieren im Beruf offenbar von ihrem breiten Grundlagenwissen, den nützlichen, erlernten Arbeitsmethoden und der Fähigkeit, sich schnell in ein neuesThemengebiet einarbeiten zu können. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung von Uni-Absolventinnen und Absolventen des Jahrgang 2009, die vom Hochschul-Informations-System (HIS) durchgeführt wurde. Demnach profitieren Geographinnen und Geographen auch von ihrer Präsentationskompetenz, ihrer Fähigkeit zum fächerübergreifenden Denken und ihrem Wissen über die Auswirkungen der Arbeit auf Natur und Gesellschaft.

Laut Dr. Andreas Veres vom Deutschen Verband für Angewandte Geographie verfügen Geographinnen und Geographen über die "Schlüsselkompetenz, bei komplexen gesellschaftlichen Problemen immer auch den so nötigen Raumbezug herstellen zu können. Ihre Kompetenz ist es, für komplexe Zusammenhänge Lösungskonzepte zu erarbeitet: zum Beispiel als Stadtplaner oder als Manager des Klimawandels." (Stienen 2012: 1).



Erste Berufserfahrung während des Studiums als Einstiegshilfe

Der Berufseinstieg ist allerdings nicht einfach. In rund 70 Prozent der Stellenauschreibungen werden berufliche Erfahrungen gefordert. In 20 bis 30 Prozent der Fälle werden sogar sepzifische Berufserfahrungen erwartet, so die Auswertung des Infodienstes des Wissenschaftsladens. Berufspraktika während des Studiums sind ein erster, wichitger Schritt, um Erfahrungen sammeln zu können. Daher bieten wir im Bachelorstudium Geographie in Göttingen die Möglichkeit, neben einem verpflichtenden Praktikum weitere Berufspraktika im Bereich Schlüsselkompetenzen zu absolvieren. Als Anreiz werden auch diese mit Credts "vergütet".



Breites Tätigkeitsspektrum

Nach wie vor vielfältig sind die Tätigkeitsfelder für Geographinnen und Geographen. Im Jahr 2011 lagen laut der Studie des Infodienstes 46 % der angebotenen Stellen im Bereich Stadt-, Verkehrs- bzw. Regionalplanung. Danach folgte der Bereich Forschung mit 34 %, Klimaschutz (18 %), Umweltbildung (17 %) und Kartographie/Geodaten/GIS (17 %). Acht Prizent der Stellen für Geographinnen und Geographen waren im Tätigkeitsfeld Regenerative Energien ausgeschrieben.



Mehr zum Thema: Den Link zum gesamten Schwerpunkt Geographie im Heft arbeitsmarkt sowie weitere Informationen finden Sie in der rechten Spalte.