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Universität Göttingen

Kontakt:

Hochschuldidaktik (SL)
Waldweg 26
37073 Göttingen


Leitung
Matthias WiemerTel. +49 (0)551 / 39-5259
Raum 3.122

Organisation
Tel. +49 (0)551 / 39-5943
Raum 3.116


Sekretariat
Tel. +49 (0)551 / 39-5908
Raum 3.123
oder
Tel. +49 (0)551 / 39-13194
Raum ERZ N 114



Fax +49 (0)551 / 39-185259
hochschuldidaktik@zvw.uni-goetting
en.de

www.uni-goettingen.de/
hochschuldidaktik




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Das Problem ist die Lösung?! Problembasiertes Lernen (PBL) - ein alternativer hochschuldidaktischer Zugang zur Gestaltung von Lernsituationen (B)


Ausgezeichnet im Ideenwettbewerb für Studierende 2011: „Innovativ Lernen – Neugierig Forschen! Ideen für eine bessere Lehr- und Lernkultur“ – gefördert durch das Ideenmanagement für Studium und Lehre.
Mehr Informationen zum Ideenwettbewerb hier.


Arbeitseinheiten: 8
Max. Teilnehmerzahl: 14

Leider ist der Workshop derzeit ausgebucht. Es besteht aber die Möglichkeit, sich auf eine Warteliste zu setzen.

Termine:

  • Mo 26.11.2012, 09.00 (s.t.) - 17.00




Veranstaltungsort:
Waldweg 26, Raum 3.117/3.119 (Flachbau, 3.OG)



Inhalt:
Problembasiertes Lernen (PBL, im deutschen Sprachraum teilweise auch als PoL, problemorientiertes Lernen, bekannt) ist ein hochschuldidaktisches Konzept, das im europäischen Ausland weit verbreitet ist. Universitäten und Fachbereiche in den Niederlanden, Großbritannien, Schweden, Dänemark oder der Schweiz arbeiten teilweise flächendeckend mit diesem Lernarrangement, bei dem Studierende Fachwissen anhand konkreter, alltagsnaher und für ein Fach typischer Problemstellungen, den so genannten Fällen, erwerben.
Die Besonderheiten des PBL sind dabei, dass die Fallarbeit von Beginn des Studiums an und sowohl zum Erarbeiten von Grundlagenwissen als auch für die Vertiefung und Anwendung eingesetzt werden kann, dass sie nach strukturierten Bearbeitungsschritten abläuft und dass sie konsequent von einem/einer als Tutor/ Tutorin fungierenden Lehrkraft begleitet wird, der/die den Bearbeitungsprozess beobachtet und steuert.
In dem Workshop lernen die Teilnehmen die Methode des problembasierten Lernens als Alternative zum traditionellen Lernen an Hochschulen kennen. Dazu

  • erhalten sie strukturierten Input zum bildungsphilosophischen und lerntheoretischen Hintergrund sowie zur Geschichte der Methode (Grundlagenwissen);

  • lösen sie selbstständig in der Gruppe einen Problemfall und erarbeiten sich daran die Grundprinzipien der strukturierten Problembearbeitung anhand des Maastrichter 7-Schritte-Schemas;

  • verfassen sie selbstständig einen für ihr Fachgebiet passenden Problemfall und erarbeiten dabei verschiedene Falltypen sowie ein vertieftes Verständnis für die fachliche Wissensaufbereitung anhand konkreter Problemstellungen.



Am Ende der Veranstaltung kennen die Teilnehmenden die Grundprinzipien des problembasierten Lernens, sie verfügen über grundlegende Fertigkeiten in der strukturierten Problembearbeitung mit der 7-Schritte-Methode und haben sie erste Erfahrungen im Verfassen von Problemfällen.
Die vermittelten Kenntnisse und Fertigkeiten dienen im Workshop auch als Basis für die Reflexion darüber, wo in der Lehre PBL gewinnbringend einsetzbar ist, und wie das Wissen über und Praktizieren von PBL das eigene Lehr- und Lernverständnis bereichern kann.



Lernziele:

  • Kenntnis der Grundprinzipien des PBL

  • Eigenständige Durchführbarkeit einer Problembearbeitung mit der 7-Schritte-Methode

  • Fertigkeiten im Verfassen eines eigenen, fachbezogenen Problemfalls





Arbeitsformen:

Einführungsvortrag, Diskussion, Gruppenarbeit, Kleingruppen- oder Einzelarbeit



Schlagworte:

Konstruktivistische Lehr-Lern-Arrangements; Selbstgesteuertes Lernen; alternative Formen des Wissens- und Kompetenzerwerbs



Referentin:

Dr. Antonia Scholkmann: Antonia Scholkmann hat von 1998-2003 an der Universität Tübingen Diplom-Psychologie studiert. Von 2005 bis 2008 promovierte Sie im interdisziplinären Graduiertenkolleg des ehemaligen Hochschuldidaktischen Zentrums (jetzt Zentrum für HochschulBildung zhb.) der TU Dortmund; von 2009-2012 leitete sie im Anschluss daran am selben Institut das BMBF-geförderte Forschungsprojekt PBL – Wirksamkeit Problembasierten Lernens als hochschuldidaktische Methode. In diesem Kontext hatte sie Gelegenheit, PBL in verschiedenen europäischen Ländern kennen zu lernen und sich mit dem hochschuldidaktischen Schwerpunkt PBL weiterzubilden. Im Frühlingssemester 2011, Herbstsemester 2011 und Frühlingssemster 2012 war sie im Rahmen eines Lehrauftrags als PBL-Lehrende und PBL-Tutorin an der Pädagogischen Hochschule Fachhochschule Nordwestschweiz (PH FHNW) in die Lehre im Fach Entwicklungspsychologie und Pädagogik des Kindesalters eingebunden.Seit Mai 2012 vertritt Antonia Scholkmann eine Professur im Zentrum für Weiterbildung (ZHW) der Universität Hamburg und lehrt dort im Studiengang Master of Higher Education. Seit 1.10.2012 ist sie darüber hinaus kommissarische Leiterin des ZHW.