31. Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft (DVRW)
31. Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft (DVRW)

31. Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft (DVRW)




Empirie und Theorie



Religionswissenschaft zwischen Gegenstandsorientierung und systematischer Reflexion

11.9. – 14.9.2013

Die Vielfalt an methodischen Ansätzen in der heutigen deutschen religionswissenschaftlichen Landschaft macht den konzentrierten Austausch darüber, wie in den einzelnen Forschungsgebieten die wechselseitige Dialektik von Empirie und Theorie realisiert werden kann und konkret umgesetzt wird, zu einem ebenso notwendigen wie spannenden Unterfangen. Die Göttinger Religionswissenschaft lädt zusammen mit der DVRW ein, im September 2013 gemeinsam zu erörtern, wie empirische Gegenstandsorientierung und systematische Reflexion im Forschungsprozess der Religionswissenschaft konstruktiv ineinander greifen. Diese Fragestellung stand bereits bei der ‚Erfindung’ der „Religionswissenschaft“ an der Göttinger Universität im auslaufenden 18. Jahrhundert Pate.


Im Fokus der Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft (DVRW) stehen nicht nur umfassendere Theorieansätze und religionsbezogene Makrotheorien, sondern auch unsere ganz grundlegenden terminologischen Konstrukte und konventionellen begrifflichen Kategorien: Diese werden in der kritischen Interaktion zwischen Empirie und Theorie konzeptualisiert. In Entsprechung zu dem Selbstverständnis als einer empirischen Kulturwissenschaft vollzieht sich die spezifisch religionswissenschaftliche theoretische Reflexion über Religion als interdisziplinär aufgeschlossener, diskursiver und somit grundsätzlich offener Prozess, als theorizing religion.

Eine derartige Reflexion erfordert dann die enge Verzahnung von Empirie und Theorie. Diese wechselseitige Dynamik umfasst (a) die empirische Verankerung begrifflicher und theoretischer Konstrukte der Religionsforschung im Sinne einer „Grounded Theory“ – und umgekehrt (b) die Reflexion der eigenen empirischen oder historischen Einzelbefunde in einem größeren komparativen und systematisch-analytischen Kontext. Auf der Tagung soll besonders die Frage nach der adäquaten Benutzung, Entwicklung und Revision von Terminologien und Klassifikationsmustern in dem jeweiligen eigenen Forschungsfeld konkret diskutiert werden.


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