Kontakt:
Zentrum für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung
Inke Beckmann
Humboldtallee 17
37073 Göttingen
Tel. +49 551 39 5479
Fax.
zmf@gwdg.de
HINWEIS: Dieser Studiengang läuft voraussichtlich zum Wintersemester 20011/12 aus.
Name des Studienangebots: Mittelalter- und Frühneuzeitstudien
Abschluss: Promotion
Regelstudienzeit: sechs Semester
Studienbeginn: Winter- und Sommersemester
Bewerbungsfrist: 30. Juni für das folgende Wintersemester und 15. Januar für das folgende Sommersemester
Zulassung: zulassungsbeschränkt (Bewerbung beim ZMF)
Zugangsvoraussetzung: Magister, Staatsexamen, Diplom, M.A. oder ein vergleichbarer Abschluss an einer ausländischen Universität
Sprachvoraussetzungen: Nachweis guter Deutschkenntnisse über ein DSH-Zertifikat (Goethe-Institut)
Darstellung des Studienangebots
Der Promotionsstudiengang ist interdisziplinär ausgerichtet und integriert die Fächer der Philosophischen, Theologischen, Wirtschaftswissenschaftlichen und Juristischen Fakultät.
Das Studienangebot richtet sich an graduierte Studierende, deren Qualifikationsarbeit einen mediävistischen oder frühneuzeitlichen Schwerpunkt hat. In sechs Semestern durchlaufen sie ein Curriculum, das inhaltlich auf die Anforderungen einer Promotion im Bereich von Mittelalter und Früher Neuzeit abgestimmt ist. Während des Studiums werden die Doktoranden von einem Beratergremium unterstützt. Zudem ist für alle Studierende ein bis zu sechsmonatiger Auslandsaufenthalt vorgesehen.
Der Promotionsstudiengang ist an der Philosophischen Fakultät eingerichtet. Er ist angegliedert an das Zentrum für Mittelalter und Frühneuzeitforschung (ZMF). Mit dem Studiengang ist eine International Max Planck Research School (IMPRS) zum Thema 'Werte und Wertewandel in Mittelalter und Neuzeit' verbunden. Die Research School ist eine Kooperation zwischen dem Göttinger Max-Planck-Institut für Geschichte, dem Zentrum für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung, dem Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Universität Göttingen sowie der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel.
Das seitens der ZMF-Mitglieder überdurchschnittliche und neben dem regulären Lehrbetrieb aufgebrachte Engagement bei der Ausbildung und Betreuung einer internationalen geisteswissenschaftlichen Graduiertengruppe wird durch ein am Wissenschaftsstandort Göttingen beispielhaftes institutionelles Zusammenwirken im Rahmen der IMPRS ermöglicht. Durch das in der Göttinger IMPRS gemeinsam und interdisziplinär bearbeitete Oberthema ist eine thematische Verzahnung der einzelnen Promotionen angestrebt, um durch die Zusammenarbeit in der Gruppe Synergieeffekte zu fördern und einen wissenschaftlichen Mehrwert gegenüber isolierten Promotionen zu erreichen.
Das Aufbrechen der Epochengrenze zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit ist eine nach wie vor dringliche, langfristige Forschungsaufgabe. Die von Mitgliedern des ZMF betreuten Arbeiten der Göttinger IMPRS-Stipendiatinnen und -Stipendiaten, die die ‚Epochengrenze' thematisieren oder überschreiten, tragen dazu im einzelnen und vor allem im Zusammenwirken bei. Dieser zentrale Aspekt wird auch in den Beiträgen und Diskussionen auf den eigens hierzu in Göttingen organisierten Fachtagungen und vor allem in den thematisch weit gestreuten Aufsatzpublikationen vieler Stipendiatinnen und Stipendiaten (s.u.) deutlich. Die Reflexion auf die alteuropäischen Wertsysteme hat durch die geopolitischen Entwicklungen ständig an Aktualität und Dringlichkeit gewonnen. Die im Rahmen der Göttinger IMPRS entstandenen und entstehenden Arbeiten leisten wichtige Beiträge zur kulturellen Selbstverständigung Europas im Horizont der durch die Globalisierung geprägten Herausforderungen.