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Iranistik (M.A.)

Gesellschaftliche, religiöse und kulturelle Fragen des iranischen Sprachraumes werden an konkreten Beispielen untersucht und vertieft wie etwa Vorstellungen von der vorislamischen Religion und Geschichte, Geschlechterrollen in iranischen Literaturen und Medien oder religiöse und ethnische Minderheiten. Im Rahmen des MA-Studiums werden insbesondere methodische Fragen zur Analyse und Interpretation diskutiert, um möglichst objektivierbare und differenzierte Einsichten in kulturelle Prozesse iranischer Gesellschaften zu erhalten.

Name des Studienangebots: Iranistik
Abschluss: Master of Arts (M.A.)
Regelstudienzeit: 4 Semester
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester
Studienmöglichkeiten: Kombinierter Masterstudiengang MA in Iranistik (42 C); Nebenfach/Modulpaket Iranistik (36 C/18 C)
Zulassungsbedingungen für Masterstudiengang: B.A.-Abschluss oder vergleichbarer Abschluss
Nachzuweisen sind Leistungen in der Iranistik im Umfang von wenigstens 50 Anrechnungspunkten, darunter grundlegende Kenntnisse des Neupersischen und Grundkenntnisse der iranischen Kulturgeschichte.
Sprachvoraussetzungen: Gute persische und englische Sprachkenntnisse werden empfohlen.
Zugangsvoraussetzungen für Modulpakete: Übersicht (pdf)
Hinweis für internationale Studienbewerber/innen: Für die Immatrikulation an der Philosophischen Fakultät ist der Nachweis von Deutsch-Kenntnissen unbedingte Voraussetzung!
Bewerbung: Bewerbungsverfahren (Bewerbung bei der Philosophischen Fakultät)


Darstellung des Studienangebots:
Im Master-Studiengang Iranistik sollen die Studierenden vertiefte Kenntnisse über die Anwendung aktueller wissenschaftlicher Methoden und Theorien zur Erforschung der Kulturen, Geschichte, Literaturen und Religionen iranischer Völker erwerben. Diese Methoden, wie zum Beispiel Diskurs- und Textanalyse, werden insbesondere bei der Beschäftigung mit den modernen Medien sowie der Kultur- und Religionsgeschichte islamischer und prä-islamischer iranischer Völker angewandt. Zudem vermittelt der Studiengang vertiefte Kenntnisse über die iranischen Religionen mit ihren schriftlich und mündlich überlieferten Literaturen und den hiermit verbundenen kulturspezifischen Implikationen.

Forschungsschwerpunkte in Göttingen:
Forschungsschwerpunkte in Göttingen sind die Religionen iranischer Völker in vorislamischer und islamischer Zeit, Literatur, Medien und Kommunikation in Persisch und Kurdisch sowie Aspekte identitätsbildender Prozesse in iranischen Gesellschaften.

Sprachanforderungen, die während des Studiums zu erfüllen sind:
Vorausgesetzt werden mindestens Kenntnisse des Persischen sowie gute Lesefähigkeiten des Englischen. Darüber hinaus ist der Erwerb von Grundkenntnissen weiterer Sprachen der Region sinnvoll (z. B. Kurdisch, Arabisch, Türkisch, Hindi, Mittelpersisch, Awestisch, Sanskrit, Hebräisch oder Aramäisch).

Aufbau des Studiums:
Der Nachdruck liegt auf dem Erwerb von methodischen Fähigkeiten und deren Anwendung auf konkrete Fragestellungen. Veranstaltungen zu religiösen Traditionen iranischer Völker und deren Geschichtsbilder und historiographische Schriften werden ebenso regelmäßig angeboten wie Veranstaltungen zu kulturellen Traditionen, Medien und Kommunikation in iranischen Gesellschaften. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Persisch- und Kurdisch-Kenntnisse im Rahmen von Literatur- oder Medienanalysen zu erweitern oder, je nach Angebot, vorislamische Sprachen zu lernen und zu vertiefen oder Einblicke in die iranische Archäologie und Kunst zu erhalten. Dies soll den Studierenden ermöglichen, sich auf eine wissenschaftliche oder praktische Berufstätigkeit vorzubereiten.

Berufsfelder:
Je nach Wahl der individuellen Schwerpunkte und der Absolvierung von spezifischen Fachpraktika und Auslandsaufenthalten kann das Studium durch den Erwerb von methodischen, regionalen gesellschaftlichen, kulturellen und sprachlichen Kompetenzen berufsvorbereitend für verschiedene Tätigkeiten dienen. Zum Beispiel können sich Iranistik-Absolventen für die Beratung von Behörden und Organisationen zu Migrationsfragen oder zu interkulturellen Themen qualifizieren. Sie können aber auch Aufgaben im Bereich des Journalismus und des Verlagswesens oder des Entwicklungsmanagements, der Tourismusbranche, in kulturellen Einrichtungen und Museen oder in privaten und öffentlichen Forschungseinrichtungen übernehmen.