Auch die Projektbeteiligten bilden sich weiter und tragen zur Qualitätssicherung des Projekts bei. Folgende Weiterbildungsangebote wurden speziell für die Projektbeteiligten von c4p durchgeführt:
Berichte über die Veranstaltungen
Beratungsworkshop
Die Koordinatorinnen und Koordinatoren der beteiligten Fakultäten und im Frauenbüro informieren Interessierte über das Qualifizierungsprogramm und führen darüber hinaus Beratungen für Berufseinstieg und Karriereperspektiven durch. Ziel dieser Beratung ist es, das Qualifizierungsprogramm individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen Teilnehmer/innen abzustimmen und ihren Berufseinstieg zu unterstützen. Um die Beratungskompetenzen der Projektbeteiligten zu erweitern und um sie in ihrer Beratungstätigkeit zu unterstützen, führte
Frau Süberkrüp von der Personalentwicklung der Universität am 07.06. und 10.06.2005 eine Beratungsschulung durch. Am 6.12.2005 fand der Erfahrungsaustausch bzgl. der Umsetzung in die Praxis statt.
Integratives Gendering – Genderissues in Studiengangsmodulen in Natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen
Im Zuge des Bologna-Prozesses ist "Geschlechtergerechtigkeit" als eines der Ziele von allen beteiligten Ländern festgeschrieben worden. In Deutschland hat der Akkreditierungsrat die Bedeutung der Integration von Genderaspekten in die modularisierten Studiengänge als Qualitätsmerkmal betont, und die Akkreditierungsagenturen aufgefordert, "Gender" als eines der Qualitätskriterien im Akkreditierungsprozess festzulegen.
Die Informationsveranstaltung richtete sich an Lehrende, die Genderissues in ihren Studiengängen und Modulen sowohl inhaltlich als auch didaktisch berücksichtigen möchten, aber noch nach Ideen suchen, welche Inhalte zu Genderfragen und mit welchen didaktischen Ansätzen diese in ihrer Lehre zu berücksichtigen wären. Die Informationsveranstaltung bot Gelegenheit, sich grundsätzlich über Notwendigkeiten, Ansätze und Methoden von Genderissues in Studiengängen und über das Projekt der Universität Lüneburg
„Gender-Kompetenz“ zu informieren und darüber auszutauschen.
Vertreter und Vertreterinnen der drei beteiligten Fakultäten und der Verwaltung waren der Einladung in die Fakultät für Physik gefolgt. Die Fakultätskoordinatoren und Studiendekane hatten der Referentin Dr. Bettina Jansen-Schulz schon vorab Modulbeschreibungen geschickt, in welche sie Genderissues einbeziehen wollten. Im Gruppengespräch stellte Dr. Bettina Jansen-Schulz ihre Vorschläge zur Integration von Genderissues vor und diskutierte sie mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Karrieremanagement und Karrierestrategien
Welche Parameter machen eine Karriere erfolgreich? Welche Rolle hat die Karriereberatung dabei und welche Instrumente stehen den Beraterinnen dafür zur Verfügung? Am 22. und 23. Juni 2006 kamen 17 Vertreterinnen aus den Fakultäten, aus der Verwaltung der Universität, von regionalen Wirtschaftsunternehmen und der Arbeitsagentur im Heyne-Haus der Universität zusammen, um diesen Fragen nachzugehen. Die Referentin
Dr. Silvie Klein-Franke spannte einen weiten Bogen von den Bedingungen der globalisierten Arbeitswelt der Zukunft über die Vorstellung von Karrieretheorien und die damit verbundenen Möglichkeiten der Karriereberatung bis hin zur geschlechtersensiblen Personalauswahl. Grundannahme des Seminars war, dass Geschlechter als verschiedene Kulturen verstanden werden können und dass die interkulturelle Kommunikation zwischen den Geschlechtern bestimmte zeitliche Phasen durchläuft – von der anfänglichen Ablehnung über das Akzeptieren bis hin zur Integration. Frauen bringen andere Erfahrungen und Potenziale in Arbeitszusammenhänge ein und erst wenn es gelingt, diese Vielfalt konstruktiv umzusetzen, sind Innovationen möglich. Denn es ist wissenschaftlich nachgewiesen: Ausschließlich diverse und gut gemanagte Teams sind zu Spitzenleistungen fähig (
DiStefano & Maznevski, 2006). Und das bedeutet, dass erst durch die Beteiligung von Frauen Spitzeninnovation möglich ist.
Die Teilnehmerinnen waren sich einig, dass die Veranstaltung neue Impulse für die Karriereberatung und die Gestaltung der eigenen Karriere geliefert hat und darüber hinaus einen wichtigen Knotenpunkt des Netzwerks zum Thema Karrieremanagement an der Schnittstelle zwischen Universität und Arbeitsmarkt darstellt.