Dr. Matthias Beilein
Curriculum Vitae:
Nach Abitur und Buchhandelslehre Studium der Deutschen Philologie, Publizistik und Kommunikationswissenschaft und Mittleren und Neueren Geschichte in Göttingen. Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Dr. Dr. h.c. Turk und am Sonderforschungsbereich 529 Internationalität nationaler Literaturen. 2001 Magister Artium. Wissenschaftliche Hilfskraft an den Lehrstühlen von Prof. Dr. Dr. h.c. Turk und Prof. Dr. Simone Winko. Tutor für Literaturkurse und Dozent für Deutsch als Fremdsprache am Göttinger Studienzentrum der University of California. Lehrbeauftragter am Seminar für Deutsche Philologie der Universität Göttingen. Seit 2004 Mitarbeiter der Göttinger Arbeitsstelle für Theorie der Literatur (Redaktionsleitung der Annotierten Datenbank zur Literaturtheorie). 2006 Promotion. Seit 1.10.2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Koordinator des Promotionskollegs VolkswagenStiftung Wertung und Kanon.
Buchpublikationen
- 86 und die Folgen. Robert Schindel, Robert Menasse und Doron Rabinovici im literarischen Feld Österreichs, Berlin: Erich Schmidt, 2008.
- zus. mit Heinz Ludwig Arnold (Hg.): Literaturbetrieb in Deutschland. 3. Auflage. Neufassung, München: edition text + kritik, 2009.
Aufsätze
- Die Geschichtsbilder von Heinrich Heine und Joseph von Eichendorff, in: Unerledigte Geschichten? Der literarische Umgang mit Nationalität und Internationalität, hg. v. Gesa von Essen und Horst Turk, Göttingen: Wallstein 2000.
- Wende im Entweder-und-Oder: Österreich und die engagierte Literatur seit 1986, in: Engagierte Literatur in Wendezeiten, hg. v. Willi Huntemann u.a., Würzburg: Königshausen & Neumann 2002.
- Unter falschem Namen. Schweigen und Schuld in Doron Rabinovicis Suche nach M., in: Monatshefte (97) 2005, N. 2:. Special Issue: Integrität.
- Menasses Engagement, in: Was einmal wirklich war, bleibt ewig möglich. Zum Werk von Robert Menasse, hg. v. Eva Schörkhuber, Wien: Sonderzahl, 2007.
- Auf diesem Markt ist Österreich. Doron Rabinovicis Ohnehin, in: National Identities and European Literatures, hg. v. J. Manuel Barbeito, Jaime Feijóo, Antón Figueroa und Jurge Sacido, Bern u.a.: P. Lang, 2008.
- zus. mit Katharina Prinz und Simone Winko: Das Projekt Annotierte Bibliographie zur Literaturtheorie, in: Jahrbuch für Computerphilologie 9 (2008).
- Verlagslektoren: Aufklärung in der Dunkelzone der Verlagsarbeit, in: Heinz Ludwig Arnold / Matthias Beilein (Hg.), Literaturbetrieb in Deutschland. 3. Auflage. Neufassung, München: edition text + kritik, 2009.
- Die faktuale Schreibstrategie und das Archiv, in: akten-kundig? Literatur, Zeitgeschichte und Archiv, hg. von Marcel Atze, Thomas Degener, Michael Hansel und Volker Kaukoreit, Wien: Praesens, 2009.
- Literarische Debatten ohne Literatur? Das Beispiel Martin Mosebach, in: TRANS. Internet-Zeitschrift für Kulturwissenschaften, 17/2010.
- Kanonisierung und 'invisible hand', in: Maik Bierwirth / Oliver Leistert / Renate Wieser (Hg.), Ungeplante Strukturen. Tausch und Zirkulation, München: W. Fink 2010.
- Die Maßstäbe der Erinnerung, in: Ulrike Längle / Jürgen Thaler (Hg.), Michael Köhlmeiers "Abendland". Fünf Studien, Innsbruck: Studienverlag, 2010, S. 27-39.
Rezensionen
- Ein erweitertes Feld [Rezension von: Markus Joch / Norbert Christian Wolf: Text und Feld. Bourdieu in der literaturwissenschaftlichen Praxis. Tübingen: Niemeyer, 2005], in: JLT online, 02.10.2007.
- Der Vorhang zu und alle Fragen offen [Rezension von: Nicholas Saul / Ricarda Schmidt (Hg.): Literarische Wertung und Kanonbildung. Würzburg: Königshausen & Neumann 2007], in: JLT online, 12.09.2008.
- Der Kanon ist immer und überall [Rezension von: Arnulf Knafl / Wendelin Schmidt-Dengler (Hg.), Unter Kanonverdacht. Beispielhaftes zur österreichischen Literatur im 20. Jahrhundert. Wien: Praesens 2009 und Jürgen Struger (Hg.), Der Kanon – Perspektiven, Erweiterungen und Revisionen. Wien: Praesens 2008], in: in: JLT online, 29.04.2010.
- Nach fünfzig Jahren funktionslos geworden [Rezension von: Susanne Krones: "Akzente" im Carl Hanser Verlag. Geschichte, Programm und Funktionswandel einer literarischen Zeitschrift 1954-2003, Göttingen: Wallstein, 2009], in: IASL online, 16.08.2010.
Lexikonartikel
- Doron Rabinovici, in: Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, 95. Nlg., 6/2010, München: edition text und kritik, 2010.
- Martin Mosebach, in: Bernd Lutz / Benedikt Jeßing (Hg.), Metzler Lexikon Autoren, Stuttgart/Weimar: Metzler 2010 [im Druck].
- Wertung und Gattung, in: Rüdiger Zymner (Hg.), Handbuch Gattungstheorie, Stuttgart/Weimar: Metzler, 2011, S. 77-79 [im Druck].
Projekte:
Verlagslektoren als Instanzen der Vermittlung, Wertung und Kanonisierung von deutschsprachiger Literatur
Abstract: Obwohl Verlagslektorinnen und Verlagslektoren zu den eher unscheinbaren Akteuren literarischer Felder gehören und nur das Resultat ihrer Arbeit, nicht aber ihr Arbeiten selbst vom größeren Teil der Öffentlichkeit zur Kenntnis genommen wird, besetzen sie doch eine der Schlüsselpositionen der Literaturvermittlung. Lektorinnen und Lektoren sind oft die ersten Personen, denen Autorinnen und Autoren neue Texte präsentieren, und sind somit einflussreiche Instanzen der Bearbeitung von entstehenden literarischen Texten und als Vermittelnde zwischen redaktionellen und ökonomischen Abteilungen der Verlage Relais zwischen Autor- und Verlegerinteressen, zwischen literarischen und publizistischen Feldern und zwischen herstellendem und vertreibendem Buchhandel. Im Mittelpunkt meines Projekts steht diese vielfältige Vermittlungsarbeit, wobei der Schwerpunkt auf der Analyse der Bedingungen und der Praxis der redaktionellen Arbeit von Verlagslektorinnen und Verlagslektoren liegen soll. Während bereits mehrere Publikationen vorliegen, die sich mit der Geschichte und dem aktuellen Berufsbild des Lektors auseinandersetzen, gibt es eine Forschungslücke im Hinblick auf eine fundierte Auseinandersetzung mit der Kooperation und Interaktion zwischen Lektorinnen und Lektoren und Autorinnen und Autoren der Gegenwartsliteratur sowie mit ihren sozialen und kulturellen Dispositionen, d.h. bezüglich der diese Praktiken steuernden Parameter wie Habitus bzw. kulturelles und soziales Kapital.