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Erweiterung des DFG Forschungszentrums Molekularphysiologie des Gehirns
Das DFG Forschungszentrum Molekularphysiologie des Gehirns (CMPB) wird im Rahmen der Exzellenzinitiative (1. Auswahlrunde, 2006) durch ein Cluster von neuen unabhängigen und assoziierten Nachwuchsgruppen erweitert. Ihre Aufgabe wird es sein, für das CMPB innovative Mikroskopiemethoden mit einer Auflösung im Nanometerbereich zu entwickeln und für die biologische "Anwendung" nutzbar zu machen. Ziel ist es, mit Hilfe bahnbrechender Technologien künftig molekulare Vorgänge innerhalb von lebenden Zellen mit hoher räumlich-zeitlicher Auflösung abbilden zu können. Mit den Mitteln aus der Förderlinie zwei (Exzellenzcluster) sollen dazu eine Juniorprofessur sowie Juniorforschergruppen unterstützt und der Arbeitsbereich "Mikroskopie auf der Nanometer-Skala" ausgebaut werden.
Die Wissenschaftler am CMPB untersuchen in fünf Schwerpunkten molekulare Prozesse und Interaktionen in neuronalen Zellen, um so die Funktionsweise der komplexen Netzwerke hochspezialisierter Nervenzellen im menschlichen Gehirn zu entschlüsseln. Zentrale Themen bilden - neben der Grundlagenforschung - neurologische und psychiatrische Erkrankungen wie Parkinson und Schizophrenie, die auf Hirnentwicklungsstörungen oder auf Neurodegeneration beruhen. Am DFG Forschungszentrum Molekularphysiologie des Gehirns sind die Fakultäten für Medizin, Biologie und Physik der Universität Göttingen, das European Neuroscience Institute, das Göttinger Zentrum für Molekulare Biowissenschaften, das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und das Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin beteiligt. CMPB-Sprecher ist der Neurophysiologe Prof. Dr. Diethelm Richter.
Prof. Richter: "Die Entscheidung bestätigt unser Konzept der letzten vier Jahre, die Grundlagen- und klinische Forschung in den Neurowissenschaften breit anzulegen, wobei das Forschungsspektrum von der Physik bis zur Pathologie reicht. Als Exzellenz-Cluster werden wir vor allem den Bereich der Nanoskopie ausbauen, um die molekularen Prozesse in gesunden und kranken Nervenzellen noch detaillierter beobachten zu können."