Professur für Anwendungssysteme und E-Business
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Allgemeine Hinweise


  • Neue Themen werden jeweils Anfang Februar und Anfang Juli auf dieser Seite veröffentlicht.

  • Bei Interesse an einem Abschlussarbeitsthema wenden Sie sich bitte direkt an den jeweiligen Betreuer.

  • Die ausgegrauten Themen sind bereits vergeben. Bitte wählen Sie nur aus den nicht ausgegrauten Themen eines aus!

  • Alle Themen können grundsätzlich im Rahmen einer Bachelor- oder Masterarbeit bearbeitet werden. Ausnahmen sind beim jeweiligen Thema gesondert gekennzeichnet.

  • Weitere Hinweise zum Anfertigen von Abschlussarbeiten (Bachelor, Master) finden Sie hier: Deutsch oder Englisch.


Themen Sommersemester 2017



Optimierung der innerbetrieblichen relationsspezifischen Lagerplätze in einem Speditionsumschlagslager (nur Master)
Betreuer: Prof. Dr. M. Schumann
Auf Basis der Warenein- und Ausgangsdaten für unterschiedliche Zielgebiete (Relationen) soll für ein Speditionslager eine Optimierung Optimierung der Lagerplätze für die abzufertigenden Einheiten im Lager vorgenommen werden. Dazu sind Lade- und Entladesituationen mit den relevanten Toren und Verkehrswegen (z. B. für Gabelstapler) im Lager zu berücksichtigen. Mit Hilfe geeigneter Heuristiken, die mit den Daten zu rechnen sind, sollen mögliche Lösungen vorgeschlagen werden. Zur Einarbeitung in das Thema soll auch Vor-Ort in das Lager während der Betriebszeiten eine Einführung stattfinden.



Möglichkeiten zum automatisierten Beschaffen und Analysieren von Jahresabschlüssen in Europa
Betreuer: Prof. Dr. M. Schumann
Seit 1 Januar 2007 gibt es in der EU eine Pflicht zur Veröffentlichung von Rechnungslegungsunterlagen. Jahresabschlüsse können jeweils länderspezifisch über Portale recherchiert und abgerufen werden. Die Details der Publizitätspflichten werden z. T. unterschiedlich gehandhabt. Dabei geht es u. a. um den Zeitraum, der einem Unternehmen zum Veröffentlichen seines Jahresabschlusses bleibt. In manchen Ländern ist das Abrufen der Daten kostenpflichtig, wobei unterschiedliche Abrechnungsformen angeboten werden. In manchen Anwendungen müssen Benutzerkonten angelegt werden, andere verzichten darauf. Ebenso gibt es verschiedene Zugriffsmöglichkeiten auf die Portale, zum Teil auch über Online-Schnittstellen. Jahresabschlüsse werden als PDFs aber auch im XBRL-Format angeboten.
Wie müsste eine Lösung gestaltet sein, die einen vereinheitlichten Zugriff auf die verschiedenen Portale ermöglicht und damit einer Person, die europaweit solche Daten abruft, die Arbeit an einem einheitlichen Portal erlaubt. Dazu ist eine Konzeption zu erstellen und in Teilen ein Proof of Concept durchzuführen.
Bachelorarbeit: Nur systematische Erfassung der verschiedenen Angebote und Konzeption.
Masterarbeit: Anhand einzelner prototypischer Elemente soll ergänzend zu den BA-Inhalten auch ein Proof of Concept vorgenommen werden.





Anforderungen an Lerninhalte und Gestaltungsempfehlungen für IT-gestützte Lernmodule für das nachhaltige Wirtschaften
Betreuer: J. M. Anke
In Anbetracht der Übernutzung natürlicher Ressourcen, des Klimawandels und der Finanzkrise ist es wichtig, Studierende und Auszubildende über Fragen der Nachhaltigkeit aufzuklären. Hierbei wird der Stellenwert von Anwendungssystemen zum Vermitteln dieses Wissens hervorgehoben, da diese neue Formen der Interaktivität, Kommunikation und Simulation ermöglichen. Bei der Gestaltung IT-gestützter Lernmodule für das nachhaltige Wirtschaften müssen verschiedene Anforderungen (z. B. didaktische Anforderungen an die Lerninhalte, funktionale/nicht funktionale Anforderungen an die Lernanwendung) beachtet werden. Diese sind bisher weitestgehend unerforscht.
Ziel dieser Abschlussarbeit ist es, systematisch Anforderungen an die Lerninhalte/Lernanwendungen für nachhaltiges Wirtschaften zu identifizieren, um anschließend konkrete Gestaltungsempfehlungen für Lernmodule abzuleiten.




Möglichkeiten zur Evaluation eines Assessmentmoduls für nachhaltiges Wirtschaften (nur Master)
Betreuer: J. M. Anke
Die steigende Anzahl an aktuellen Forschungsprojekten zu nachhaltigem Wirtschaften zeigt die zunehmende Bedeutung des Nachhaltigkeitsmanagements für die universitäre Bildung. In diesem Kontext kommt die Forderung auf, Fragen der Nachhaltigkeit systematisch in die Vermittlung betriebswirtschaftlicher Kompetenzen von Studierenden zu integrieren. Kompetenzen beschreiben inwieweit Individuen die Anforderungen in spezifischen Kontexten bewältigen können. In diesem Zusammenhang stellt das Assessment von Kompetenzen eine Schlüsselfunktion zum Optimieren von Bildungsprozessen dar.
Ziel dieser Abschlussarbeit ist es, geeignete Evaluationsmethoden und kriterien zu erarbeiten, um ein Assessmentmodul zu evaluieren. Dazu soll sich in die Themenfelder "Kompetenzmessung", "Nachhaltigkeitsmanagement", und "Akzeptanzforschung" sowie in die "Ko-NaMa"-Testumgebung eingearbeitet werden. Darauf aufbauend sollen ein geeignetes Evaluationsinstrument gestaltet, die Testumgebung (ggf. mit Studenten) evaluiert und die Evaluationsergebnisse entsprechend ausgewertet werden.




Rahmenbedingungen des Einsatzes IT-gestützter Lern- und Assessmentmodule für nachhaltiges Wirtschaften aus Sicht des Technology-Organisation-Environment-Individual-Modells
Betreuer: J. M. Anke
Der zunehmende Wandel in den Leitbildern vieler Unternehmen zeigt die steigende Bedeutung des nachhaltigen Wirtschaftens auf. Um Kompetenzen für nachhaltiges Wirtschaften zu erlernen, werden in immer mehr innerbetrieblichen Bereichen IT-gestützte Lern- und Assessmentmodule eingesetzt, die eine Möglichkeit bieten das Lernen flexibler zu gestalten. Beim Einführen und Nutzen IT-gestützter Lern- und Assessmentmodule für nachhaltiges Wirtschaften in Unternehmen sind, neben technologischen Faktoren, auch organisatorische Faktoren (z. B. die Organisationsstruktur), Umweltfaktoren (wie bspw. rechtliche Rahmenbedingungen) und individuelle (wie bspw. der soziale Einfluss) Faktoren relevant.
Ziel dieser Abschlussarbeit ist es, anhand des Technology-Organisation-Environment-Individual (TOEI)-Modells literaturbasiert Faktoren zu identifizieren, die die Einführung und den Betrieb IT-gestützter Lern- und Assessmentmodule für nachhaltiges Wirtschaften beeinflussen.




Möglichkeiten zur Evaluation einer mobilen Micro Learning Anwendung zum arbeitsprozessintegrierten Lernen in industriellen Produktionsprozessen (nur Master)
Betreuer: J. Decker
Mobiles Micro Learning bietet für Unternehmen neue Möglichkeiten ihre Mitarbeiter aus- und weiterzubilden. Beispielsweise können Mitarbeiter kleine Lerneinheiten über mobile Endgeräte direkt im Arbeitsprozess abrufen und verarbeiten. So ist es z. B. denkbar Mitarbeiter in der Produktion bei der Einarbeitung in Tätigkeiten zu unterstützen, indem für die Ausführung der Tätigkeiten relevante Informationen oder Arbeitsschritte auf dem mobilen Endgerät angezeigt werden. Um die Akzeptanz und Nützlichkeit solcher Anwendungen zu evaluieren, wurde eine mobile Micro Learning Anwendung implementiert, die arbeitsprozessintegriertes Lernen unterstützt.
Ziel dieser Abschlussarbeit ist es, geeignete Evaluationsmethoden und -kriterien zu erarbeiten, um eine prototypische mobile Micro Learning Anwendung zu evaluieren. Dies umfasst die Einarbeitung in die Themenfelder "Mobiles Micro Learning", "Arbeitsprozessintegriertes Lernen" und "Akzeptanzforschung" sowie in den Prototypen. Aufbauend darauf soll ein geeignetes Evaluationsinstrument gestaltet, der Prototyp (mit Unternehmensvertretern i. S. eines Feldexperiments) evaluiert und die Evaluationsergebnisse entsprechend ausgewertet werden.




Konzeption und prototypische Implementierung einer mobilen Micro Learning Anwendung zum Vor- und Nachbereiten von Präsenzschulungen in Unternehmen (Android-Programmierkenntnisse erforderlich)
Betreuer: J. Decker
Durch den Einsatz mobiler Endgeräte und kleiner Lerneinheiten (Micro Content) zum individuellen Vor- und Nachbereiten von Präsenzschulungen kann der Lerntransfer gesteigert werden. Dieser Meinung sind auch Experten im Bereich Personalmanagement/E Learning: Mobiles Micro Learning wird als eine Möglichkeit gesehen, neue Technologien in Präsenzschulungen zu integrieren und dadurch neue Einsatzszenarien zu generieren. Auf der einen Seite können Schulungsteilnehmer mit Hilfe mobiler Lernanwendungen Schulungen vor- und nachbereiten (z. B. Basiswissen über Schulungsinhalt vor Schulungsteilnahme erarbeiten, Quizfragen nach Schulungsteilnahme). Weiterhin ist es denkbar, dass in der mobilen Lernanwendung individuelle Lern- und Trainingsziele festgehalten werden, die dann z. B. im Rahmen der Personalentwicklung weiter genutzt werden können. Zudem können Schulungsteilnehmer ihren Lerntransfer mithilfe der Anwendung überprüfen, indem bspw. der Umsetzungsfortschritt und somit die Zielerreichung der zuvor festgelegten Ziele erfasst werden kann.
Zum Verwalten von Kursen sowie Bereitstellen von Schulungsmaterialien werden in Unternehmen häufig Lernmanagementsysteme, wie Moodle etc., eingesetzt. Ziel dieser Abschlussarbeit ist es daher, eine mobile Lernanwendung prototypisch zu entwickeln, die zum Vor- und Nachbereiten von Präsenzschulungen in Unternehmen genutzt werden kann. Die offline-fähige Android-basierte Anwendung soll dabei Informationen, bspw. zu Kursbuchungen, besuchten Kursen, Rollen etc. aus dem Lernmanagementsystem Moodle nutzen, um den Schulungsteilnehmern geeignete Lerninhalte (bspw. in Abhängigkeit des gebuchten Kurses oder einer entsprechenden Rolle) vorzuschlagen.




Herausforderungen und Lösungsansätze für das Komplexitäts- und Variantenmanagement am Beispiel der Sartorius AG (nur Master)
Betreuer: P. Freier
Die zunehmende Forderung von Kunden nach individuellen Produkten führt zu einer stetig steigenden Anzahl an Produktvarianten und somit zu einer hohen Komplexität in der Produktion. Deren Handhabung bringt neue Herausforderungen mit sich (z. B. Flexibilisierung der Produktionsstraßen). Die Identifikation dieser Herausforderungen wird dadurch erschwert, dass diese von den branchenspezifischen Charakteristika der Produkte und der Produktion abhängig sind. Als ein international tätiger Pharma- und Laborzulieferer ist auch die Sartorius AG an der Erforschung des Komplexitäts- und Variantenmanagements interessiert.
Ziel der Arbeit ist es daher zunächst literaturbasiert den aktuellen Stand der Forschung zum Komplexitäts- und Variantenmanagement zu erheben und die Herausforderungen und Lösungsansätze zu identifizieren. Diese sollen anschließend anhand qualitativer empirischer Untersuchungen in der Sartorius AG den unternehmensspezifischen Herausforderungen und Lösungsansätzen gegenübergestellt werden.




Strukturierter Vergleich von Simulationsmodellen der Produktionsplanung und -steuerung im Hinblick auf ihre Eignung für den Einsatz in einem Industrie 4.0-Szenario (nur Master)
Betreuer: P. Freier
Die häufig noch operativ in Unternehmen genutzten MRP II-Systeme erzeugen in zeitintensiven Batch-Läufen Maschinenbelegungs- und Terminplanungen. Aufgrund der steigenden Flexibilitäts- und Echtzeitfähigkeitsanforderungen, werden solche MRP-Systeme den Anforderungen, die im Rahmen von Industrie 4.0 diskutiert werden, nicht mehr gerecht. Mögliche Ansätze, um die Planung zu flexibilisieren basieren bspw. auf der Nutzung von APS- und MES-Systemen. Daneben wird die Nutzung von Simulationen in Produktionsplanungs- und -steuerungssystemen (PPS-Systeme) ebenfalls vermehrt diskutiert.
Ziel der Arbeit ist es existierende Simulationsmodelle sowie geeignete Vergleichskriterien zu identifizieren, um die Modelle anhand des Kriterienkataloges miteinander zu vergleichen und basierend auf den Ergebnissen zu evaluieren, inwiefern sich diese für den Einsatz in einem Industrie 4.0-Umfeld eignen.




State of the Art zum Einsatz von Simulationen in der Produktionsplanung und -steuerung im Kontext von Industrie 4.0
Betreuer: P. Freier
Aufgrund der mangelnden Flexibilität von MRP II-Systemen in der Planung von Maschinenbelegungen und Terminen, basieren heutige Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme (PPS-Systeme) vermehrt auch auf Simulationen des Produktionsablaufs. Im Rahmen von Industrie 4.0, wo Echtzeitfähigkeit und operative Umplanungen zunehmend an Relevanz gewinnen, wird auch die Simulation von (veränderten) Abläufen wichtiger.
Ziel der Arbeit ist es daher den aktuellen Stand der Forschung und Forschungstrends zum Einsatz von Simulationen in der PPS im Kontext von Industrie 4.0 anhand einer systematischen Literaturanalyse zu erheben und darauf aufbauend Forschungslücken aufzuzeigen.




Gestaltungsempfehlungen für ein Multi-Agenten-System zur Planung und Umplanung von Maschinenbelegungen im Kontext von Industrie 4.0
Betreuer: P. Freier
Aufgrund der mangelnden Flexibilität von MRP II-Systemen in der Planung von Maschinenbelegungen und Terminen, werden im aktuell viel diskutierten Kontext von Industrie 4.0 vermehrt Multi-Agenten-Systeme (MAS) als potentielle Lösungsansätze für Probleme der Produktionsplanung und -steuerung (PPS) gehandelt. Solche MAS sollen eine dezentrale und echtzeitnahe Entscheidungsfindung ermöglichen und somit die Flexibilität der Produktion erhöhen. Existierende Lösungsansätze konzentrieren sich dabei meist auf die Auftragsüberwachung und die Reaktion auf Abweichungen vom Plan. Ein weiterer Bereich der auf Basis von MAS verbessert werden kann ist die Ablaufplanung. Daher ist es wichtig, MAS zu untersuchen, deren Ergebnisse auf die Maschinenbelegungsplanung abgebildet werden können.
Ziel der Arbeit ist es demzufolge zunächst literaturbasiert (Meta-) Anforderungen an ein MAS zur (Um-) Planung von Maschinenbelegungen im Kontext von Industrie 4.0 zu erheben und darauf aufbauend Gestaltungsempfehlungen für ein solches System zu erarbeiten und zu visualisieren.





Konzeption einer Augmented-Reality-Anwendung für Datenbrillen zum Unterstützen der Einarbeitung von Mitarbeitern in industrielle Produktionsprozesse (nur Bachelor)
Betreuer: S. Hobert
Die fortschreitende technische Weiterentwicklung von Wearable Computern (z. B. Datenbrillen und Smartwatches) sorgt in den letzten Jahren für ein steigendes Interesse von Konsumenten und Unternehmen an der neuen Technologie. Insbesondere Industrieunternehmen erwarten durch den Einsatz von Datenbrillen Potenziale. Beispielsweise sehen Experten den Einsatz von Datenbrillen in der Industrie dann als sinnvoll an, wenn Mitarbeiter während dem Ausführen von händische Tätigkeiten Zugriff auf zusätzliche Informationen oder Anwendungen benötigen. Ein möglicher Anwendungsfall für den Einsatz von Datenbrillen in der Industrie ist die Einarbeitung von Mitarbeitern in Produktionsprozesse. Um die Technologie in der Praxis einsetzen zu können, ist die Verfügbarkeit von geeigneten Anwendungen notwendig.
Ziel dieser Abschlussarbeit ist es daher, im ersten Schritt literaturbasiert Anforderungen an eine Augmented Reality Anwendung zu ermitteln, die Mitarbeiter bei der Einarbeitung in industrielle Produktionsprozesse unterstützt. Aufbauend darauf sollen konkrete Gestaltungsempfehlungen für eine derartige Anwendung für Datenbrillen abgeleitet werden.




Anwendungsfälle für den Einsatz von Wearable Computern in Industrieunternehmen am Beispiel der Sartorius Standorte Göttingen und Guxhagen (nur Master)
Betreuer: S. Hobert
In den letzten Jahren ist die technologische Weiterentwicklung von industrietauglichen Wearable Computern sowie eine zunehmende Verfügbarkeit von massenmarkttauglichen Endgeräten zu beobachten. Dies zeigt sich u. a. daran, dass Datenbrillen, Smartwatches und Datenhandschuhe in ersten Pilotprojekten in Industrieunternehmen erprobt werden. Die Erfahrungen bisher umgesetzter Pilotprojekte zeigen bereits das Potenzial der Technologie für den Industriesektor. Allerdings sind die bekannten Praxisbeispiele noch auf wenige ausgewählte Anwendungsfälle (insbesondere in der Logistik) beschränkt. Um Industrieunternehmen konkrete Handlungsempfehlungen für den Einsatz von Wearable Computern geben zu können, ist eine detaillierte Betrachtung der vorhandenen Arbeitsprozesse notwendig.
Ziel dieser Abschlussarbeit ist es daher, im ersten Schritt konkrete Anwendungsfälle für den Einsatz von Datenbrillen und anderen Wearable Computern vor Ort an den Sartorius Standorten Guxhagen und Göttingen zu erheben. Neben dem Identifizieren von geeigneten Anwendungsfällen soll zudem eine Bewertung dieser vorgenommen werden. Aufbauend darauf sollen konkrete Handlungsempfehlungen für den Einsatz von Wearable Computern abgeleitet werden.




Fallstudienbasierte Analyse der digitalen Verbreitungswege unternehmensbezogener Empörungswellen
Betreuer: K. Koch
Unternehmen haben in den letzten Jahren durch soziale Medien neue Möglichkeiten zur Außenkommunikation erhalten. Soziale Medien ermöglichen es, mit vergleichsweise wenig Aufwand viele potenzielle Kunden zu erreichen und durch transparente Informationen die Stammkundenpflege zu verbessern. Gleichzeitig entstehen für die Unternehmen Risiken durch den Einsatz von sozialen Medien und durch den bidirektionalen Informationsfluss mit den Stakeholdern. Vor allem negative Kritik an Unternehmensentscheidungen, -handlungen oder -maßnahmen können in sozialen Medien eine Welle der Empörung auslösen, die mit einem Kontrollverlust der von Nutzern generierten Inhalte einhergeht. Das Kontrollieren der digitalen Ausbreitung dieser negativen Kritik wird hierbei durch die heterogenen digitalen Verbreitungswege innerhalb der sozialen Medien und über dessen Grenzen hinaus erschwert.
Ziel der Abschlussarbeit ist es, basierend auf Fallstudien die digitalen Verbreitungswege der auslösenden Information(en) innerhalb/zwischen den Plattformen der sozialen Medien und von/zu den traditionellen Medien zu rekonstruieren und anhand dieser eine Systematisierung vorzunehmen. Hierdurch soll für Unternehmen verdeutlicht werden, welche sozialen Medien als Knotenpunkte für digitale Empörungswellen fungieren und somit besondere Aufmerksamkeit erfordern.




Potenziale und Grenzen des Einsatzes von IT-gestützten Früherkennungssystemen in Unternehmen auf Basis von Daten aus sozialen Medien
Betreuer: K. Koch
Daten aus sozialen Medien können implizite Hinweise für verschiedene Branchen enthalten und werden daher in unterschiedlichen Entscheidungsunterstützungssystemen eingesetzt. Die Früherkennung von unternehmensrelevanten Informationen innerhalb sozialer Medien stellt in diesen Bereichen besondere analytische Anforderungen an die Anwendungssysteme, die durch Grenzen des Prognosecharakters limitiert sind (z. B. Fehleinschätzungen aufgrund mangelnder Daten). Gleichzeitig bieten Früherkennungssysteme z. B. das Potenzial, das Eintreten eines Ereignisses statistisch vorherzusagen, sodass ein unterstützender Einsatz in Unternehmen mitunter eine Vorteilsposition im Wettbewerb erzeugt.
Ziel der Abschlussarbeit ist es, die Potenziale und Grenzen von IT-gestützten Systemen zur Früherkennung von unternehmensrelevanten Information in sozialen Medien literaturbasiert herzuleiten, um Ansatzpunkte für künftige Entwicklungen zu systematisieren.




Rechtliche Konsequenzen für Verantwortliche und Mitwirkende digitaler Empörungswellen in sozialen Medien
Betreuer: K. Koch
Die große Reichweite sozialer Medien offenbart für Einzelpersonen und Kleingruppen die Möglichkeit mit wenig Aufwand großes virales Interesse an einem Themenkomplex zu erzeugen. Soziale Medien werden daher als Werkzeuge für die Informationsverbreitung eingesetzt. Dies kann sowohl konstruktiv (z. B. Nachrichten) als auch destruktiv (z. B. Verleumdung) erfolgen. Besonders destruktive Informationsverbreitung stellt Unternehmen vor erhebliche Schwierigkeiten, da durch die Heterogenität und die Anonymität innerhalb sozialer Medien der Initialkommentar bzw. die Verantwortlichen unbekannt bleiben und somit die rechtliche Verfolgung erschwert wird.
Ziel der Abschlussarbeit ist es, rechtliche Konsequenzen für Verantwortliche und Mitwirkende an destruktiver Informationsverbreitung im Unternehmenskontext sowohl literaturbasiert als auch in praxisnahen Fällen zu ermitteln.




Konzeption und prototypische Implementierung einer Softwareerweiterung für das Kodieren von Textdaten aus sozialen Medien mit Hilfe maschineller Lernalgorithmen
Betreuer: K. Koch
Daten aus sozialen Medien können implizite Hinweise für verschiedene Anwendungsdomänen wie z. B. die Finanz- oder Krisenprognose enthalten. Hierfür werden die textbasierten nutzergenerierten Inhalte mit Methoden der Textanalyse quantifiziert und anschließend im jeweiligen Kontext interpretiert.
Die Textanalyse hat sich für solche Anwendungsgebiete, neben der Metadatenanalyse, als zentrale Auswertungskomponente etabliert und ist somit maßgeblich an der Güte der Erkennungs- und Prognoserate beteiligt.
Ziel der Abschlussarbeit ist es, ein bestehendes Anwendungssystem zum wörterbuchbasierten Kodieren von Textdaten aus sozialen Medien, um eine Komponente zum Kodieren mit Hilfe maschineller Lernalgorithmen zu erweitern. Hierfür muss zunächst der ursprüngliche Anforderungskatalog und das zugrundeliegende Konzept des bestehenden Anwendungssystems zum Implementieren der Komponente erweitert werden. Anschließend erfolgt die prototypische Implementierung und Dokumentation der durchgeführten Maßnahmen. Für die Nutzer des Systems wird somit der Funktionsumfang im Bereich der Textanalyse vervollständigt und die zugrundeliegenden Daten mit Hilfe neuer Verfahren ausgewertet.





Enterprise Social Software Plattformen - State of the Art (nur Bachelor)
Betreuer: B. Löwe
In den vergangenen Jahren ist ein zunehmender Einsatz von Enterprise Social Software Plattformen (ESSP) in Unternehmen zu beobachten, um die interne Kommunikation, Kollaboration und das Beziehungsmanagement zu unterstützen. Dennoch erfüllen ESSP nicht immer die erhofften Erwartungen der Verantwortlichen und scheitern häufig an der Mitarbeiterakzeptanz, z. B. aufgrund unklarer Einsatzmöglichkeiten und Nutzeffekte. Die Wissenschaft adressiert dieses Feld über eine Vielzahl an Publikationen, welche u. a. versuchen die zugrunde liegenden Probleme zu analysieren oder Lösungsansätze zu entwickeln. Eine Systematisierung dieser Erkenntnisse ist sowohl für die Wissenschaft als auch für die Praxis von hoher Relevanz, um weitere Forschungslücken zu identifizieren oder Lösungsansätze für die Praxis aufzuzeigen.
Ziel dieser Arbeit ist es, auf Basis einer strukturierten Literaturrecherche, den aktuellen Forschungsstand zu ESSP zu erfassen. Dazu sollen die relevanten Themenfelder innerhalb des Forschungsgebiets systematisiert werden und eine Forschungsagenda für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen aufgestellt werden.




Strukturierte Herleitung von Einsatzgebieten für Enterprise Social Software Plattformen in Unternehmen (Nur Master / Praktikum Volkswagen)
Betreuer: B. Löwe
In den letzten Jahren ist ein zunehmender Einsatz von Enterprise Social Software Plattformen (ESSP) in Unternehmen zu beobachten. Insbesondere in Großkonzernen wird eine Vielzahl an ESSP parallel für verschiedene Zwecke (z. B. Kommunikation, Kollaboration, Beziehungsmanagement) eingesetzt. Dennoch scheitern Einführungsprojekte häufig an der Mitarbeiterakzeptanz. Ein Grund hierfür ist bspw. die fehlende Kommunikation der Einsatzmöglichkeiten. Den Mitarbeitern fehlt es dadurch an Hilfestellung die ESSP in den Arbeitsalltag zu integrieren. Unternehmen stehen somit vor der Herausforderung die internen Arbeitsweisen zu systematisieren und die Einsatzmöglichkeiten von ESSP in diesen aufzuzeigen.
Ziel der Abschlussarbeit ist es, über eine Interviewstudie, die unterschiedlichen Arbeitsweisen in einem Großkonzern zu systematisieren. Dazu sollen zusammenhängende Anwendungsfälle und Tätigkeiten zu Kollaborationsszenarien zusammengefasst werden. Im letzten Schritt sollen Einsatzmöglichkeiten von ESSP in diesen Szenarien untersucht werden.




Möglichkeiten zur Integration von bestehenden Enterprise Social Software Plattformen in einen digitalen Arbeitsplatz
Betreuer: B. Löwe
Der Einsatz von Anwendungssystemen zum Unterstützen der Kommunikation und Kollaboration in Unternehmen ist kein neues Phänomen. Bereits seit mehr als zwanzig Jahren werden Groupware-Lösungen für die interne Zusammenarbeit verwendet. Das Erweitern dieser Systeme um Web 2.0- und Social-Software-Funktionalitäten bringt neue umfangreichere Lösungen, sog. Enterprise Social Software Plattformen (ESSP) hervor. Insbesondere in Großkonzernen kommt eine Vielzahl an ESSP parallel für verschiedene Zwecke zum Einsatz. Für die Mitarbeiter entsteht somit ein unüberschaubares Systemangebot, welches für sie schwer differenzierbar ist. Dennoch haben viele am Markt existierende ESSP ihre Stärken in unterschiedlichen Bereichen, z. B. im Beziehungsmanagement oder der dokumentenbasierten Zusammenarbeit. Um die Synergieeffekte der Systeme im Arbeitsalltag zu nutzen, gilt es für Unternehmen diese in einem digitalen Arbeitsplatz zusammenzuführen und dem Nutzer bereitzustellen.
Bachelorarbeit:Auf Basis einer Literaturrecherche, sollen Möglichkeiten und Gestaltungsansätze für die Integration mehrerer ESSP identifiziert werden.
Masterarbeit:Am Beispiel von bestehenden ESSP in einem Großkonzern sollen Möglichkeiten und Gestaltungsansätze für die Zusammenführung der Systeme entwickelt werden.




Systematisierung des Forschungsfeldes "Digitaler Arbeitsplatz in der Wissensarbeit"
Betreuer: R. Meyer von Wolff
Die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft sowie das Aufkommen neuer technologischer und organisatorischer Entwicklungen führen aktuell zu einer Veränderung des klassischen Unternehmensarbeitsplatzes hin zu einem digitalen Arbeitsplatz. Die aktuelle wissenschaftliche und praxisorientierte Literatur beschäftigt sich diesbezüglich lediglich mit dem Konzept auf abstrakter Ebene bzw. mit einzelnen Forschungsfeldern innerhalb der Neugestaltung des Arbeitsplatzes. Es fehlt hierbei aktuell eine sowohl wissenschaftliche als auch praxisbezogene Systematisierung des Forschungsfeldes, um die vorhandene Forschungsschwerpunkte und -lücken zu identifizieren.
Ziel der Abschlussarbeit ist es, basierend auf einer Literaturanalyse, die wissenschaftlichen und praxisorientierten Beiträge zum digitalen Arbeitsplatz zu systematisieren, um den Stand der Forschung, Forschungstrends sowie Forschungslücken darzustellen.




Assistenzsysteme für die Wissensarbeit in digitalen Büroumgebungen - Stand der Forschung und Einsatzmöglichkeiten
Betreuer: R. Meyer von Wolff
Durch die Digitalisierung der Wissensarbeit im Unternehmen stehen Mitarbeiter einem zunehmenden Informations(über-)angebot gegenüber. Um den jeweiligen Mitarbeitern nur die tatsächlich, für die Aufgaben benötigten Informationen bereitzustellen, muss dieses Überangebot gezielt reduziert werden. Hierfür wird vorgeschlagen digitale Assistenzsysteme im Arbeitsplatz zu implementieren. Hiermit sollen die Informationsquellen nutzerspezifisch gefiltert und so die relevanten Informationen bereitgestellt werden, ohne dass der Mitarbeiter selber aktiv suchen muss. Die Einsatzmöglichkeiten dieser Assistenten in digitalen Büroumgebungen sind jedoch bisher kaum untersucht, sodass deren Potentiale weitestgehend unbekannt sind.
Ziel der Abschlussarbeit ist es, anhand einer systematischen Literaturanalyse, den aktuellen Stand der Forschung zu Assistenzsystemen in digitalen Büroumgebungen für die Wissensarbeit zu erheben und Einsatzmöglichkeiten abzuleiten.









AS: Work

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Allgemeine Fragen zu Abschlussarbeiten:


M.Sc. Sebastian RohmannPlatz der Göttinger Sieben 5
37073 Göttingen
Tel. +49 551 39 9737
Fax. +49 551 39 9735
srohman@uni-goettingen.de