DFG-Graduiertenkolleg 1703 "Ressourceneffizienz in Unternehmensnetzwerken"
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Sprecherin
Prof. Dr. Jutta Geldermann

Vize-Sprecher
Prof. Dr. Matthias Schumann

Koordinatorin
Meike Schmehl
Platz der Göttinger Sieben 3
Oeconomicum 1.224
37073 Göttingen

Tel. +49 (0)551/39-7258
schmehl@wiwi.uni-goettingen.de



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Presse



Willkommen auf der Seite des Graduiertenkollegs (GRK) 1703
„Ressourceneffizienz in Unternehmensnetzwerken – Methoden zur betrieblichen und überbetrieblichen Planung für die Nutzung erneuerbarer Rohstoffe“

Nachwachsende Rohstoffe spielen heutzutage nicht nur bei der Energiegewinnung eine Rolle, auch als alternative Rohstoffbasis für traditionell erdölbasierte Produkte werden sie immer wichtiger. Die Wissenschaftler des Graduiertenkollegs entwickeln Methoden, um den effizienten Einsatz erneuerbarer Rohstoffe in Kuppelproduktionsprozessen zu verbessern, bei denen mehrere Erzeugnisse gleichzeitig entstehen.

Wälder bedecken rund ein Drittel der Landesfläche Deutschlands und sind von großer wirtschaftlicher Bedeutung: Der nachwachsende Rohstoff Holz bildet die Grundlage für die Beschäftigung von rund 1,1 Millionen Menschen im Wirtschaftszweig „Forst und Holz“ in Deutschland und 3,5 Mio. Menschen in Europa. Bei der Holzverarbeitung entstehen große Mengen an Nebenprodukten, die als Kuppelprodukte weiter verarbeitet oder für die Gewinnung von Bioenergie genutzt werden können. Die sequentielle Nutzung desselben Holzrohstoffs zur stofflichen und energetischen Verwertung ist hierbei ein klassisches Beispiel für eine Kaskadennutzung. Allerdings ist die Quantifizierung der potenziellen Vor- und Nachteile der Mehrfachnutzung von Rohstoffen entlang der gesamten Wertschöpfungskette methodisch anspruchsvoll und bislang aus einzelbetrieblicher Perspektive wenig erforscht.

Als konkreter Ausgangspunkt der gemeinsamen Forschung im GRK 1703 werden daher lignocellulosische Stoffe gewählt, die aus dem Blickwinkel der Betriebswirtschaftslehre ein Rohstoff sowohl für die Fertigungs- als auch für die Prozessindustrie sind. Die Materialwissenschaften beschäftigen sich mit der Frage, wie anfallende Nebenprodukte für die Herstellung innovativer Produkte genutzt werden können. Um wirtschaftliche Anreize zu identifizieren, werden Modelle und Methoden des Operations Research (der mathematischen Unternehmensplanung) verwendet. Neben einzelnen Unternehmen werden die tangierten Unternehmensnetzwerke erforscht, insbesondere die Gestaltung des Informationsmanagements und des Datenaustausches, der Geschäftsbeziehungen und der Organisationsstrukturen. Des Weiteren werden die Absatzmärke analysiert, die wiederum Rückschlüsse auf Anforderungen an die Produktgestaltung erlauben.

Der gemeinsame Zugang zum Forschungsthema Ressourceneffizienz aus den Fakultäten Forstwissenschaften, Mathematik und Wirtschaftswissenschaften ermöglicht ein umfassendes Verständnis der aktuellen Fragestellung, um generalisierbare Ergebnisse für die betriebliche und überbetriebliche Planung zu gewinnen. Synergieeffekte und Wissenstransfer sowie Initiative und Eigenverantwortlichkeit der Doktoranden werden gezielt durch das fachübergreifende Qualifizierungsprogramm gefördert.