Allgemeines
Mit den Neuimmatrikulierten startete im Wintersemester 2006/2007 die Pflicht, 500 EUR pro Person pro Semester an Studienbeiträgen zu zahlen. Seit dem Sommersemester 2007 werden alle Studierenden (außer Promotionsstudierenden) zur Kasse gebeten. Für die Verwendung der Mittel gelten strenge Regelen, die in der universitätsweiten Richtlinie zur Verwendung von Studienbeiträgen niedergelegt sind. Schlagworte sind Transparenz, Substitutsionsverbot und Kapazitätsneutralität. Es soll demnach Klarheit über Verteilungswege und Verwendung der Mittel herrschen. Reguläre Haushaltsmittel dürfen die zusätzlichen Gelder nicht substituieren. Zudem darf Personal, das aus den Studienbeiträgen finanziert wird, nicht kapazitätswirksam gewertet werden.
Eine Göttinger Besonderheit ist die auf allen Ebenen institutionalisierte starke Beteilung der Studierenden an den Verteilungsentscheidungen. Zentrale Mittel, das sind 50% der Einnahmen aus Studienbeiträgen, werden über den Antragsweg an die Einrichtungen der Universität vergeben. Die auf einen Studierendenanteil von 50% aufgestockte zentrale Kommission für Lehre und Studium (zKLSplus) entscheidet über die Anträge aus Fakultäten und zentralen Serviceeinrichtungen. Die Fakultäten erhalten die anderen 50% der Mittel direkt zur weiteren Verwendung zugewiesen. Entscheidende Gremien sind hier die Studienkommissionen, ebenfalls mit 50%iger Studierendenbeteiligung sowie die Fakultätsräte. Die Verwendung der Mittel ist wenigstens universitätsintern öffentlich zu machen.
Projekte der Fakultät für Chemie
Die Fakultät für Chemie erhält entsprechend ihren Studierendenzahlen ein Budget von rund 270.000 EUR jährlich an dezentral zu verausgabenden Studienbeiträgen. Mehrere große Maßnahmenpakete sichern eine ebenso sinnvolle wie flexible Verausgabung der Mittel. Wichtige Projekte sind die Einstellung von Assistenten zur Verbesserung der Betreuungsrelation, die Ausstattung der Praktika, zusätzliche Lehrangebote im Wahlbereich, Literaturbeschaffungen, zusätzliche Zugänge zur Datenbank SciFinder oder eine halbe Stelle in der Glastechnik-Werkstatt, die Studierenden zur kostenlosen Reparatur von Glasgeräten zur Verfügung steht. Erstsemester erhalten eine umfangreiche Informationsmappe sowie eine kostenlose Grundausstattung aus Laborkittel und Schutzbrille. Die Fakultät hat darüber hinaus bereits mehrere erfolgreiche Anträge auf Unterstützung aus zentralen Studienbeiträgen gestellt, darunter die Einrichtung neuer Praktika, die Anschaffung besonders teurer Geräte für Praktika oder die flächendeckende Ausstattung der Hörsäle und Seminarräume mit Beamern und Leinwänden.
Studiendekanat
Ein gemeinsam aus zentralen und dezentralen Studienbeiträgen sowie Etatmitteln der Fakultät finanziertes Projekt ist die Professionalisierung des Bereichs Studiendekanat. Mit dem Geld konnte im Dekanat der Chemie Personal im Umfang von einer Vollzeitstelle zusätzlich für die Beratung und Betreuung der Studierenden geschaffen werden. Das Dekanat arbeitet bei der Verausgabung der Studienbeiträge besonders eng mit der Fachschaft Chemie, der offiziellen Vertretung der Studierenden, zusammen. Denn Vertrauen und Transparenz sind auch innerhalb der Fakultät bei der Verausgabung der Mittel die entscheidenden Kriterien.
Kontakt:
Dekanat der Fakultät für Chemie
Isabel Trzeciok
Fakultätsreferentin
Tammannstr. 4
37077 Göttingen
Telefon: 0551 / 39-22799
Fax: 0551 / 39-3087
dekanat@chemie.uni-goettingen.de