Studie zur betrieblichen CO2e-Bilanz der Stadtwerke Göttingen AG

Förderung: Stadtwerke Göttingen AG
Koordination: Prof. Dr. Jutta Geldermann

Bei einer betrieblichen CO2e-Bilanzierung werden sämtliche Treibhausgasemissionen eines Unternehmens unter Berücksichtigung definierter Bilanzgrenzen ermittelt und über die Umrechnung in CO2-Äquivalente (CO2e) zusammengefasst und bewertet. Durch die Erstellung einer betrieblichen CO2e-Bilanz können zukünftige strategische Maßnahmen abgeleitet werden, um eine kosteneffiziente Reduktion der Treibhausgasemissionen zu erzielen. Dabei wird durch die Analyse des betrieblichen CO2e-Fußabdrucks die notwendige Transparenz in der Wertschöpfungskette geschaffen, um besonders emissionsreiche Aktivitäten zu identifizieren und so eine Optimierung der Prozessketten zu ermöglichen. Die unvermeidbaren CO2e-Emissionen können durch Investitionen in hochwertige, ökologisch und sozial sinnvolle Klimaschutzprojekte kompensiert werden. Die abschließende Zertifizierung garantiert eine hohe Qualität und Transparenz nach standardisierten Regeln.

Vor dem Hintergrund der internationalen Klimapolitik, die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad im Vergleich zu Beginn der Industrialisierung zu begrenzen, hat die deutsche Bundesregierung in den letzten Jahren umfangreiche klimapolitische Zielvorgaben festgesetzt. Neben der kohlendioxidarmen Bereitstellung von Energie soll nach dem Energiekonzept der Bundesregierung der Strom- und Wärme-verbrauch durch Energieeffizienzmaßnahmen und Energieeinsparungen in den kommenden Jahren signifikant gesenkt werden. Neben privaten Haushalten leisten auch Unternehmen ihren Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der Klimaschutzziele. Die Stadtwerke Göttingen als Energieversorgungsunternehmen haben u. a. durch die Erstellung der betrieblichen CO2e-Bilanzierung durch die Universität Göttingen und die Zertifizierung nach dem Stop Climate Change Standard mit der Basisstudie bereits in 2013 erste Schritte zu einem klimaneutral gestellten Unternehmen unternommen. Um dieses Ziel der Klimaneutralität weiter zu verfolgen, wird die Kooperation zwischen den Stadtwerken Göttingen und der Professur für Produktion und Logistik der Georg-August-Universität Göttingen sowie die betriebliche CO2e-Bilanz auch in Zukunft fortgeführt. Dabei schafft die Basisstudie über die Jahre 2011 und 2012 die notwenige Transparenz in der Wertschöpfungs-kette. Es werden mögliche zeitliche Veränderungen der betrieblichen CO2e-Bilanz durch bereits umgesetzte Reduktionsmaßnahmen aufgezeigt.

Neben der Grundlage zur Zertifizierung der Stadtwerke Göttingen AG als klimafreundliches Unternehmen nach Stop Climate Change Standard soll die Studie als Ausgangsbasis für die Berichterstattung nach dem deutschen Nachhaltigkeitskodex dienen. Das zeitliche Monitoring der mit der Stadtwerke Göttingen AG verbundenen Treibhausgasemissionen über mehrere Jahre ermöglicht u.a. die Auswirkungen von den in der Basisstudie aufgeführten und umgesetzten Maßnahmen zu erfassen.