Das Graduiertenkolleg befindet sich nach 9 Jahren Laufzeit
in der Auslauffinanzierung.
Graduiertenkolleg 896:
Götterbilder – Gottesbilder – Weltbilder
Die drei Weltreligionen des Judentums, Christentums und Islams treten heute als monotheistische Religionen in Erscheinung. Sie alle haben eine polytheistische Vorgeschichte, in der viele Götter miteinander und mit dem einen Gott in Konkurrenz standen.
Das Graduiertenkolleg hat sich zum Ziel gesetzt, das spannungsreiche Verhältnis von Polytheismus und Monotheismus sowie die Auswirkungen der religiösen Systembildungen auf das Weltbild und die Weltgestaltung in der orientalischen und griechisch-römischen Antike zu erforschen. Anhand ausgewählter Fallbeispiele sollen die historischen, kultur- und geistesgeschichtlichen Wurzeln der drei monotheistischen Weltreligionen freigelegt und so ein Beitrag zum tieferen Verständnis ihres gegenwärtigen Erscheinungsbildes geleistet werden.
Das Graduiertenkolleg ist an der Philosophischen und Theologischen Fakultät angesiedelt und interdisziplinär angelegt. An dem umfangreichen Forschungs- und Ausbildungsprogramm sind folgende Fachgebiete beteiligt: Ägyptologie, Altorientalistik, Iranistik, Arabistik und Islamwissenschaften, Klassische Philologie (Gräzistik und Latinistik), Religionswissenschaft und Evangelische Theologie (mit den Fächern Altes Testament, Neues Testament, Orientalische Kirchengeschichte/Ökumenische Theologie und Patristik).