Göttinger Centrum für Geschlechterforschung

Genderlabor

Genderlabor in DFG Instrumentenkasten aufgenommen


Um Chancengleichheit im deutschen Wissenschaftssystem zu verbessern und erfolgreicher Maßnahmen aufzuzeigen, wurde der Instrumentenkasten zu den Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG vor sieben Jahren initiiert. Ganz aktuell wurde das Genderlabor von GCG, GSGG und GGG als Modellbeispiel aufgenommen.

Instrumentenkasten

WiSe 16/17



Genderlabor | 26. Oktober 2017 | 18.15 – 19.45 Uhr
Vortrag und Gespräch mit Rix Weber:
Trans* und Elternschaft – Wie trans* Eltern normative Vorstellungen von Familie und Geschlecht verhandeln
Ort: Veranstaltungsraum der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften Göttingen (GSGG), Friedländer Weg 2, 37085 Göttingen

Rix Weber präsentiert erste Ergebnisse der eigenen Masterarbeit, in der narrative Interviews zum Thema ausgewertet wurden: Es geht um Rollenanforderungen, Umgangsstrategien mit vergeschlechtlichten Anrufungen, Widersprüche bei Selbstbeschreibungen, um Kindeswohl in vermeintlicher Gefahr, Ansprüche an die Erziehung, und letztlich auch um Handlungsoptionen, nicht nur für Eltern.



Genderlabor | 30. November 2017 | 18.15 – 19.45 Uhr
Vortrag und Gespräch mit Anna Thomas
Homosexualität in Indien - Soziales Leben schwuler Männer in Kalkutta
Ort: Veranstaltungsraum der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften Göttingen (GSGG), Friedländer Weg 2, 37085 Göttingen

Männliche Homosexualität wird in Indien gemeinhin nicht toleriert, sie unterliegt starker Diskriminierung. Legitimiert wird dies u. a. durch Abschnitt 377 des indischen Strafgesetzbuchs. Der auf selbstständig durchgeführten Feldstudien basierende Vortrag gibt Einblick in die Lebenssituation homosexueller Männer in Kolkata.



Genderlabor | 07. Dezember 2017 | 18.15 – 19.45 Uhr
mit Silke Hansmann und Katharina Jäntschi
A Dance with Dragons – Feminismus, Backlash und Game of Thrones
Ein Gespräch über Feminismus und „Game of Thrones“ mit einem Exkurs in die Welt des „Herrn der Ringe“
Ort: Veranstaltungsraum der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften Göttingen (GSGG), Friedländer Weg 2, 37085 Göttingen

Serien und Filme beeinflussen unseren Alltag. Daher ist es wichtig, die in ihnen verhandelten Themen zu analysieren, zu diskutieren und zu hinterfragen. Dies tun wir an diesem Abend gemeinsam mit Euch und den Ergebnissen und Gedanken, die beim Schreiben zweier Abschlussarbeiten zu „Game of Thrones“ (und „Herr der Ringe“) entstanden sind.



Genderlabor | 11. Januar 2018 | 18.15 – 19.45 Uhr
Vortrag und Gespräch mit Michael Markert über die umstrittene Embryonensammlung
Die ‚Väter‘ der Embryonen. Patriarchale Praktiken und die Sammlung Blechschmidt
Ort: Veranstaltungsraum der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften Göttingen (GSGG), Friedländer Weg 2, 37085 Göttingen

Die Göttinger Anatomie verfügt über eine Sammlung von hunderten humanembryologischer Schnittserien, deren Herkunft derzeit in einem Forschungsprojekt untersucht wird. Eine besondere Brisanz ergibt sich daraus, dass der Begründer der Sammlung, Erich Blechschmidt (1904-1992), als Abtreibungsgegner und wissenschaftliche Autorität der sogenannten "Lebensschutzbewegung" eine umstrittene Figur ist.



Genderlabor | 25. Januar 2018 | 18.15 – 19.45 Uhr
Felizitas Hoffmann und Merle Grimme im Gespräch mit dem Genderlabor
Regretting Motherhood & Der Deutsche Kinderwunsch
Zwei Dokumentar(kurz)filme und ihre Macherinnen
Ort: Veranstaltungsraum der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften Göttingen (GSGG), Friedländer Weg 2, 37085 Göttingen

Wie in vielen Ländern ist Mutterschaft in Deutschland immer noch etwas Heiliges. Dies macht es Frauen fast unmöglich, den Status quo in Frage zu stellen. 2015 entspann sich in Deutschland eine Debatte über „Regretting Motherhood“. Im gleichnamigen Dokumentarfilm kommen zum ersten Mal Frauen zu Wort, die anonym über ihre Gefühle und Erfahrungen sprechen. Ebenso zeigen die Filmemacherinnen Material aus ihrem Dokumentarfilmprojekt „Der Deutsche Kinderwunsch“.