Schriftsprachliche Hochbegabtenförderung am Beispiel der écriture automatique im inklusiven Regelunterricht Deutsch (Sarah Reith)



Ich promoviere zum Thema "Hochbegabtenförderung im inklusiven Regelunterricht Deutsch" und nehme damit eine fachdidaktische Perspektive auf inklusiven Unterricht ein. Dabei steht die Diversitätsdimension der kognitiven Lern- und Leistungsvoraussetzungen der Schüler*innen im Fokus: Wie kann im Deutschunterricht fachliche Differenzierung eröffnet, zugleich aber auch in einer heterogenen Lerngruppe Inklusion ermöglicht werden?

Literale Kompetenzen sind im Fach Deutsch Lerngegenstand, zugleich hier und in anderen Fächern als Medium überhaupt Voraussetzung zum Lernen. Versteht sich inklusiver Unterricht als Vorbereitung auf gesellschaftliche Teilhabe, lassen sich literale Kompetenzen zu den Bausteinen zählen, die den Zugang zu unserer (schrift-)sprachlich geprägten Welt öffnen. Den Blick auf den eigenen Schreibprozess richten und diesen reflektieren zu können, ist dabei unumgänglich, damit sich Schüler*innen als Schreiber*innen weiterentwickeln können.

Hierzu wurde ein inklusives Schreibdesign modelliert, in dem die Schüler*innen individuelle Wege gehen, aber auch von- und miteinander lernen können, um zu einem gemeinsamen Ziel – reflektiertere Schreiber*innen zu werden – zu gelangen.

Dieses Design wurde an unterschiedlichen Göttinger Gymnasien in Jahrgangsstufe neun erprobt, von wissenschaftlicher Forschung begleitet und wird derzeit unter dem Fokus nicht nur der kognitiven sondern auch familialen wie auch persönlichkeitsspezifischen Voraussetzungen der individuellen Lerner*innen untersucht.

Erstgutachter: Prof. Dr. Christoph Bräuer

Zweitgutachter: Prof. Dr. Gerhard Lauer


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