Dr. Sandra Pravica

Wissenschaftliche Mitarbeiterin


Zur Person

    Sandra Pravica studierte Philosophie an der Freien Universität Berlin sowie Politikwissenschaften und Gender Studies als Nebenfächer an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie war als studentische Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in der Abteilung von Lorraine Daston tätig und schloß das Studium mit einer Magisterarbeit zum französichen Epistemologen Gaston Bachelard ab.

    In der Abteilung von Hans-Jörg Rheinberger war sie als Doktorandin angestellt und sie verbrachte einen Forschungsaufenthalt am IHPST in Paris. Im Sommer 2012 war sie Fellow im Programm Art, Sciencs and Business der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart. Ihre Promotion schloss Sandra Pravica mit der Arbeit Bachelards tentative Wissenschaftsphilosophie an der FU Berlin ab.

    Sie war mit einem Stipendium der Gerda-Henkel-Stiftung am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin im Probjekt „Sicherheit und Zukunft“ beschäftigt. Am Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte der TU Berlin war sie als Lehrbeauftragte tätig. Ab dem Wintersemester 2016 vertrat sie die Professur für Philosophie und Ästhetik der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe für ein Jahr. Seit 1. März 2019 ist Sandra Pravica wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Materialität des Wissens der Universität Göttingen.



Schwerpunkte in Forschung und Lehre:

  • Wissenschafts- und Technikphilosophie, Science Studies
  • Experimentelles Denken
  • Poetologie und Geschichte des Wissens



Publikationen:

  • (2019) Mit J. Becker, B. Bühler und S. Willer (Hg.): Zukunftssicherungen, Bielefeld: transcript Verlag.
  • (2019) „Datenbanken und computergestützte Luftabwehr: Digitale Verfügungen über die Zukunft“, in: J. Becker, B. Bühler, S. Pravica, S. Willer (Hg.): Zukunftssicherungen, Bielefeld: transcript Verlag (im Erscheinen).
  • (2018) „Gaston Bachelard as a surrationalist (Rezension): Zbigniew Kotowicz: Gaston Bachelard: A Philosophy of the Surreal“, in: Metascience 27 (1) (2018), S. 51-54.
  • (2017) „(In-)Security: Sicherheit und Nichtverfügbarkeit“, in: Forum interdisziplinäre Begriffsgeschichte 6 (1) (2017), S. 41-48.
  • (2017) „Anstelle eines Interviews: die Frage nach dem Kosmos“, in: Hermann August Weizenegger Design Kosmos, hg. v. Sandra Pravica und Hermann August Weizenegger, Berlin 2017, S. 342-345.
  • (2016) „Variablen des Unberechenbaren. Eine Epistemologie der Unwägbarkeiten quantitativer Voraussageverfahren in Sicherheit und Militär“, in: Jahrbuch Technikphilosophie 2017: Technisches Nichtwissen 3 (2017), S. 123-145.
  • (2015) Bachelards tentative Wissenschaftsphilosophie, Wien: Passagen.
  • (2015) „Volant – textile Bewegung oder das ‚Knisterschweigen von Crêpe de Chine‘“, in: Christine Kutschbach und Falko Schmieder (Hg.): Von Kopf bis Fuß. Bausteine zu einer Kulturgeschichte der Kleidung, Berlin: Kadmos, S. 66-71.
  • (2013) „H.-J. Rheinberger, On Historicizing Epistemology: An Essay“ (Rezension), in: HOPOS: The Journal of the International Society for the History of Philosophy of Science 3 (2) (2013), S. 345-348.
  • (2012) „‚Scientific Philosophies‘ in the Early 1930s and Gaston Bachelard on ‚Induction‘, in: Epistemology and History. From Bachelard and Canguilhem to Today’s History of Science (Preprint 434 des Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte), S. 159-169.
  • (2011) „Kerzenflamme“, in: Abt. III des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte (Hg.): Eine Naturgeschichte für das 21. Jahrhundert, Berlin, S. 162-164.
  • (2011) „Gaston Bachelard“, in: Iris Därmann und Kathrin Busch (Hg.): Bildtheorien aus Frankreich. Ein Handbuch, München: Wilhelm Fink Verlag 2011, S. 15-21.
  • (2008) „Lʼépistémologie française, 1830-1970 (Hg.: Bitbol/Gayon)“ und „Canguilhem. Histoire des sciences et politique du vivant (Hg.: Braunstein)“ (Sammelrezension), in: N. T. M., 16 (2008), S. 505-508.
  • (2007) ‚Materialität‘ in der Wissenschaftsforschung. Eine bibliographische Übersicht (Preprint 323 des Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte).