International Graduate Workshop




Populism, Prejudice, Post-Truth - Europe's Democratic Values in Crisis?

Unser erster "International Graduate Workshop" fand vom 11. bis 13. April in Imshausen statt. Studierende aus verschiedenen europäischen Ländern kamen zusammen, um über den erstarkenden Populismus in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen in ganz Europa zu diskutieren. Zum einen wurde der Populismus vor dem Hintergrund und in Bezug auf die unterschiedlichen Landesgeschichten betrachtet, andererseits wurden Gemeinsamkeiten unterschiedlicher populistischer Bewegungen und Parteien in Europa herausgearbeitet. Die insgesamt 20 studentischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen unter anderem von den Universitäten Oxford, Göttingen, Helsinki, Prag, Leiden und der Central European University in Budapest.

Eindrücke vom Workshop



Graduate Presentations
Die Studierenden hatten die Möglichkeit, ihre eigenen Forschungsarbeiten rund um die Themen Populismus und Post-Truth vorzustellen und diese mit anderen zu diskutieren. Das inhaltliche Spektrum der Vorträge zog sich von der Rolle der Medien im Erstarken populistischer Parteien bis hin zum Zusammenhang von Klimawandel und Populismus. Dabei brachten die einzelnen Studierenden ihre länderspezifische Expertise mit ein, was zu einem sehr bereichernden Austausch führte.

Lectures
An zwei Tagen des Workshops fanden unterschiedliche Vorträge statt. Es referierte u.a. der britisch-polnische Historiker Prof. Norman Davies von der Universität Oxford zum Thema Illiberal Democracy and Post-Truth Politics. Auch Prof. Martin Conway, Professor für moderne europäische Geschichte an der Universität Oxford, Prof. Frank Schorkopf vom Institut für Völkerrecht und Europarecht in Göttingen sowie von PD Dr. Klaus Detterbeck vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Göttingen beteiligten sich mit Vorträgen, die Impulse für die Dikussionen und Gruppenarbeit lieferten.

Working Groups
In den Kleingruppenphasen hatten die Studierenden die Möglichkeit, sich mit Fragestellungen zu beschäftigten, die sie besonders interessierten. Dabei ging es beispielsweise um die Frage, ob und wie Post-Truth Politics Europa und demokratische Werte verändern.

After Dinner Conversation
Auch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft waren zum Workshop eingeladen. So durften wir uns freuen, dass Pascal Begrich von Miteinander e.V., dem Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt, sowie Madeleine Henfling, Abgeordnete des Thüringer Landtages für Bündnis 90/Die Grünen, aus Sicht einer NGO bzw. einer Parlamentarierin ihre Erfahrungen und Perspektiven mit und auf das Thema Populismus teilten.