PorReE Workshop am 24. Oktober 2020 in Göttingen


Die aktuelle Form der intensiven Geflügelhaltung, insbesondere das Töten der männlichen Eintagsküken, sowie die Verwendung von aus Übersee importiertem Soja in der Nutztierfütterung werden zunehmend kritisch gesehen und intensiv diskutiert.

Das Projekt ‚Potenziale der nachhaltigen Nutzung regionaler Rassen und einheimischer Eiweißfuttermittel in der Geflügelproduktion (PorReE)‘ hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, ein Produktionssystem basierend auf Kreuzungen lokaler Hühnerrassen und unter Einsatz der Ackerbohne als einheimischem Eiweißfuttermittel zu erproben. Im Mittelpunkt des Projektes standen ein Mast- und Legeversuch mit lokalen Hühnerrassen und deren Kreuzungen, in denen die Leistung und Gesundheit der Tiere sowie die Qualität und Sensorik der erzeugten Lebensmittel Eier und Fleisch untersucht wurden. Ergänzt wurde dies durch einen Feldversuch, in dem die Tiere auch unter Praxisbedingungen auf den Höfen verschiedener Geflügelhalter getestet wurden. Befragungen von Verbrauchern sollten dabei helfen, deren Erwartungen und Kaufentscheidungen besser zu verstehen, um Ideen für passende Marketingkonzepte zu entwickeln. Auch die Züchtungsforschung an der Ackerbohne stellte eine wichtige Säule des Projektes dar.

Ziel dieser Abschlussveranstaltung ist es, die praxisrelevanten Projektergebnisse Landwirten, Geflügelhaltern und anderen Interessierten vorzustellen und Möglichkeiten der Umsetzung in die Praxis gemeinsam zu diskutieren.