Zentrum für Theorie und Methoden der Kulturwissenschaften

Zentrum für Theorie und Methoden der Kulturwissenschaften


Das Zentrum für Theorie und Methoden der Kulturwissenschaften ist ein netzwerkartiger Verbund von über 70 Mitgliedern der Georg-August-Universität Göttingen. Als Trägerfakultäten fungieren die Philosophische und die Sozialwissenschaftliche Fakultät. Das Zentrum steht aber Mitgliedern aller Fakultäten offen.


Das Zentrum dient (1) der Generierung fächer- und fakultäten-übergreifender Drittmittelverbundprojekte mit Schwerpunkten in der Theoriereflexion und Theoriebildung als auch der expliziten Methodenentwicklung der beteiligten Disziplinen sowie (2) der Unterstützung von Einzel- und Verbundprojekten mit kulturwissenschaftlichem Fokus bei der Begründung theoretisch-methodologischer Fragen besonders im Antragsstadium.


Die Notwendigkeit einer Einrichtung eines Zentrums für Theorien- und Methodenreflexion ist das Resultat der Cultural Turns, die die Geistes- und Sozialwissenschaften seit den späten 1980er Jahren nachhaltig verändert haben. Kultur dient dabei als "umbrella term" für eine sich auf die Turns berufende Modifikation der Arbeits- und Argumentationspraxis. Mit den Cultural Turns entwickelt sich in den Geistes- und Sozialwissenschaften ein Korpus von Referenztexten, Problemfeldern und Denk- und Argumentationsweisen, die auf einer expliziten Theoriereflexion beruhen. Dabei integriert Theorie sowohl Elemente der Epistemologie und Wissenschaftstheorie als auch der Bildung Einzelfälle übergreifender Interpretations- und Narrationsmuster. Dadurch entwickelt sich eine gemeinsame Sprache, in der sich die geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen trotz der Disparität ihrer Forschungsthemen, -felder und -zeiträume miteinander verständigen können.


Das Ziel des ZTMK ist es, empirische (Verbund-)Forschung theoretisch besser zu fundieren, die metatheoretische Reflexion in den Nicht-Naturwissenschaften voranzubringen und empirische Forschungen transdisziplinär anschlussfähig und wissenschaftlich reflektierter zu gestalten. Dabei steht vor allem auch die Kooperation mit anderen Forschungseinrichtungen in Göttingen im Mittelpunkt, um gemeinsam an übergreifenden theoretischen Problemstellungen zu arbeiten. Besonders intensiv gestaltet sich die Zusammenarbeit des ZTMKs mit der Global and Transregional Studies Group Göttingen, um durch die Globalisierung ermöglichten Forschungsfeldern und -fragen durch kreative Theorieentwicklungen innovativ bearbeiten zu können.


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