Recht und Ökonomik von cultural property: Eine institutionenökonomische Analyse der Regelbildung
Projektleiter: Prof. Dr. Kilian Bizer (Wirtschaftswissenschaft) / Prof. Dr. Gerald Spindler (Handels- und Wirtschaftsrecht)
Mitarbeiter/innen: Marianna Bicskei M.A. / Dr. Zulia Gubaydullina /
Das Vorhaben beschäftigt sich mit der Analyse der internationalen Ordnung von Verfügungsrechten über Kulturgüter (cultural property rights). Mittels eines positiv-analytischen institutionenökonomischen Ansatzes wird die Interessens- und Anreizlage der beteiligten und betroffenen Akteure untersucht. Wohlfahrtsökonomisch ist zu zeigen, wie cultural property rights optimal auszugestalten sind. Dadurch soll aus positiver wie auch normativer Analyse eine Perspektive für eine optimale Gestaltung der Verfügungsrechtsordnung entwickelt werden. Mittelpunkt ist die Entstehung der Verfügungsrechte im internationalen Aushandlungsprozess der WIPO. Als cultural property right wird die Zuteilung eines spezifischen Verfügungsrechts, z.B. an eine indigene Gruppe als Kollektiv, über cultural property diskutiert. In der ersten Phase sollen in Zusammenarbeit mit den anderen Teilprojekten eine gemeinsame Definition für cultural property und anschließend Anforderungen an ein Verfügungsrecht für cultural property erarbeitet werden, um dann die Regelbildung in der WIPO, die sich federführend mit dem Schutz von cultural property beschäftigt, zu untersuchen. Daraus sollen politische Gestaltungsperspektiven für die internationale Verfügungsordnung über cultural property zu entwickelt werden.