Interdisziplinäre Forschergruppe zu Cultural Property
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Universität Göttingen






Klänge und Töne als cultural property?

Projektleiter: Prof. Dr. Thomas Hengartner (Volkskunde, Hamburg)
Mitarbeiter: Johannes Müske M.A.

Klänge/Töne sind omnipräsente, allerdings meist spur(en)lose Bestandteile unserer sinnlichen Umwelt, ihrer Wahrnehmung und Ordnung. Da sie sich weitgehend der Fixierung verschließen sind sie - vom Liedgut bzw. von Musik abgesehen – kaum als Bestandteil der cultural property ins Bewusstsein gerückt. Fragestellungen und Erkenntnisinteressen des Projekts liegen daher auf unterschiedlichen Ebenen:
Reichweite des cultural property-Konzepts: Die Auseinandersetzung mit der bisherigen Thematisierung von Tönen/Klängen als Bestandteil der cultural property soll grundsätzlich erhellen, wie weit das Konzept gefasst werden kann/soll.
cultural property als Phänomen einer technisierten Informationsgesellschaft: Die Frage nach der Rolle von Technik und Medien für die Aus-/Verhandlung von cultural property stellt sich bei Audiobeständen besonders, ist aber auch eine Querschnittdimension für alle Projekte.
Verhandlungen von cultural property im institutionellen Umfeld von (Medien)-Archiven: Nur wenige Institutionen erklären sich für Akustisches und dessen Speicherung zuständig. Analysiert wird, wie cultural property auf einer Meso-Ebene verhandelt und „verwaltet“ wird.
Fallstudien zur akustischen Kultur: Die Erfassung und Analyse konkreter Fallbeispiele für Klänge/Töne, die zu Bestandteilen der cultural property geworden sind, soll erhellen, wie diese zu kulturellen Chiffren geronnen, bzw. zu Bestandteilen des kulturellen Erbes geworden sind.