Dr. theol. Christoph Schönau

Christoph Schönau ist wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät Göttingen.
Die Schwerpunkte seiner Forschung liegen in der Reformationsgeschichte und im 17. und 18. Jahrhundert. Gegenwärtig untersucht er im Rahmen eines Habilitationsprojekts die Geschichte des Halleschen Pietismus im globalgeschichtlichen Kontext.
Seine Dissertation ist dem Pariser Humanisten Jacques Lefèvre d’Etaples (1450–1536) im Zusammenhang rezeptions- und wirkungsgeschichtlicher Beziehungen zum Alten Reich und der frühen französischen Reformationsgeschichte der 1520er Jahre gewidmet.
Schönaus Lehre umfasst thematisch die gesamte Christentumsgeschichte, mit Schwerpunkten im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit.


Werdegang


1986 geboren in Helmstedt, zwei Töchter (* 2013 und 2017)
2005 Abitur am Gymnasium Julianum Helmstedt
2005–2011 Studium der evangelischen Theologie und der Romanistik an der Georg-August-Universität Göttingen, der Universität Lausanne und der Universität Genf
Bachelor of Arts 2008, Master of Education 2011,
Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes
2007–2011 Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Praktische Theologie / Religionspädagogik und am Lehrstuhl für Ökumenische Theologie und Orientalische Kirchen- und Missionsgeschichte der Georg-August-Universität Göttingen
2011–2012 Gymnasiallehrer im niedersächsischen Schuldienst und wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Kirchengeschichte (Prof. Thomas Kaufmann) der Georg-August-Universität Göttingen
seit April 2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kirchengeschichte (Prof. Thomas Kaufmann) der Georg-August-Universität Göttingen
Oktober 2016 Promotion zum Doktor der Theologie
seit April 2017 Mitglied des Fakultätsrats



Publikationen:

Monographie:
Jacques Lefèvre d’Etaples und die Reformation, Quellen und Forschungen zur Reformationsgeschichte 91, Gütersloh 2017, 2. Aufl. 2019.

Beiträge in Sammelbänden:
Jacques Lefèvre d’Etaples und die Bibel: Die Auseinandersetzung mit Erasmus um die Auslegung von Hebr 2,7, in: Herman J. Selderhuis/ Marius Lange van Ravenswaay (Hg.), Renaissance-Humanismus, Bibel und Reformbewegungen des 15. und 16. Jahrhunderts und ihre Bedeutung für das Werden der Reformation, Refo500 Academic Studies, Göttingen (erscheint 2019).

Jacques Lefèvre d’Etaples. Quincuplex Psalterium (1509), in: Oda Wischmeyer (Hg.), Handbuch der Bibelhermeneutiken. Von Origenes bis zur Gegenwart, Berlin, Boston 2016, S. 277–284.


Mitgliedschaft:

Verein für Reformationsgeschichte e.V.