Angebote zur Förderung des zivilgesellschaftlichen Engagements und der Persönlichkeitsentwicklung

Die Förderung des zivilgesellschaftlichen Engagements und der Persönlichkeitsentwicklung sind zentrale Anliegen der Lehramtsstudiengänge, denn es gilt angehende Lehrpersonen optimal auf die komplexen Anforderungen im Berufsleben und ihre Vorbildfunktion gegenüber Schülerinnen und Schüler vor zu bereiten. Entsprechend sind die Ausbildungsziele in den Lehramtsstudiengängen darauf ausgerichtet, sowohl im Kerncurriculum als auch bei den Zusatzangeboten/ Schlüsselkompetenzen sowie im Bereich der Internationalisierung der Lehrerbildung vielfältige Angebote zu schaffen, seine Lehrerpersönlichkeit beständig weiterzuentwickeln und zivilgesellschaftliches Engagement erproben zu können.



Einbettung in das Studium


Schulpraktikum / Fachpraktika

Die Schulpraktika im Bachelor- und Masterstudium stellen eine entscheidende Komponente für die Herausbildung einer eigenen selbstreflexiven Lehrerpersönlichkeit dar. Sie bieten vom Perspektivwechsel Schüler - Lehrer, über die Analyse beobachteten Schülerverhaltens bis hin zur kritischen Reflektion eigenen Handelns in pädagogischen Situationen diverse Ansatzpunkte an der Entwicklung der eigenen Kompetenzen zu arbeiten.

www.uni-goettingen.de/de/praktika/350451.html



Orientierungspraktikum

Im vierwöchigen Orientierungspraktikum werden Studierende explizit dazu motiviert Tätigkeiten in sozialen bzw. kulturellen Einrichtungen oder ehrenamtliche Tätigkeiten in Vereinen auszuüben, welche in hohem Maße zivilgesellschaftliches Engagement erfordern. Die Studierenden sollen im Rahmen dieses Praktikums außerschulische Berufsfelder kennenlernen und ihre Erfahrungen im jeweiligen Handlungsfeld vor dem Hintergrund ihrer eigenen berufsbiografischen Entwicklung reflektieren.
www.uni-goettingen.de/de/orientierungspraktikum-4-wochen/350639.html



Mastermodule

Auch in den bildungswissenschaftlichen Modulen des Masters of Education wird der Förderung zivilgesellschaftlichen Engagement Rechnung getragen. Beispielsweise wird im Modul M.BW.500 "Bildung und Schulentwicklung" auf den Aspekt fokussiert, dass zivilgesellschaftliches Engagement auch bedeutet, auf gesellschaftliche Herausforderungen und Veränderungen zu reagieren sowie daran anknüpfend Schule adäquat weiterzuentwickeln. Die Studierenden bekommen in diesem Modul empirische Forschungsbefunde zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen für Bildung, Schule und Unterricht, die Analyse von Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen auf Schule als Institution und auf organisationales sowie pädagogisches Handeln in der Schule sowie Ansätzen und Instrumenten zur Gestaltung und Steuerung von Schulentwicklung auf unterschiedlichen Ebenen des Bildungssystems vermittelt.
www.uni-goettingen.de/de/435986.html




Zusatzangebote / Schlüsselkompetenzen

Lehramt-PluS - Schlüsselkompetenzen

Die breiteste Palette von Möglichkeiten, die Befähigung zum zivilgesellschaftlichen Engagement und ihre Persönlichkeitsentwicklung weiter voranzutreiben, finden die Lehramtsstudierenden im pädagogisch-fachdidaktischen Zusatzproramm "Lehramt PluS" (Professionell lehren und Schule entwickeln), welches speziell auf die Ausbildungsbedürfnisse angehender Lehrpersonen zugeschnittene Angebote enthält und die zur Lehramtsausbildung passenden universitätsweiten Schlüsselkompetenzangebote integriert.
Das Programm ist in Handlungsfelder mit unterschiedlichen Professionalisierungsschwerpunkten gliedert. Ausbildungsziel ist es, die Grundlagen für Kompetenzen, die im Lehrberuf von Bedeutung sind zu schaffen. Angestrebt wird vorrangig die Entwicklung von Selbstevaluation, Selbsterfahrung, Kooperationsbereitschaft und Kommunikationstechniken, und nicht die Aneignung von Wissen in fachdidaktischen und pädagogischen Zusammenhängen.

www.uni-goettingen.de/de/lehramt-plus/356849.html


Die in "Lehramt PluS" absolvierten Module können im Umfang von 10 Credits innerhalb des Optionalbereichs als Studienleistungen anerkannt oder in zwei speziell zusammengestellten Lehrveranstaltungspaketen als Zusatzqualifikation mit einem Zertifikat abgeschlossen werden.



Zertifikat "Lehramt PluS"

Diese Zertifikatslinie biete Lehramtsstudierenden die Möglichkeit, ihr Studium berufspropädeutisch und praxisnah auszugestalten und diese Orientierung über das Kernstudium hinaus durch ein Praxismodul zu erweitern. Im "Lehramt PluS Praxismodul" (Modul B.Erz.902) werden die Studierenden dazu motiviert, sich mit ihren im Studium erworbenen Kompetenzen in unterschiedlichen Praxisprojekten zivilgesellschaftlich zu engagieren. Beispiele für Praxisprojekte:

1. Projekt "Lese- und Lernolympiade Plus": Anknüpfend an das bekannte Vielleseprogramm "Lese- und Lernolympiade", das ursprünglich für den Klassenverband konzipiert wurde und den Zusammenhang zwischen privatem Freizeitlesen und schulischem Lesen herstellt, förderungsbedürftige Schülerinnen und Schüler aus dem 5. Jahrgang der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Göttingen in Einzelbetreuungen gefördert.

2. Projekt "Kompetenzen bilden!": Es werden Lerncamps zur Lernmotivation und Sprachförderung für Kinder und Jugendliche mit sprachlichen Schwierigkeiten von der Grundschule bis zur Sekundarstufe an Schulen in Göttingen und im Landkreis Göttingen entwickelt und realisiert.

Das Zertifikat "Lehramt PluS" wird nach Erwerb von 15 C aus dem Programm vergeben.



Zusatzqualifikation Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache

Das Zertifikatsprogramm "Zusatzqualifikation Deutsch als Framdsprache/Deutsch als Zweitsprache" wurde von Lehramt PluS in enger Kooperation mit der Abteilung Interkulturelle Germanistik des Seminars für Deutsche Philologie für Lehramtsstudierende entwickelt, weil in einer heterogenen Gesellschaft, in der die Begriffe Migration, Kulturalität und Identität eine zentrale Rolle in der öffentlichen Diskussion spielen, für zukünftige Lehrkräfte der Aspekt des Erlernens der deutschen Sprache als Nicht-Muttersprachler/in immer stärker an Bedeutung gewinnt.

www.uni-goettingen.de/de/54102.html




Stärkung der internationalen Mobilität / interkulturellen Kompetenzen

An der ZELB wurde eine Koordinationsstelle für Auslandsstudienaufenthalte und Austauschprogramme eingerichtet, die speziell für Lehramtsstudierende entsprechende Angebote konzipiert und ein internationales Netzwerk von Partnerhochschulen und ausländischen Kooperationspartnern etabliert hat. Angehenden Lehrkräften wird somit die Möglichkeit geben, im Rahmen von Auslandaufenthalten (Studium, Praktika) ihre interkulturellen Kompetenzen zu schulen, um später im Berufsfeld Schule sensibel auf kulturelle und sprachliche Differenzen sowie damit verbundene Stereotype und Vorurteile reagieren zu können und kulturelle Vielfalt als Ressource für Bildungsprozesse zu nutzen. Derartige Auslandserfahrungen tragen ganz wesentlich zur Persönlichkeitsbildung aber auch zur Förderung des Zivilgesellschaftlichen Engagements von zukünftigen Lehrpersonen bei.

www.uni-goettingen.de/de/320559.html