Lernziele und Kompetenzen: Die Studierenden erhalten einen Überblick über die Evolution des Menschen und seiner Primaten-Verwandten bezüglich ihrer physischen Ausstattung, ihres Verhaltens und molekularer Systeme sowie in Coevolutionen von biologischen und kulturellen Merkmalen. Sie lernen die biologischen Anteile anthropologischer Fragestellungen zu erkennen, zu analysieren und die Verbindung zu kulturellen, ökologischen bzw. verhaltensbiologischen Fragenkomplexen herzustellen. Sie erhalten Einblicke in die Hauptgebiete der biologischen Anthropologie, in erkenntnistheoretische Grundlagen und Ableitungen in der Anthropologie und erlernen die fachspezifische Methodik der Stammesgeschichte, der Historischen Anthropologie, der Verhaltensbiologie von Primaten, der Molekularen Anthropologie, der Humanökologie und der Humanethologie.
Im Praktikum evolutionäre Anthropologie werden die theoretisch erworbenen Kenntnisse zu den Themen Mechanismen der Evolution, Speziation und Phylogenie, Evolution des Menschen, Populationsdifferenzierung, Lebenslaufstrategien, Biologie der Primaten, Ökologie der Primaten, Stammesgeschichte der Primaten, Evolution von Sozialsystemen, Sexuelle Selektion, Sozialstrukturen nicht-menschlicher Primaten, Evolution menschlichen Verhaltens sowie Fortpflanzungsstrategien des Menschen anhand praktischer Beispiele und Übungen vertieft. Die Studenten sollen dabei lernen, die theoretischen Grundlagen anzuwenden und zu operationalisieren.
Im osteologischen Kurs erlernen die Studierenden die Methoden zur anthropologischen Skelettdiagnose. Die Grundlagen zur Regelanatomie werden eingeübt, bevor schwerpunktmäßig Kriterien vermittelt werden, die der Erfassung individualisierender Merkmale dienen. Dazu gehört die morphologische Bestimmung des Geschlechts, die morphologische Diagnose des Sterbealters, die Rekonstruktion der Körperhöhe und die Deskription/Diagnose pathologischer Veränderungen. Weiterhin sollen die Studierenden erlernen, welche Faktoren auf prä- oder postmortale Phänomene zurückzuführen sind, um z.B. pathologische Veränderungen gegenüber Dekompositionsphänomenen abgrenzen zu können.
Prüfungsanforderungen: Mechanismen der Evolution, Speziation und Phylogenie, Evolution des Menschen, Populationsdifferenzierung, Lebenslaufstrategien, Biologie, Ökologie und Stammesgeschichte der Primaten, Evolution von Sozialsystemen, Sexuelle Selektion, Sozialstrukturen nicht-menschlicher Primaten, Evolution menschlichen Verhaltens, Fortpflanzungsstrategien des Menschen, Paläodemographie, Paläopathologie, Paläoepidemiologie, Sozialstrukturen menschlicher Gesellschaften, Heiratsmuster und Migration
Lehrveranstaltungen und Prüfungen
1. Vorlesung: Einführung in die Anthropologie (Humanbiologie) (4 SWS)
2. Praktikum: Wahlmöglichkeit zwischen Teil A Historische Anthropologie oder Teil B Evolutionäre Anthropologie (3 SWS)
Prüfungsvorleistungen: Teilnahme am Praktikum und testierte Protokolle
Modulprüfung: Klausur (120 Minuten)
Art des Moduls
Wahlpflichtmodul
Zugangsvoraussetzungen
mindestens 40 C aus dem ersten Studienabschnitt
Empfohlene Vorkenntnisse
keine
Wiederholbarkeit
zweimalig
Angebotshäufigkeit
jedes Sommersemester
Empfohlenes Fachsemester
4 - 6
Dauer
Das Modul kann in einem Semester abgeschlossen werden.
Sprache
deutsch
Maximale Studierendenzahl
60
Modulkoordinator/in
Prof. Dr. PM. Kappeler
Dekanat
Sekretariat:
Untere Karspüle 1a
37073 Göttingen
Tel.: +49 551 39 5435
Fax: +49 551 39 22795
Studiendekan:
Prof. Dr. Dieter Heineke
Studienbüro
Email: studienberatung@biologie.uni-goetti
ngen.de