Zentrum für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung
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Direktor
Prof. Dr. Thomas Kaufmann

Institut für Kirchengeschichte
Platz der Göttinger Sieben 2
37073 Göttingen
thomas.kaufmann@theologie.uni-go
ettingen.de
Tel.: 0551/39-7143



Koordinatorin
Ingo Koch M.A.

Humboldtallee 17
Raum 1.116
37073 Göttingen
zmf@gwdg.de
Tel.: 0551/39-5479






Streitgespräch am 15.07.2015
Persönlich, privat, individuell? Die Frömmigkeit des Einzelnen im Mittelalter
(Amalie Fößel, Gabriela Signori, Thomas Noll; Moderation: Katharina Ulrike Mersch)

Über das Individuum und das Individuelle im Mittelalter, das Private oder Persönliche im Unterschied zum Öffentlichen und Repräsentativen wurde in den letzten Jahrzehnten viel gestritten, und bis heute wird die Debatte lebhaft und kontrovers geführt. Hierbei spielt die ?persönliche Frömmigkeit?, die auch als ?private? beziehungsweise "individuelle Frömmigkeit" oder "Privatfrömmigkeit" bezeichnet wird, eine bedeutende Rolle. So vielfältig die Benennungen dieses Phänomens sind, so vielfältig ist das Verständnis davon, was als persönlich, individuell oder privat zu begreifen ist.
Drei ExpertInnen auf dem Feld der mittelalterlichen Frömmigkeits- und Religiositätsgeschichte diskutieren aus der Perspektive der Kunstgeschichte und der Geschichtswissenschaft über die Konturen des Begriffs und Erscheinungsformen des Phänomens der ?persönlichen Frömmigkeit? sowie über seine Verwandtschaft zu anderen Aspekten der Frömmigkeitsgeschichte.
Programm


Streitgespräch am 01.07.2015
Ökumene vor 800 Jahren? Das Vierte Laterankonzil (1215)
(Martin Ohst, Jochen Johrendt, Jörg Bölling; Moderation: Hedwig Röckelein)

Das Vierte Laterankonzil des Jahres 1215 gilt als die einflussreichste Kirchenversammlung des Mittelalters. Viele Regelungen wirken bis heute nach. Dem eigenen Anspruch nach war es ein ?Ökumenisches Konzil? ? ganz so wie die ersten, von der gegenwärtigen Ökumenischen Bewegung immer wieder bemühten Konzilien der Spätantike. Doch kann davon die Rede sein, wo doch auf diesem Konzil nur lateinische, keine autokephalen Patriarchen des Ostens teilnahmen, die Inquisition und die Verfolgung Andersgläubiger wie Katharer und Waldenser beschlossen wurde und man sogar eine äußere Kennzeichnungspflicht für Juden und Muslime erließ? Handelt es sich ? wenn überhaupt ? um eine erzwungene ?Ökumene?, die diesen Namen nicht verdient oder die bereits ihrem Anspruch nach als kontrafaktisch zu gelten hat?


Internationale Tagung 18.-20. Juni 2015
PALATIUM SACRUM
Sakralität am Hof des Mittelalters
Orte ? Dinge ? Rituale
Programm


Streitgespräch am 17.06.2015
Mein bester Feind. Brauchen die humanistischen Fächer die Naturwissenschaften?
(Matthias Roick, Thomas Brunotte, Thomas Stäcker; Moderation: Martin van Gelderen)

Seit Jahren zeigen sich immer mehr Berührungspunkte zwischen Geistes- und Naturwissenschaften. Aber brauchen die humanistischen Fächer tatsächlich die Naturwissenschaften? Sicherlich gibt es Möglichkeiten, die verschiedenen Wissenschaftskulturen einander anzunähern. So bringt z.B. die Emotionsforschung eine Geschichte der Emotionen mit neueren Studien aus den Neurowissenschaften zusammen; großangelegte Digitalisierungsprojekte und elektronische Editionen bemühen neueste Techniken der Texterfassung und -erkennung. Die Frage bleibt jedoch, inwiefern diese Entwicklungen den humanistischen Fächern letztlich zugute kommen. Spricht für diese Zuwendung tatsächlich die Notwendigkeit, den humanistischen Fächern neue Horizonte zu eröffnen? Können umgekehrt die Geisteswissenschaften zu einem besseren Verständnis der Naturwissenschaften beitragen? Oder handelt es sich um vorwiegend gesellschaftspolitische Entscheidungen, die sich aus der Dominanz der Naturwissenschaften ergeben? Welche Methoden sollen zur Anwendung kommen? Gibt es eine Art Mittelweg zwischen Geistes- und Naturwissenschaften, eine ?third science??
Programm

Vortrag am 21.01.2015

Was ist ein Klassiker? Mittelalterliche Antworten auf eine nicht gestellte Frage
(Carmen Cardelle de Hartmann, Zürich)

Die Frage nach dem Wesen eines Klassikers, nach den Eigenschaften, die ein Werk überhaupt zum Klassiker machen, kommt der Frage nach der Literatur und ihrer Wirksamkeit gleich. In Latein, der Sprache der theoretischen Reflexion, findet sich im Mittelalter ein Begriff für Klassiker ebenso wenig wie ein Begriff Literatur. Trotzdem gab es Werke, deren Lektüre nicht aus moralischen Gründen oder Nützlichkeitserwägungen gerechtfertigt wurde. Vor allem bei der Auswahl heidnischer Vorbilder, die imitiert wurden, lassen mittelalterliche Autoren erkennen, dass sie in ihnen weitere Qualitäten erkannten. Die Aussagen dreier mittelalterlicher Autoren (Roswitha von Gandersheim, Walter von Châtillon und Alanus von Lille) zeigen Berührungspunkte mit denjenigen von drei Autoren des 20. und des 21. Jh.s, die sich die Frage nach den Eigenschaften eines Klassikers gestellt haben: T.S. Eliot, Jorge Luis Borges und J. M. Coetzee. Dies weist nicht auf eine direkte Abhängigkeit hin, sondern auf die Langlebigkeit der Vorstellungen von Literatur in der westlichen Kultur.


Vortrag am 07.01.2015

Die Autographen der Borgia
(Claudia Märtl, München)

Gegenstand des Vortrags sind die Autographen Alexanders VI. (Rodrigo Borgia, Papst 1492-1503) und der vier Kinder (Caesar, Joan, Lucrezia, Jofre), die er mit Vannozza Cattanei hatte. Die schwarze Legende, die sich um die Familie rankte, führte dazu, dass bereits um die Mitte des 19. Jh. eigenhändige Schreiben in der Forschung Beachtung fanden, und zwar mit weitem Abstand zuerst die Schreiben der Lucrezia. Mit eigenhändigen Schriftstücken der Lucrezia hatte bereits ihr zeitgenössischer Verehrer Pietro Bembo ?einen Kult? betrieben. Einzelne Briefe, Briefteile und Unterschriften wurden häufig abgebildet, doch gibt es keinen Überblick zur Überlieferung autographer Schreiben der Borgia. Die Editionslage ist disparat; eine angekündigte Edition der katalanischen Briefe ist nicht zustande gekommen. Der interessanteste Komplex an Autographen ist durch Überlieferungszufall aus den Jahren 1493-1494 im Kathedralarchiv in Valencia und im Vatikanischen Archiv erhalten. Sie sind vor allem für Alexander VI. selbst aufschlussreich, da sie ungewöhnliche Facetten päpstlichen Schreibens illustrieren (eigenhändige Unterschriften bzw. Signaturvermerke auf Konsistorialurkunden, Suppliken und Motu proprio-Schreiben sind wie üblich von ihm geleistet worden, doch wenig überraschend). Diese Archivalien zeugen exemplarisch von der Verbreitung eigenhändigen Schreibens in den Führungsschichten am Ende des 15. Jh.

Die Familie Borgia schreibt in verschiedenen Sprachen (von Vannozza Cattanei sind entgegen bisheriger Meinung keine Autographen erhalten). Die männlichen Familienmitglieder ver- wenden untereinander stets das Katalanische; der Briefwechsel mit Lucrezia Borgia ist auf Italienisch gehalten (erst in späteren Jahren verwendete diese im Briefverkehr mit Pietro Bembo auch das Kastilische). Alexander VI. legte Wert darauf, eigenhändige Schreiben zu bekommen. Von ihm selbst sind Briefkonzepte, Briefe (Breven) und politische Notizen erhalten. Er gebrauchte je nach Textsorte unterschiedliche Kursiven. Häufig scheint er selbst einen Entwurf gemacht zu haben, der von Sekretären in Reinschriften übertragen wurde, an deren Kopf der eigenhändige Vermerk Alexander papa VI. manu propria steht. Außerhalb der Familie schrieb er eigenhändig an Fürsten, um Nähe oder Nachdruck zu signalisieren; er manipulierte auch das eigenhändige Schreiben anderer, um Druck auszuüben.

Die Schriften von Caesar und Joan Borgia sind einander ähnlich (gleicher Schreiblehrer?, iberischer Einfluss), der erst 12jährige Jofre hingegen schreibt eine recht brave humanistische Kursive. Caesar unterzeichnet nach seiner Rückkehr in den Laienstand seine Briefe offenbar stets selbst, wobei er eine bemerkenswert stilisierte Unterschrift verwendet (möglicherweise erdacht von seinem Sekretär Agapytus Geraldini, nach dem Vorbild der Unterschrift französischer Könige?). Im Gegensatz zu den kursiven Schriften ihrer Brüder setzt Lucrezia Borgia die Buchstaben getrennt aufs Papier; ihre Schrift macht den Eindruck, als habe sich bei ihr der Schreibunterricht mit geringerer Kunstfertigkeit begnügt. Der schon von Ferdinand Gregorovius konstatierte wechselnde und teils recht grobe Eindruck ist vermutlich auf Gesundheitsschwankungen zurückzuführen (frühe Nachrichten über zeitweise Behinderung eines Armes).


Vortrag am 26.11.2014

Christine de Pizan und Giovanni Boccaccio. Lektürepraktiken und Kulturtransfer um 1400 (Margarete Zimmermann, Berlin)

Christine de Pizan (ca. 1365-ca. 1430) bezeichnet sich in zahlreichen autoreferentiellen Textpassagen als eine unersättlich-begierige Leserin mit einem fast physischen Verlangen nach Büchern, und sicher nicht zufällig beginnt ihre um 1404/05 verfasste Cité des Dames mit einer Selbstinszenierung als Lesende in ihrer Studierstube und Bibliothek. Wie ihre Bibliothek im Einzelnen bestückt ist, verrät sie indes nicht; wir können jedoch davon ausgehen, dass Boccaccio dort mit mehreren Werken vertreten war.

In diesem Vortrag geht es zunächst um die Rolle dieser franko-italienischen Autorin als passeur culturel, vor dem Hintergrund der Präsenz von Boccaccios Werken im Frankreich des XV. Jahrhunderts, in ihrer italienischen bzw. lateinischen Originalfassung und in französischer Übersetzung. Besonders interessant ist hier die Existenz der anonymen französischen Übersetzung von Boccaccios De claris mulieribus von 1401 unter dem Titel Des femmes nobles et renommées. Zwei illuminierte Abschriften (heute BnF ms.f.fr. 12 240 und f.fr. 598) werden 1404 fertiggestellt und Philipp dem Kühnen und Jean de Berry, zwei wichtigen Mäzenen Christines, überreicht.

Zu welchen Formen des Kulturtransfers führen Christines Boccaccio-Lektüren? Der Vortrag geht dieser Frage anhand von drei exemplarischen Sondierungen nach: zunächst interessiert uns das Verhältnis ihres späthöfischen Versromans Les Cent Balades d?Amant et de dame zu Boccaccios Elegia di Madonna Fiammetta; dann ihr Umgang mit seinem Frauenkatalog De claris mulieribus, eine wesentliche Inspirationsquelle für die Cité des Dames; und schließlich werfen wir einen Blick auf Christines Lektüren des Decamerone, dem sie vier Novellen entnimmt und in den neuen argumentativen Kontext ihrer Cité des Dames einfügt.
Auf diese Weise entsteht nicht nur das Portrait einer leidenschaftlichen Leserin, sondern auch das eines frühen passeur culturel zwischen Frankreich und Italien ? und zugleich das einer Schriftstellerin, die sich selbständig das Werk ihres großen Landsmanns Giovanni Boccaccio aneignet.

Sommersemester 2014: "Wissensmärkte der Vormoderne"

Die Vorträge finden um 18 Uhr c.t. im Hörsaal AP 26 des Sprachlehrzentrums (ZESS) in der Goßlerstraße 10 statt.
Programm

Tagung: Reassembling the Past?!

Akteur-Netzwerk-Theorie und Geschichtswissenschaft
3.-5. Juli 2014
Vortragsraum des Historischen Gebäudes der Sub Göttingen, Papendiek 14, 37073 Göttingen
Programm

Workshop: Orte medizinischer Expertise in der Vormoderne - ihr Wissen, ihre Akteure und ihre Quellen

25.04.2014 - 26.04.2014
Tagungszentrum an der historischen Sternwarte, Seminarraum 3
Programm

Hallgrímur Pétursson und seine Psalmen
Internationaler Workshop zum 400. Jubiläum.


19.02 - 23.02.2014
Heyne-Haus
Papendiek 16
Göttingen

Programm (PDF)

Vorträge im Wintersemester 2013/14

Hier finden Sie den aktuellen
Veranstaltungsflyer

Vortrag am 22.01.2014
Göttinger Vorträge zu Mittelalter und Früher Neuzeit

It takes a thief - Einige beachtenswerte Diebe in der englischen Literatur des Mittelalters?
(Winfried Rudolf, Göttingen)

Der Diebstahl als Ausdruck der Habgier gehört zu den schweren Sünden im Mittelalter und wird überdies durch die zehn Gebote verdammt. Als krimineller Tatbestand steigt er nach der normannischen Eroberung zum Kapitalverbrechen auf, das jedoch nicht immer mit voller Härte bestraft wurde. Anhand einiger beachtenswerter Diebe und Diebstahlsvergehen beleuchtet dieser Vortrag die Verhandlung sozialer Mißstände und ihrer Ursachen, die spirituelle Bedeutung des Diebes und den Umgang mit geistigem Diebstahl in der mittelalterlichen Literatur Englands.

Der Vortrag findet um 18 Uhr c.t. im Hörsaal AP 26 des Sprachlehrzentrums (ZESS) in der Goßlerstraße 10 statt.


Vortrag am 18.12.2013
Göttinger Vorträge zu Mittelalter und Früher Neuzeit

„Archivgeschichte als Wissensgeschichte. Zu einem vernachlässigten Forschungsfeld“
(Markus Friedrich, Hamburg)

Der Vortrag möchte der Frage nachgehen, wie und auf welche Weise Archive als Wissensorte nutzbar gemacht werden können. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass die Benutzung von Archiven zum Zwecke der Wissensgewinnung eine hochgradig komplexe Angelegenheit ist. Um erfolgreich zu sein, müssen für eine Archivrecherche zahlreiche Voraussetzungen erfüllt, Kenntnisse vorhanden und infrastrukturelle Rahmenbedingungen gegeben sein. All diese notwendigen Bedingungen von erfolgreicher Archivbenutzung kann man unter dem Begriff des 'Benutzungsregimes' zusammenfassen. Nach einigen allgemeinen Bemerkungen möchte der Vortrag mit besonderem Blick auf historiographische Forschung im Archiv zwei Benutzungsregimes etwas näher charakterisieren, einmal die Verhältnisse im 18. Jahrhundert, daneben sollen entscheidende Veränderungen an der Schwelle vom 19. zum 20. Jahrhundert thematisiert werden. Aufs Ganze gesehen möchte der Vortrag an Hand der ausgewählten Beispiele historiographischer Archivnutzung der Vormoderne und der Moderne für eine neue Perspektive auf Archive als Orte der Wissensproduktion plädieren.

Der Vortrag findet um 18 Uhr c.t. im Hörsaal AP 26 des Sprachlehrzentrums (ZESS) in der Goßlerstraße 10 statt.


Vortrag am 04.12.2013
Göttinger Vorträge zu Mittelalter und Früher Neuzeit

„Heimat und Heimweh im mittelalterlichen Alemannien? Literarische Zeugnisse des Bodenseeraums zu einem schwierigen Thema“
(Felix Heinzer, Freiburg)

Im Mittelpunkt des Vortrag stehen zwei herkömmlicherweise als „Heimwehgedichte“ gelesene mittelalterliche Texte aus dem Bodenseeraum: ein mittelhochdeutsches Minnelied Konrads von Landeck (gest. um 1306) und ein in sapphischen Strophen gehaltener lateinisches Gedicht des bedeutenden Reichenauer Autors Walahfrid Strabo (gest. 849).

Wie artikuliert sich das Thema des „amour lointain“ in der Verschränkung von Nähe und Ferne? Welche poetologischen Strategien bringen die beiden Autoren dabei zur Anwendung? Welche Rolle spielen dabei – vor allem bei Walahfrid – auch formale Aspekte?

Der Vortrag findet um 18 Uhr c.t. im Hörsaal AP 26 des Sprachlehrzentrums (ZESS) in der Goßlerstraße 10 statt.


Diplomatischer Apparat der Georgia Augusta

Das Göttinger Tageblatt berichtet in einer Reihe zu den akademischen Sammlungen der Universität über den Diplomatischen Apparat.


Streitgespräch am 05.06.2013
Göttinger Streitgespräche zu Mittelalter und Früher Neuzeit
„Albrecht Dürer: Selbstbild und Selbstbildnisse im Methodenstreit?“
(05.06.2013)

Dürers Selbstbildnisse stehen seit einiger Zeit wieder im Zentrum einer kontroversen Diskussion. Sie dreht sich um den prekären und zugleich hybriden Status des frühneuzeitlichen Künstlers im Geflecht von sozialen Konventionen und intellektuellen Aspirationen, um seine neue Selbstwahrnehmung und Selbstüberhöhung und ihre humanistische, theologische oder kunsttheoretische Fundierung.

Am Beispiel der bis heute kontrovers gedeuteten Selbstbildnisse Dürers diskutieren vier Vertreter der aktuellen Dürer-Forschung die Möglichkeiten und Grenzen einer solchen Deutung der künstlerischen Selbstrepräsentation Dürers und die Frage, inwieweit diese als paradigmatisch für Umbrüche im Verhältnis von Künstlertum, Gesellschaft und Öffentlichkeit in der Zeit um 1500 angesehen werden kann.

Hier finden Sie den aktuellen
Veranstaltungsflyer


Streitgespräch am 19.06.2013
Göttinger Streitgespräche zu Mittelalter und Früher Neuzeit
„Machiavelli and Violence—Machiavelli und Gewalt“
(19.06.2013)

Five centuries ago, the Florentine humanist Niccolo Machiavelli wrote Il Principe, The Prince, perhaps the most famous –and infamous-- text in the history of European Political Thought. Against all currents of humanist political thought Machiavelli seemed to argue that in order to maintain their princely status and be successful rulers, princes should not always act in accordance with the cardinal virtues of justice, prudence, temperance and fortitude. It may in fact be prudent for a prince to merely appear virtuous, to be dishonest, to lie and cheat, and as some of the most notorious passages suggest, to resort to violence as a tool of politics.

This Streitgespräch reassesses the role of violence in Machiavelli’s political thought.
The opening statements come from three highly innovative Renaissance scholars and political theorists. John McCormick’s study, Machiavellian Democracy (Cambridge, 2011) fundamentally reassesses Machiavelli’s political thought and decisively intervenes into current debates over institutional design and democratic reform. Matthias Roick’s study of Giovanni Pontano’s ethical thought is forthcoming with Brill and Philip Hölzing’s study Republikanismus und Kosmopolitismus: Eine ideengeschichtliche Studie (Campus Verlag, 2011) offers a fine and sweeping overview of Republican thought—from Cicero to Machiavelli to the present.

ACHTUNG: DAS STREITGESPRÄCH FINDET IN KOOPERATION MIT DEM LICHTENBERG-KOLLEG UM 10 Uhr c.t. IN DER HISTORISCHEN STERNWARTE, ROTER SAAL STATT!

Hier finden Sie den aktuellen
Veranstaltungsflyer.










Göttinger Vorträge im Wintersemester 2011/12

Göttinger Streitgespräche im Sommersemester 2011

Göttinger Vorträge im Wintersemester 2010/11

Göttinger Streitgespräche im Sommersemester 2010