Zentralbibliotheken der Juristischen Fakultät der Universität Göttingen

Benutzungsordnung

Benutzungsordnung
§ 1 - Aufgaben
Die Bibliothek des Juristischen Seminars stellt die Literatur für Studium, Lehre und Forschung der Angehörigen des Juristischen Fachbereichs (Juristische Fakultät) zur Verfügung, soweit diese Aufgabe nicht durch die Spezialbibliotheken innerhalb des Juristischen Fachbereichs (Juristische Fakultät) wahrgenommen wird. Sie ist eine Präsenzbibliothek.

§ 2 - Zulassung zur Benutzung

(1) Zur Benutzung der Bibliothek sind zugelassen:

1. die Mitglieder und Angehörige (i. S. von § 44 NHG) des Juristischen Fachbereichs (Juristische Fakultät), des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften sowie des Fachbereichs Sozialwissenschaften,
2. Doktoranden der in Nr. 1 genannten Fachbereiche,
3. Studenten der Rechtswissenschaften anderer Hochschulen,
4. Referendare im Juristischen Vorbereitungsdienst,
5. Hörer der Wirtschafts- und Verwaltungsakademie Göttingen,
6. im Bezirk des Landgerichts Göttingen zugelassene Rechtsanwälte,
7. Bedienstete anderer Behörden für dienstliche Zwecke.
8. Andere Interessenten werden zur Benutzung zugelassen; die Zulassung kann allerdings befristet werden.


§ 3 - Gebühren

(1) Die Benutzung der Bibliothek ist gebührenfrei.

(2) Die Erhebung von Verwaltungsgebühren (Mahngebühren, Verzugsgebühren, Gebühren für Botengänge, Gebühren für Ersatzleistungen, Postgebühren, Gebühren für Verwaltungszwangsverfahren) richtet sich nach der Gebührenordnung für die wissenschaftlichen Bibliotheken des Landes Niedersachsen in der jeweils gültigen Fassung.

§ 4 - Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten werden durch Anschlag bekanntgegeben.

§ 5 - Allgemeine Verhaltensbestimmungen

(1) Beim Betreten der Bibliotheksräume hat der Benutzer unaufgefordert die Seminarkarte vorzuzeigen. Das Bibliothekspersonal ist berechtigt, sich von jedem Benutzer einen amtlichen Ausweis vorzeigen zu lassen.

(2) Mäntel, Hüte, Schirme, Taschen und ähnliches dürfen nicht mit in die Bibliothek genommen werden. Für die Ablage dieser Gegenstände stehen in der Eingangshalle die Garderobe und in beschränkten Umfang Schließfächer zur Verfügung. Nicht in Schließfächern untergebrachte Gegenstände müssen vom Benutzer selbst gegen Diebstahl gesichert werden.

(3) Wer die Bibliotheksräume verläßt, hat die von ihm mitgeführten Bücher, Manuskripte und dergleichen dem Aufsichtsführenden zur Kontrolle vorzuzeigen. Das Bibliothekspersonal ist berechtigt, den Inhalt von mitgeführten Handtaschen und anderen Behältnissen zu kontrollieren.

(4) Der Benutzer ist verpflichtet, den Anordnungen des Bibliothekspersonals nachzukommen.


§ 6 - Verhalten in den Lesesälen

(1) In allen Bibliotheksräumen ist Ruhe zu bewahren. Rauchen, Essen und Trinken ist nicht gestattet. Tiere dürfen nicht mitgebracht werden.

(2) Der Benutzer hat das Bibliotheksgut und alle Einrichtungsgegenstände sorgfältig zu behandeln. Insbesondere sind Eintragungen und Unterstreichungen, Berichtigungen von Druckfehlern, Umknicken der Blätter und Durchzeichnen untersagt. Auch vorübergehend dürfen Loseblattsammlungen keine Blätter, Katalogen keine Titelkarten entnommen werden. Der Benutzer hat von ihm bemerkte Schäden am Bibliotheksgut unverzüglich anzuzeigen.

(3) Es dürfen nicht mehr als 6 Bücher gleichzeitig benutzt werden. Nach der Benutzung sind die Bücher sofort wieder dort einzustellen, wohin sie gehören.

§ 7 - Ausleihe

Die Ausleihe von Büchern wird durch eine besondere Ausleihordnung geregelt. In Sonderfällen, die der Genehmigung des Geschäftsführenden Direktors des Juristischen Seminars oder eines von ihm Beauftragten bedürfen, können Bücher der Zentralbibliothek für den Fernleihverkehr zur Verfügung gestellt werden.

 
§ 8 - Handapparate

Handapparate dienen der Entlastung der Bibliothek des Juristischen Seminars. Sie enthalten nur Literatur, die auch in den allgemeinen Lesesälen vorhanden ist. In Handapparate sollen nur Bücher kommen, die wegen ihrer häufigen Benutzung dem Hochschullehrer mit seinen Mitarbeitern ständig zur Verfügung stehen müssen. Handapparate erhalten die Hochschullehrer, die am Juristischen Seminar tätig sind. Darüber hinaus können nach Bedarf für bestimmte Personengruppen (z.B. Korrekturassistenten) Handapparate geschaffen werden.

§ 9 - Haftung

(1) Für Schäden und Verluste am Bibliotheksgut, die während der Benutzung entstanden sind, hat der Benutzer in angemessener Frist Ersatz zu leisten. Gelingt dies nicht, so bleibt es der Bibliothek überlassen, entweder eine Ersatzsumme für die Wiederbeschaffung festzusetzen oder auf Kosten des Benutzers eine Reproduktion zu besorgen. Bei unersetzbaren Werken kann neben dem Ersatz für die Herstellung der Reproduktion Wertersatz gefordert werden. Zusätzlich zu der Schadenersatzleistung hat der Benutzer eine Bearbeitungsgebühr zu entrichten. Kann ein beschädigtes Werk instandgesetzt werden, so trägt der Benutzer die Kosten.

(2) Bei der Herstellung von Kopien obliegt dem Benutzer die Verantwortung dafür, daß etwa bestehende urheberrechtliche Bestimmungen eingehalten werden. Das Kopieren ist nur zulässig, wenn der Erhaltungszustand der Vorlage es erlaubt.

(3) Die Bibliothek haftet nicht für den Verlust oder die Beschädigung von Gegenständen, die in der Bibliothek mitgebracht oder in ihr abgelegt werden. Das gilt auch für in Taschenfächern und Garderobenschränken deponierte Geldbeträge und Wertsachen.

§ 10 - Ausschluß von der Benutzung

(1) Das Verwaltungspersonal ist befugt, Benutzer, die seinen Anordnungen nicht Folge leisten oder sonst gegen die Bibliotheksordnung verstoßen, unter vorläufiger Entziehung der Seminarkarte aus der Bibliothek zu weisen. Über die Rückgabe der Seminarkarte entscheidet der Geschäftsführende Direktor des Juristischen Seminars oder der von, ihm hierzu Beauftragte.

(2) Verstößt ein Benutzer schwerwiegend oder wiederholt gegen die Bestimmungen der Benutzungsordnung oder ist sonst wegen besonderer Umstände die Fortsetzung des Benutzungsverhältnisses unzumutbar geworden, so kann er vorübergehend oder dauernd, ganz oder teilweise, von der Benutzung der Bibliothek ausgeschlossen werden. Alle aus dem Benutzungsverhältnis entstandenen Verpflichtungen des Benutzers bleiben nach dem Ausschluß bestehen.

(3) Bei besonders schweren Verstößen unterrichtet der Geschäftsführende Direktor des Juristischen Seminars den Leiter der Hochschulbibliothek über den Ausschluß und seine Begründung.

§ 11 - Inkrafttreten,

Diese Benutzungsordnung tritt mit Beginn des auf die Genehmigung durch den Präsidenten der Universität folgenden Semesters in Kraft.*) Der Zeitpunkt wird durch Aushang bekanntgegeben. Gleichzeitig tritt die Ordnung, für die Bibliothek des Juristischen Seminars in der Fassung vom 01. März 1961 außer Kraft.


*) In Kraft getreten am 1. 4. 1984