Fakultät für Geowissenschaften und Geographie

Berufsperspektiven mit dem Bachelor in Geographie


Ob Klimawandel, Migration, Demographischer Wandel, Umwelt-/Naturschutz, Tourismus, Stadt-/Regionalmarketing, Landschafts-/Raumplanung, Naturgefahrenmanagement, Stadt- entwicklung oder Standortplanung, etc., Geographinnen und Geo- graphen sind gefragte Gesprächspartnerinnen und Gesprächs-partner.

Geographinnen und Geographen betrachten Probleme ganz- heitlich. Im Kern geht es Ihnen um die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt, Technik und Natur. Ihre zentrale Größe ist der Raum: wie der Mensch ihn formt und durch ihn geformt wird. Wenn die Elbe in Ostdeutschland Dörfer und Städte überschwemmt, fragen Geographinnen und Geographen nicht nur nach den ökologischen Gründen. Sie beschäftigen sich ebenso mit den Folgen: Leidet die Wirtschaft? Wandern Menschen ab? Bleiben Touristen aus? Werden nachhaltige Konsequenzen gezogen?
Wenn in Südamerika, Afrika oder Südostasien die Regenwälder gerodet werden, fragen Geographinnen und Geographen sowohl nach den Auswirkungen auf das lokale, regionale und globale Wasser- und Klimaregime, als auch nach den sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Folgen für die Menschen in diesen Regionen. Sie interessieren sich aber auch für die Ursachen und hinterfragen, welche verschiedenen gesellschaftlichen Akteure bei diesen Prozessen involviert sind. Selbst Fragen nach den globalen gesellschaftlichen und Umweltrahmenbedingungen gehören für Geographinnen und Geographen mit zur Gesamtbetrachtung des Themas. Geographinnen und Geographen denken interdisziplinär. Das ist ihre Stärke.

Geographinnen und Geographen, die schon während des Studiums Berufserfahrung sammeln, haben später gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Zwar findet man nur selten Stellenanzeigen, die sich ausdrücklich an Geographinnen und Geographen richten, aber immer mehr Personalchefs schätzen den ganzheitlichen Blick und die vielfältigen Kompetenzen der Geographieabsolventinnen und -absolventen.

Ein klassisches, klar abgegrenztes geographisches Berufsfeld (wie z.B. für Jura oder Medizin) existiert weiterhin nicht. Dies sollte Sie aber nicht von einem Geographiestudium abschrecken, denn Geographinnen und Geographen sind in einer Vielzahl von Branchen gefragt:
Universitäre Forschung, Forschungseinrichtungen generell , freie Wirtschaft, öffentliche Behörden/Verwaltung, Nichtregierungs-organisationen, Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (z.B: GTZ, DED, UNO), Vereine, EDV/IT-Bereich, Softwareentwicklung, Landschaftsplanung, Raumordnung, Landes-, Regional- und Stadtplanung, Natur- und Umweltschutz, Gewässerschutz, Schadstoff-/Altlastensanierung, GIS, Fern- erkundung, Informationsdatenbanken, Fremdenverkehr/ Touristik, Unternehmens- und Politikberatung, Marktforschung, Marketing, Journalismus, Rundfunk, Internet.