Best Conference Paper Award für Professor Hitz

Auf der Jahrestagung 2010 des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V. (VHB), die in Bremen abgehalten wurde, hat Herr Professor Hitz am Samstag dem 29. Mai 2010 den Preis für das beste Konferenzpapier erhalten.

Als beste Arbeit aus insgesamt mehr als 160 Einreichungen ausgezeichnet wurde damit die gemeinsam mit Prof. Dr. Jürgen Ernstberger und Michael Stich von der Ruhr-Universität Bochum verfasste Studie „Enforcement of Accounting Standards in Europe: Capital Market Based Evidence for the Two-tier Mechanism in Germany”, die unter http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1395729 abrufbar ist.


Die Arbeit untersucht für den Zeitraum 2005-2009 Kapitalmarktreaktionen auf die Veröffentlichung von Fehlermitteilungen, die durch das zweistufigen Durchsetzungs-Modell aus Deutscher Prüfstelle für Rechnungslegung e.V. (DPR) und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Veröffentlichung gebracht wurden. Betrachtet wird damit die Wirksamkeit des beabsichtigten Disziplinierungsmechanismus, über die Sanktion negativer Marktreaktionen Anreize für Unternehmen zu setzen, ordnungsgemäße Abschlüsse zu erstellen.

Anhand von signifikant negativen Investorenreaktionen findet die Arbeit Anhaltspunkte für die potenzielle Effektivität dieser „adversen Publizität“ und zeigt des Weiteren, dass die Markteffekte etwa mit der Schwere der festgestellten Fehler zunehmen, andererseits schwächer ausfallen bei Hinweisen auf unabsichtliche Fehler.

Damit liefert die Studie erstmalig empirische Evidenz zur Wirkungsweise des sogenannten „Enforcement“ der International Financial Reporting Standards (IFRS) in der Europäischen Union, für ein spezifisches institutionelles Umfeld. (31.05.2010)