Widerstand – Demokratie – Internationalität

Adam von Trott zu Solz (1909-1944), der an der Georg-August-Universität Göttingen Rechtswissenschaften studierte und im Bereich Völkerrecht promovierte, bevor er als Rhodes-Scholar von 1931 bis 1933 an die University of Oxford ging, war ein früher Gegner des nationalsozialistischen Regimes und einer der aktivsten und entschiedensten Widerstandskämpfer. Er gehörte zur Widerstandsgruppe „Kreisauer Kreis“, in der Persönlichkeiten unterschiedlicher sozialer Herkunft sowie unterschiedlicher politischer Einstellungen Konzepte für die Zeit nach dem Ende der Diktatur erarbeiteten. Adam von Trott war seit 1940 im Auswärtigen Amt beschäftigt. Diese Tätigkeit sowie seine umfangreichen internationalen Kontakte nutzte er zum Aufbau eines umfassenden Widerstands-Netzwerks. Unter großer persönlicher Gefahr setzte er sich auf zahlreichen Reisen für internationale Unterstützung ein. Er trat für die Beseitigung Hitlers als Voraussetzung für den Sturz des Regimes ein und unterstützte das Attentat Claus Schenk Graf von Stauffenbergs, der ein naher Freund war und mit dem er eng zusammen arbeitete. Nach dem 20. Juli 1944 wurde Adam von Trott verhaftet, vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 26. August 1944 in Berlin-Plötzensee im Alter von nur 35 Jahren hingerichtet.

In Erinnerung an den Göttinger Alumnus und Widerstandskämpfer Adam von Trott zu Solz und ausgehend von seinem Leben, Wirken und Denken entwickeln die Stiftung Adam von Trott und die Universität Göttingen eine Vielzahl von Projekten in Forschung und Lehre sowie öffentliche Formate zu den Themen Widerstand – Demokratie – Internationalität. Dazu gehören Konferenzen, Workshops, Vorträge, Seminare und Angebote für Schulklassen.

Das Vorhaben wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.