Diversitätsorientierte Förderung

Der Vorstand der GGG entscheidet über die Vergabe der Fördermittel unter Berücksichtigung des intersektionalen Zusammenwirkens der verschiedenen Diversitätsdimensionen. Die GGG verknüpft gruppenspezifische und gruppenübergreifende Aspekte und vergibt Förderungen für weniger privilegierte Personengruppen, um Hindernisse auf dem Weg zu einem erfolgreichen Promotionsabschluss abzubauen.
So gibt es bspw. Förderungen für Personen mit Erziehungs- oder Pflegeverantwortung in Form des familienfreundlichen Abschluss-Stipendiums oder für ausländische Promovierende in Form eines Abschlussstipendiums sowie einer Lektoratsunterstützung. Insbesondere beim Notfall-Stipendium ist das Zusammenwirken von Herausforderungen und Privilegien im Sinne der fünf Diversitätsdimensionen ein zentrales Kriterium. Neben dem wissenschaftlichen Potenzial und den Diversitätsfaktoren werden außerdem besondere Aktivitäten wie Mitarbeit in der akademischen Selbstverwaltung oder anderes ehrenamtliches Engagement positiv bei der Vergabe von Förderungen berücksichtigt.
Darüber hinaus unterstützt die GGG selbstorganisiertes Lernen ihrer Promovierenden, indem sie die Einrichtung von Promovierendenforen finanziell und organisatorisch fördert. Das gibt insb. strukturell weniger eingebundenen Promovierenden die Möglichkeit, voneinander zu lernen, sich zu vernetzen, Workshops zu organisieren und Referent*innen einzuladen, um fachlich und methodisch über disziplinäre Grenzen hinweg in Austausch zu treten. Studien zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit für eine wissenschaftliche Karriere bei individuell Promovierenden insb. aufgrund fehlender Netzwerke geringer ist (u. a. Jaksztat et al. 2017).
Eine Altersbegrenzung für GGG-Förderungen gibt es (anders als bei vielen Stiftungen) nicht.
Die Förderformate der GGG werden unter Mitwirkung der Promovierendenvertretung, die seit Gründung der GGG Vollmitglied des Vorstands ist, kontinuierlich angepasst.