Courant Forschungszentrum "Textstrukturen"
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Forschung

Kontakt:
Prof. Dr. Anke Holler
Sprecherin

Annika Hübl
Koordinatorin

Courant Forschungszentrum
"Textstrukturen"

Georg-August-Universität Göttingen
Nikolausberger Weg 23
D-37073 Göttingen

Tel: 0551 / 39-7543
Fax: 0551 / 39-20020
crc.text@uni-goettingen.de

Koordination:
annika.huebl@phil.uni-goettingen.de





Nachwuchsgruppen



Laborinfrastruktur







Webexperimente



Kooperationen innerhalb des Göttingen Campus



Auszug aus dem Antrag

Forschung im CRC Textstrukturen


Die wissenschaftliche Arbeit im Courant Forschungszentrum "Textstrukturen" ist von der Annahme geleitet, dass theoretisch wie methodisch komplexe Forschungsfragen zum Textverstehen und zur Analyse literarischer Texte nur durch das interdisziplinäre Zusammenspiel von Linguistik, Literaturwissenschaft und Psychologie gelöst werden können. Im CRC Textstrukturen wird über den Gegenstand "Text" eine neue Verbindung zwischen den drei Disziplinen ermöglicht. Dabei kann die Linguistik als Brückendisziplin fungieren: Zum einen nutzt sie bereits experimentelle Methoden aus der (Neuro-)Kognitionspsychologie (Lesezeitmessung, Eye-tracking, EEG) zur Untersuchung von Satzverstehensprozessen, zum anderen hat sie im analytischen Zugang zur Sprache klare Identifikationspunkte mit der Literaturwissenschaft. Die systematische Untersuchung der sprachlichen Textstrukturen stellt somit ein Bindeglied zwischen den kognitionspsychologisch motivierten Forschungsfragen zum Textverstehen und den literaturwissenschaftlich geprägten Textanalysen bzw. -interpretationen dar.


Zu den im Courant Forschungszentrum "Textstrukturen" interdisziplinär bearbeiteten Forschungsthemen zählen unter anderem die Erzählperspektive, formale Diskursstrukturen und referentielle Beziehungen, narrative Distanz, verbaler Humor und Spannung sowie die Fiktionalitätstheorie. Auch disziplinär betritt das Zentrum in jeder der drei beteiligten Disziplinen thematisch und methodisch Neuland. Die formale sprachtheoretische Analyse der Linguistik wird auf literarische Texte bezogen, was (i) eine gewisse Satzzentriertheit der Grammatiktheorie überwindet und (ii) interpretatorische Effekte in literarischen Texten in den Blick nimmt, die bisher nicht vor dem Hintergrund neuerer linguistischer Theorien modelliert worden sind. Narratologische Theorien werden mit Methoden analytischer Literaturwissenschaft präzisiert und mit Hilfe experimenteller Untersuchungen konzeptuell fortentwickelt und geprüft. Dabei werden (i) kognitive Aspekte der Textanalyse und -interpretation systematisch erforscht und (ii) das Methodenspektrum der Literaturwissenschaft erweitert sowie wichtige Grundbegriffe der Disziplin genauer gefasst. Schließlich werden experimentelle Methoden der (neuro-)kognitiven Psychologie in Bezug auf ihre Nutzbarkeit zur Untersuchung von Textverarbeitungsprozessen evaluiert und weiterentwickelt.