Schlözer-Programm-Lehrerbildung
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Handlungsbereich A - Fächer vernetzen


Im Bereich "Fächer vernetzen" werden innovative Lehrkonzepte und Module entwickelt, die in einer Zusatzqualifikation "Fächerübergreifendes Unterrichten" gebündelt und im Rahmen des Zertifikatstudiums Lehramt PLuS der Zentralen Einrichtung für Lehrerbildung (ZELB) der Georg-August-Universität Göttingen implementiert werden. Die Entwicklung der verschiedenen Lehrkonzepte wird in interdisziplinären und phasenübergreifenden Netzwerken realisiert. Durch eine formative und summative Evaluation werden die Lehrkonzepte evidenzbasiert weiterentwickelt. Ziel der Entwicklung der Lehrkonzepte zum Unterrichten im Fächerübergriff ist es, Lehramtsstudierende besser auf die sich ändernden Bedingungen im Berufsfeld Schule vorzubereiten.



Naturwissenschaften und Gesellschaftslehre
Während Lehramtsstudierende an deutschen Hochschulen in der Regel in den einzelnen Fächern (Biologie, Chemie, Physik) ausgebildet werden, findet Unterricht in den Naturwissenschaften in der Sekundarstufe I in Niedersachsen - v.a. an Gesamtschulen - oftmals im Fächerübergriff statt. Vergleichbares gilt für die Fächer Erdkunde, Geschichte und Politik/Wirtschaft, welche im Unterrichtsfach Gesellschaftslehre integriert sind. Im Schlözer Programm Lehrerbildung werden aus diesem Grund Lehrkonzepte entwickelt, die Lehramtsstudierende besser auf die Situation, (teilweise) fachfremd unterrichten zu müssen, vorbereiten.



Bilinguales Unterrichten
Der bilinguale Sachfachunterricht boomt seit mehr als zwei Jahrzehnten an deutschen Schulen. Längst ist er nicht mehr nur ein exklusives Zusatzangebot. Die Ausbildung von Lehramtsstudierenden in diesem Bereich ist in Deutschland jedoch noch sehr divers. Das Schlözer Programm Lehrerbildung hat zum Ziel, die Ausbildung der Lehramtsstudierenden in Göttingen für Bilinguales Unterrichten in den naturwissenschaftlichen sowie den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern auszuweiten und zu optimieren.



Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)
Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist eine Querschnittsaufgabe für die Gesellschaft und insbesondere auch für die Schule, die sich nur interdisziplinär realisieren lässt. Dies erfordert in der Lehrerbildung, universitäre Bezugsfächer zu vernetzen. Dazu werden in den Fächern Biologie, Geographie und Wirtschaft/Politik Module für BNE für die universitäre Lehrerbildung entwickelt.




Handlungsbereich B - Lehrerkompetenzen entwickeln


Reflexions- und Forschungskompetenzen von Lehrkräften sind Schlüssel für die Weiterentwicklung und Innovation von Unterricht und Schule. Ziel des Handlungsbereichs "Lehrerkompetenzen entwickeln" ist die Entwicklung innovativer Lehrkonzepte, die insgesamt die fachdidaktischen und bildungswissenschaftlichen Reflexions- und Forschungskompetenzen von Lehramtsstudierenden verbessern sollen. Dazu werden erstens ein Unterstützungssystem mit Videovignetten zur Reflexion von Unterrichtsprozessen, zweitens eine quantitativ und qualitativ ausgerichtete Methodenberatung zur Unterstützung von Lehramtsstudierenden in der Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten sowie drittens Modulbausteine zur Förderung Forschenden Lernens bei Lehramtsstudieren in den MINT-Fächern und den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern aufgebaut bzw. entwickelt. Darüber hinaus werden innovative Lehrkonzepte in Kooperation mit den Göttinger universitären Schülerlaboren entwickelt, die es Lehramtsstudierenden ermöglichen werden, ihre eigenen Vermittlungs-, Reflexions- und Forschungskompetenzen zu stärken bzw. auszubauen.



Handlungsbereich C - Diversität gerecht werden


In dem Handlungsbereich "Diversität gerecht werden" geht es um die Entwicklung einer diversitäts- und sprachensensiblen Lehrerbildung. Ziel ist es, ein kohärentes Lehrkonzept für die Integration inklusionspädagogischer und auf Sprachenbildung bezogener Inhalte und Kompetenzen zu entwickeln, curricular zu verankern und in die Pflichtmodule zu implementieren.
Zudem sollen Barrieren in der Organisation von Lehrerbildung identifiziert, abgebaut und entsprechende Fortbildungsangebote für Hochschullehrende entwickelt werden. Um Lehramtsstudierenden auf den Umgang mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, Interessen, Einstellungen und Fähigkeiten von Lernenden vorzubereiten, erhalten sie Gelegenheiten, adaptive Lehrkompetenzen zu entwickeln. Die Konzeptentwicklung wird in Pilotprojekten realisiert und formativ unter Nutzung unterschiedlicher Methoden insbesondere der qualitativen Sozialforschung evaluiert. Abschließend werden die Transferpotenziale des erprobten Modells inklusiver Hochschulentwicklung eruiert.







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Die drei zentralen Handlungsbereiche im SPL