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Hintergrund


Die Europäische Kommission verfolgt seit 2007 den Plan einen offenen Europäischen Forschungsraum (European Research Area, ERA) zu errichten, der anhand von fünf Prioritäten gemessen werden soll: Effektivere nationale Forschungssysteme, optimale transnationale Kooperation und Wettbewerb, offener Arbeitsmarkt für Forschende, Geschlechtergleichberechtigung und der freie Zugang zu wissenschaftlichem Wissen, auch über einen digitalen Europäischen Forschungsraum. Nun wurde der ERA-Fortschrittsbericht 2016 veröffentlicht, der den Stand der Umsetzung des Europäischen Forschungsraums und die entsprechenden Maßnahmen der Mitgliedsstaaten beschreibt. Erstmalig wurden Erhebungen für jedes teilnehmende Land in jeder einzelnen Zielsetzung vorgenommen auf der Grundlage der ERA Monitoring Mechanismen.
Der Report bestätigt, dass die ERA in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht hat. Deutschland hat beispielsweise von Mai bis Juli 2016 seinen Durchschnittswert bei der Anzahl von deutschen Jobangeboten auf der Plattform EURAXESS um 161 Prozent erhöht im Vergleich zur Zeitspanne von Mai bis Juli 2014. Jedoch existieren große Ungleichheiten sowohl im Leistungsniveau als auch in den Wachstumsraten zwischen den Staaten.
ERA Progress Report 2016


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Die Europäische Kommission hat ihren zweiten jährlichen Monitoring Report zum EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 vorgelegt. Der Bericht gibt Auskunft über die Teilnahme und Förderungen im Jahr 2015. Insgesamt stieg das Interesse an der europäischen Forschungs- und Innovationsförderung: Die Zahl der Bewerbungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent. Knapp 50 Prozent der Teilnehmer sind Neulinge, darunter viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Angesichts der gestiegenen Bewerberzahlen sank die Erfolgsquote um 2,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2014 auf 10,7 Prozent. Auf diese Entwicklung will die Kommission reagieren und künftig verstärkt auf zweistufige Bewerbungsverfahren setzen, die Ausschreibungen thematisch stärker eingrenzen und die Budgets erhöhen, so dass mehrere Projekte innerhalb einer Ausschreibung gefördert werden können. Der Bericht zeigt zudem, dass die Implementierung von Horizon 2020 erfolgreich verlaufen ist und die Förderung im Vergleich zum Vorjahr und vor allem im Vergleich zum vorherigen siebten Rahmenprogramm (FP7) effizienter gestaltet werden konnte. So vergeht deutlich weniger Zeit zwischen dem Beginn der Ausschreibung und der Auszahlung der Fördermittel. Insgesamt wurden in den ersten zwei Jahren unter Horizon 2020 Fördermittel in Höhe von 16 Milliarden Euro für 9.000 Forschungs- und Innovationsprojekte bereitgestellt.
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Die Europäische Kommission hat den ersten Monitoring-Bericht zu Horizon 2020 veröffentlicht. Dieser enthält Daten, Fakten und Analysen zu allen Bereichen des Rahmenprogramms, basierend auf den Ausschreibungen aus dem Jahr 2014. Zudem werden Leistungskennzahlen, Aspekte der Umsetzung sowie Trends in der Beteiligung beschrieben.
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Die Europäische Kommission hat eine Mitteilung zu den Ergebnissen des 7. Forschungsrahmenprogramms (FP7, 2007-2013) veröffentlicht. Sie reagiert damit auf die Empfehlungen aus der Ex-post-Bewertung des FP7 durch eine unabhängige Expertengruppe. Zu den Empfehlungen gehörte insbesondere eine weitere Fokussierung der EU-Forschungsförderung auf globale Herausforderungen, die bessere Abstimmung von Forschungs- und Innovationsinstrumenten in Europa, eine effektivere Verschränkung der Bestandteile der EU-Forschungsrahmenprogramme, eine aktivere Einbindung der Gesellschaft in die Wissenschaft sowie eine strategischeres Monitoring der Forschungsrahmenprogramme. Diese Empfehlungen der Expertengruppe werden von der Kommission grundsätzlich begrüßt und seien zudem vielfach bereits in Horizon 2020 umgesetzt. Zugleich hat die Kommission in ihrer Mitteilung aber u.a. folgende Maßnahmen zur Umsetzung der o.g. Empfehlungen angekündigt:

- Finanzierungsmöglichkeiten im Innovationsbereich: Prüfung von Bedarf und Realisierbarkeit eines sog. Europäischen Innovationsrates,
- Zusammenarbeit mit der Industrie: Evaluation der Gemeinsamen Technologieinitiativen (bis Juni 2017),
- Weitere Nutzung des sog. Politikunterstützungsinstruments als Begleitmaßnahme für Reformen der nationalen Forschungs- und Innovationssysteme,
- Weitere Förderung von Synergien zwischen Horizon 2020 und den Strukturfonds sowie verstärkte Inanspruchnahme des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI),
- Verbesserung der (rechtlichen) Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation, beispielsweise durch die Anwendung eines "Forschungs- und Innovationsinstruments" im Rahmen der Folgenabschätzung von EU-Legislativvorschlägen,
- Prüfung sog. "Innovation Deals" (sektorale Partnerschaften mit Unternehmen zum Abbau von - vermeintlichen - regulatorischen Innovationshindernissen),
- Effizienz und Vereinfachung: Evaluation der Exekutivagenturen REA und ERCEA (bis zum ersten Quartal 2016),
- Erweiterung des offenen Zugangs zu Forschungsdaten (bisher eine Pilotmaßnahme in Horizon 2020).

Die EU-Kommission hat angekündigt, im Rahmen der Zwischenbewertung von Horizon 2020 (bis Ende 2017) auch über die Umsetzung der Empfehlungen der FP7-Expertengruppe zu berichten.
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Die Europäische Kommission hat den finalen Monitoringbericht zur Implementierung des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms (FP7) im Zeitraum 2007 - 2013 veröffentlicht. Der Bericht enthält umfassende Statistiken zu eingereichten Anträgen, Verträgen und zur Teilnehmerstruktur des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms.
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