Problemstellung und Zielsetzung
Prozesse und Produkte der Finanzwirtschaft sind sehr informationsintensiv und zudem weitgehend standardisierbar. Banken und Versicherungen sind daher von Innovationen in der Informations- und Kommunikationstechnologie besonders stark tangiert und weisen für den Einsatz dieser Technologien generell ein hohes Potenzial auf. IuK-Systeme können dabei sowohl Leistungsprozesse wie z. B. die Bonitätsprüfung als auch Führungsprozesse unterstützen. Der seit einigen Jahren stetig steigende Anteil der Peer-to-Peer-gestützten Kreditvergabe führt durch den Wegfall der Kreditinstitute als Finanzintermediäre zu neuen Herausforderungen sowohl für traditionellen Finanzdienstleister als auch für Betreiber solcher Peer-to-Peer-Banking Plattformen. Bislang wird die Peer-to-Peer-gestützte Kreditvergabe hauptsächlich im Privatkundenbereich verwendet. Das ungleich größere Potenzial dieser innovativen Art der Kreditvergabe, bei welcher die Investoren selbst bestimmen können, wem und zu welchen Konditionen sie ihr Kapital überlassen, liegt im Bereich der Unternehmensfinanzierungen.
Ziel des Forschungsschwerpunktes ist es, neue, veränderte oder erweiterte Einsatzmöglichkeiten von IuK-Technologien in der Finanzbranche aufzuzeigen. Ausgangspunkt dabei ist die Analyse praxisnaher Problemstellungen: Die Forschungsarbeiten behandeln neben Geschäftsprozessoptimierungen und Systemkonzeptionen häufig prototypische Realisierungen branchenspezifischer Softwarelösungen. Ebenfalls finden Analysen zu den Wirkungen von IT-Lösungen statt.
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Wirtschaftsinformatik
Professur für Anwendungssysteme und E-Business
Prof. Dr. M. Schumann
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