Skandinavisches Seminar

Internationale Netzwerke

Internationale Netzwerke. Literarische und ästhetische Transfers im Dreieck Deutschland, Frankreich und Skandinavien zwischen 1870 und 1945

Internationale Netzwerke

Die Herausgeber Karin Hoff ist Professorin für Skandinavistik an der Universität Göttingen. Udo Schöning, Professor für romanische Philologie an der Universität Göttingen. Frédéric Weinmann, Dr. phil., Komparatist, hat in Paris und Göttingen studiert und über den Import deutscher Prosa vor Madame de Staël an der Sorbonne promoviert.

Würzburg: Königshausen & Neumann, 2016

EUR: 48,00

Seiten: 352

ISBN: 978-3-8260-5950-6

Das vorliegende Buch dokumentiert das dritte Werktattgespräch der Arbeitsgruppe Kultuerelle Dreiecksbeziehungen zwischen Deutschland, Frankreich und Skandinavien im 19. und 20. Jahrhundert, das im März 2015 in Paris stattfand und sich vornehmlich den letzten Jahren des 19. und ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts gewidmet hat. Nach grundlegenden theoretischen Überlegungen werden mit methodisch unterschiedlichem Zugriff verschiedene Aspekte des Transfers oder der Kontakte zwischen diesen drei Kulturräumen untersucht. Prinzipiell von der These ausgehend, dass Kulturtransfer immer auch Transformation bedeutet, stehen diejenigen Transformationen im Zentrum des Interesses, die sich in den Kulturinstitutionen, sowohl dem Theater und anderen Vermittlungsinstanzen als auch in diversen ästhetischen Genres, niedergeschlagen haben. Dabei geht es unter anderem darum zu erkunden, unter welchen Bedingungen ähnliche literarische und künstlerische Phänomene in den verschiedenen sozio-kulturellen Kontexten dieses Dreiecks rezipiert oder gerade nicht aufgenommen werden. Darüber hinaus gilt ein Hauptaugenmerk der Frage, ob und in welcher Weise sich politische Ereignisse und Konflikte auf den Kulturtransfer ausgewirkt haben.



Literarische Transnationalität. Die kulturellen Dreiecksbeziehungen zwischen Skandinavien-Deutschland-Frankreich im 19. Jahrhundert

Literarische Transnationalität

Die Herausgeber Karin Hoff, Professorin für Skandinavistik an der Universität Göttingen. Udo Schöning, Professor für romanische Philologie an der Universität Göttingen. Anna Sandberg, PhD, associate Professor am Institut für Anglistik, Germanistik und Romanistik an der Universität Kopenhagen.

Würzburg: Königshausen & Neumann, 2015

EUR: 39,80

Seiten: 294

ISBN: 978-3-8260-5416-7


Der vorliegende Band setzt die internationalen Werkstattgespräche über die "Kulturellen Dreiecksbeziehungen zwischen Frankreich, Skandinavien und Deutschland im 19. Jahrhundert" fort, die 2012 in Göttingen stattfand und 2013 in dieser Reihe publiziert wurde. Er dokumentiert die Ergebnisse einer Arbeitstagung, die 2013 in Kopenhagen stattfand. Der Fokus lag hier auf dem transnationalen Kulturtransfer in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Im Zentrum der einzelnen Beiträge aus der Germanistik, Komparatistik, Romanistik und Skandinavistik steht das Problem der Bedeutung und der Funktion nationalliterarischer und ihnen entgegengesetzter weltliterarischer Konzepte um die Jahrhundertwende. Dabei geht es um die jeweilige kulturgeschichtliche Deutungshoheit und Deutungskompetenz, wie sie aus verschiedenen Perspektiven und unter unterschiedlichen Einflüssen festgeschrieben wurden. Angesichts der in diesem Buch präsentierten Fallbeispiele aus Literatur, Theater und Historiographie stellt sich die Frage, inwieweit die Untersuchung solcher Transfer- und Vernetzungsprozesse für eine notwendige Neuorientierung der Literatur- und Kulturgeschichtsschreibung von Bedeutung sein kann.



Kulturelle Dreiecksbeziehung. Aspekte der Kulturvermittlung zwischen Frankreich, Deutschland und Dänemark in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Dreiecksbeziehungen 1

Die Herausgeber Karin Hoff, Professorin für Skandinavistik an der Universität Göttingen. Udo Schöning, Professor für romanische Philologie an der Universität Göttingen. Per Øhrgaard, 1980-2003 Professor für deutsche Literatur an der Universität Kopenhagen.

Würzburg: Königshausen & Neumann, 2013

EUR: 44,00

Seiten: 324

ISBN: 978-3-8260-5038-1

Den kulturellen Dreiecksbeziehungen zwischen Dänemark, Deutschland und Frankreich zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist in der Forschung bislang nur wenig Aufmerksamkeit zugekommen. Vielmehr standen die Grenzgänge zwischen zwei Nationen und Kulturen lange Zeit im Blickpunkt des Interesses. Der vorliegende Band kann jedoch nachweisen, dass die Vermittlungswege in vielen Fällen komplexer waren und sich nicht auf einen bilateralen Austausch reduzieren lassen. Tatsächlich erfolgte der Transfer zwischen den Kulturen, wie etwa am Beispiel von Schweizers V. von Bonstetten oder aber auch an H.C. Andersens europäischer Erfolgsgeschichte deutlich wird, auf indirektem, über ein drittes Land vermittelten Austausch. So fungieren deutsche Übersetzungen von französischen und skandinavischen Texten als Vermittlungsinstanzen zwischen den verschiedenen Kulturen, und auf diesem Weg werden etwa auch die mittelalterlichen Texte in Europa bekannt gemacht und als Fundus einer neuen, unverbrauchten Literatur rezipiert. Das kulturelle Dreieck zwischen Dänemark, Deutschland und Frankreich erweist sich somit als ein ebenso produktiver wie weltliterarisch wirksamer kultureller Umschlagplatz.