Kontakt:
Lichtenberg-Kolleg
Historische Sternwarte der Universität Göttingen
Geismar Landstraße 11
37083 Göttingen
Tel. +49 (0)551 / 39-10623
E-Mail
Das Lichtenberg-Kolleg ist im Rahmen des von der DFG geförderten Zukunftskonzepts „Tradition – Innovation - Autonomie“ an der Georg-August-Universität Göttingen gegründet worden. Es hat den Wissenschaftsbetrieb zum 1.Oktober 2009 aufgenommen. Mit dem Lichtenberg-Kolleg verfolgt die Universität das Ziel, die Stärken und Potentiale der geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen auszuschöpfen, wichtige Forschungsideen und -aktivitäten in der Diskussion mit international ausgewiesenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu identifizieren, auszubauen und dadurch die internationale Wettbewerbsfähigkeit dieser Wissenschaftsbereiche zu stärken.
Seinen Namen verdankt das Kolleg Georg Christoph Lichtenberg (1742 bis 1799), der als Professor für Experimentalphysik an der Georgia Augusta tätig war. Er war Physiker, Philosoph der Aufklärung und Schriftsteller.
Freiraum für Austausch und Kooperationen
Der „traditionellen“ Kolleg-Idee folgend schafft das Lichtenberg-Kolleg herausragenden Wissenschaftlern den Freiraum für konzentriertes Forschen, intensiven wissenschaftlichen Austausch sowie für fachliche und fächerübergreifende Kooperationen durch die Möglichkeit des Zusammenwirkens an einem Ort. Die Auswahl der Fellows orientiert sich allein an ihrer wissenschaftlicher Exzellenz in den thematischen Feldern, die bereits in geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Forschungsinitiativen verankert sind oder für die besondere Forschungspotentiale am Wissenschaftsstandort Göttingen bestehen. Dabei eröffnen sich insbesondere zwei Themenschwerpunkte, nämlich „Religion in den Kulturen der Moderne“ und „Erkenntnis | Praxis | Norm – Unterschiedliche Rationalitäten in den Kulturen der Wissenschaften“.
Fellows
Die Förderung der engen Zusammenarbeit von internationalen Fellows mit ausgewiesenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Göttingen ist eine Besonderheit des Lichtenberg-Kollegs. Eine Befruchtung auch der wissenschaftlichen Arbeit des Nachwuchses ist zu erwarten. Thematisch fokussierte Arbeitsgruppen fördern die Integration der eingeladenen auswärtigen Fellows in die Göttinger Forschungszusammenhänge und stärken zugleich die Arbeit der Wissenschaftler am Ort. Auf diese Weise trägt das Lichtenberg-Kolleg dazu bei, Verbundforschung in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften auszubauen und innovative Forschungsthemen zu besetzen.
Neben den international renommierten Forscherinnen und Forschern werden auch vielversprechende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler als Fellows eingeladen. Über die Nachwuchsförderung hinaus sollen Internationalisierung und Gleichstellung das Profil des Lichtenberg-Kollegs prägen. Fellows aus dem Ausland werden dabei nicht nur in den traditionell starken Wissenschaftsstandorten Europas und Nordamerikas, sondern auch in Osteuropa und Asien angesprochen.
Wissenschaftsstandort Göttingen
Göttingen bietet ein für die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften inspirierendes Forschungsumfeld auch außerhalb der Fakultäten, wie z.B. die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und zahlreiche Max-Planck-Institute sowie Graduiertenschulen und Graduiertenkollegs, die weitere Möglichkeiten der interdisziplinären Vernetzung bieten. Ein besonderer Magnet für Forscher ist die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) mit ihrem für das 16. bis 18. Jahrhundert weltweit einzigartigen Quellenbestand. Das gleiche gilt für die bedeutenden universitären Lehrsammlungen, u.a. die weltberühmte Cook/Forster Sammlung. Zu erwähnen ist schließlich die Nähe zur Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.
Die moderne Infrastruktur des Göttingen Research Campus mit dem Digitalisierungszentrum und Vernetzungsprojekte ermöglicht optimale Forschungsbedingungen. Nicht zuletzt bietet Göttingen, „die Stadt, die Wissen schafft“, als klassische Universitätsstadt die notwendige Ruhe für konzentrierte Arbeit.
Sitz
Sitz des Lichtenberg-Kollegs ist die kürzlich renovierte Historische Universitäts-Sternwarte, jahrzehntelang Arbeits- und Wohnstätte des berühmten Göttinger Gelehrten Carl Friedrich Gauß (1777 bis 1855). Die dortigen Arbeitsräume bieten die notwendige Ruhe für konzentriertes Arbeiten gemeinsam mit assoziierten Kollegen und Nachwuchswissenschaftlern der Universität Göttingen. Die Historische Sternwarte verfügt außerdem über Konferenz- und Besprechungsräume.
Das Lichtenberg-Kolleg ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Georg-August-Universität Göttingen. Es wird geleitet von Prof. Dr. Coester-Waltjen als Direktorin. Desweiteren sind am Lichtenberg-Kollegs zwei wissenschaftliche Koordinatoren und zwei administrative Mitarbeiterinnen sowie wissenschaftliche Hilfskräfte tätig.
Wissenschaftlicher Beirat
Ein wissenschaftlicher Beirat, der aus externen international ausgewiesenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besteht, unterstützt die Direktorin bei der Identifizierung von Themenschwerpunkten und bei der Auswahl der Fellows und Assoziierten. Er ist verantwortlich für die Qualitätssicherung und berichtet dem Präsidium der Universität Göttingen über die Arbeit des Lichtenberg-Kollegs. Alle vier Jahre wird das Lichtenberg-Kolleg durch externe Gutachter unter Hinzuziehung des wissenschaftlichen Beirats evaluiert.