Problemstellung und Zielsetzung
Seit einigen Jahren wird im Rahmen des Phänomens Internetökonomie die so genannte Konvergenz diskutiert. Hierunter wird die strukturelle Verbindung der bisher getrennten Branchen Telekommunikation, Informationstechnologie und Medien (TIME) verstanden, die durch technologischen Wandel (Digitalisierung, Kapazitätenzuwachs, Vernetzung), gesellschaftliche Veränderungen (fortschreitende Individualisierung) und Globalisierungs- bzw. Liberalisierungsprozesse ausgelöst wird. Ganze Wertschöpfungsketten und die Rollen einzelner Player werden hierdurch in Frage gestellt. Es ergeben sich aber auch Potenziale für neue Dienstleistungen sowohl aus technologischen Fortschritten als auch aus organisatorisch-strukturellen Neuerungen. Die umfassende und durchgängige Digitalisierung von Produkten und Diensten ermöglicht z. B. eine äußerst zeitnahe Distribution entsprechender Güter (Software, Informationen, Daten) oder aber den kosteneffizienten Verkauf einzelner, entbündelter Teilleistungen (z. B. kapitelweiser Absatz von Büchern, Einzelverkauf von Songs). Die unternehmensübergreifende Kooperation über Branchengrenzen hinaus eröffnet das Potenzial, Technologieentwicklungen und Innovationen hervorzubringen, die im Alleingang nicht möglich wären.
Ziel des Forschungsschwerpunktes ist es, die Herausforderungen und Potenziale, die sich aus technologischen Fortschritten der Digitalisierung sowie organisatorischen Neuerungen für Unternehmen und die ganze TIME-Branche ergeben, zu analysieren und zu bewerten. Des weiteren gilt es, zukunftsweisende Vorschläge zur Gestaltung von Wertschöpfungssystemen und Instrumente zur Steuerung unternehmerischer Prozesse zu erarbeiten.
Aktuell bearbeitete Fragestellungen
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Wirtschaftsinformatik
Professur für Anwendungssysteme und E-Business
Prof. Dr. M. Schumann
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