Kooperation zwischen israelischen und palästinensischen Großhändlern für Obst und Gemüse. Welche Rolle spielt die soziale Einbettung der Akteure?

Verfasser: Geesche M. Merkle

1. Prüfer: Dr. Rico Ihle
2. Prüfer: Jun.-Prof. Dr. Ulf Liebe
Abgabe der Masterarbeit 19. März 2012

Zusammenfassung

Vor dem Hintergrund des politischen Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern werden in der Masterarbeit Handelsbeziehungen zwischen israelischen und palästinensischen Großhändlern für Obst und Gemüse betrachtet. Israel ist der wichtigste palästinensische Handelspartner. Jedoch wird der Handel zwischen Israelis und Palästinensern durch die israelische Sicherheitspolitik und die zunehmende Separierung zwischen beiden Nationen in Form des israelischen Sicherheitszauns beträchtlich erschwert und ist von hoher Unsicherheit geprägt.
Unter diesen spezifischen Bedingungen ist von Interesse ist, wie Handel zwischen Israelis und Palästinensern abläuft und wie Probleme wahrgenommen und gelöst werden. Außerdem widmet sich die Arbeit der Theorie der sozialen Einbettung, die die Bedeutung der konkreten sozialen Beziehungen, in die wirtschaftliches Handeln eingebettet ist, für die Überwindung von Problemen in wirtschaftlichen Transaktionen betont.
Im Ergebnis ergibt sich ein facettenreiches Bild des Handels. Vor allem zeigt sich, dass der Großteil der befragten Israelis Handelsbeziehungen zu Palästinensern unterhält und diese in vielen Fällen bereits seit vielen Jahren bestehen, trotz der und über die politischen Spannungen hinweg. Aus Sicht der befragten Israelis treten in diesen Handelsbeziehungen kaum Probleme auf. Die überlegene Position der Israelis in der überwiegend vom israelischen Export charakterisierten Handelsbeziehung wird hier deutlich.