Forschungsschwerpunkte:
Derzeit: Das Ich und die Geschichte. Autobiographisches Schreiben und das Erleben einer sich beschleunigenden Geschichte im 19. Jahrhundert (Chateaubriand, Stendhal, Musset, Goethe, Thomas de Quincey, Henry Adams, Almeida Garrett, Machado de Assis, Ippolito Nievo).
Die Funktion der Orientwahrnehmung bei der Ausbildung einer europäischen Identität in der Romania (vom späten Mittelalter bis Mitte des 20. Jahrhunderts).
Autobiographik und Subjektkonstitution in der italienischen und französischen Renaissance.
Gender Studies (die erstaunlich sensible Wahrnehmung der Emanzipation der Frau bei rechtsrevolutionären Autoren wie Céline, Ernst Jünger und Drieu la Rochelle; das Modell der Androgynie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts).
Schwerpunkte in der Lehre:
Meine Schwerpunkte in der Lehre der französischen Literatur liegen im 16., 19. und 20. Jahrhundert.
Meine Schwerpunkte in der Lehre der italienischen Literatur liegen auf der Literatur der Renaissance sowie auf der des Novecento.
Prüfungsmodalitäten:
Zwischenprüfung:
Die Studierenden können bei mir Zwischenprüfungen in französischer und italienischer Literaturwissenschaft sowie in der portugiesischen Literaturwissenschaft ablegen. Sie sollten dabei 6 Werke aus drei verschiedenen Epochen und unterschiedlichen Gattungen auswählen und mit mir absprechen. Von den 6 Werken können Sie sich ihre Präferenz für 2 festlegen. Die Prüfung besteht aus der Lektüre, Interpretation eines Textauszugs, aus seiner Einbettung in die Epochen, aus allgemeineren literarhistorischen Fragen. Die Theorien, wie sie in den Einführungsveranstaltungen vorgestellt werden, werden vorausgesetzt und sollen bei der Interpretation angewendet werden.
Mündliche Abschlußprüfungen Staatsexamen/Magister:
2 Themen aus verschiedenen Epochen, davon sollte das eine speziell gefaßt sein (etwa ein Werk oder ein Autor oder eine Strömung), das andere einen literarhistorische Überblick erlauben.
Publikationen
Bücher:
Leben im Zitat. Zur Modernität der Romane Stendhals. Gunter Narr Verlag. Tübingen 1993, 185 Seiten. (Dissertation)
Emanzipation als Herausforderung. Rechtsrevolutionäre Autoren zwischen Bisexualität und Androgynie. Böhlau-Verlag. Wien 1998, 410 Seiten. (Postdoktorandenprojekt zu Pierre Drieu La Rochelle, Céline, Curzio Malaparte und Ernst Jünger; Gender-Studies)
Mythos der Erneuerung. Italienische Prosa in Faschismus und Resistenza Wallstein-Verlag, Göttingen 2002, 228 Seiten (Habilschrift zu Elio Vittorini, Cesare Pavese, Tommaso Landolfi, Massimo Bontempelli, Alberto Moravia, Vitaliano Brancati, Italo Cavino, Beppe Fenoglio)
Herausgeberschaften:
Italo Calvino: Ich bedaure, daß wir uns nicht kennen. Briefe 1941-85, übersetzt von Barbara Kleiner; ausgewählt, kommentiert und mit einem Nachwort versehen von F.M., Hanser-Verlag, München 2007, 415 Seiten.
Italien und Europa. Der italienische Beitrag zur europäischen Kultur, Aufsatzsammlung, Studien-Verlag, Innsbruck 2007, 208 S.
Italien und das Osmanische Reich im 15. und 16. Jahrhundert, Tagungsband, erscheint voraussichtlich im Sommer 2008, in der Reihe „Studia Turcica“, Gabriele Schäfer Verlag
Aufsätze der letzten Jahre:
„Italiener im amerikanischen Exil“, in Deutschsprachige Exilliteratur seit 1933. USA, Bd. 3, Teil 5, hrsg von John M. Spalek, Konrad Feilchenfeldt und Sandra H. Hawrylchak, K. G. Saur Verlag Zürich und München 2005, S. 443 - 465
„Le je et le nouveau vécu de l’histoire. A propos de la Vie de Henry Brulard“, in Année stendhalienne, 2006, 5, S. 243 - 266
“Francesco Petrarcas Orient und die Idee Europas. Zum Canzoniere (Canzone Nr. 28), dem Itinerarium und den Triumphi“, in Romanische Forschungen, 119, 2007, S. 39-72.
„Die Definition Europas im Italien der Renaissance. Zu Francesco Petrarca und Enea Silvio Piccolomini, Papst Pius II”, in Italien & Europa. Der italienische Beitrag zur europäischen Kultur, Innsbruck 2007,, S. 27-38..
“Balzac oriental – Zu Balzacs Roman La Peau de Chagrin von 1830“, in Die französische Literatur des 19. Jahrhunderts und der Orientalismus, hrsg. von Michael Bernsen und Martin Neumann, Niemeyer Verlag Tübingen 2006, S. 81-92.
"Il mito della rigenerazione. Osservazioni sul passaggio dal fascismo all'antifascismo nella letteratura italiana", in Settima rassegna di saggi internazionali di critica pavesiana, hrsg. von Antonio Catalfamo (Centro Pavesiano Museo casa natale di Santo Stefano Belbo), Cuneo 2007, S. 41-87.
Prof. Dr. Franziska Meier
Lehrstuhl für französische und italienische Literaturwissenschaft
franziska.meier@phil.uni-goettingen.
de
Raum: 1.227
Sprechzeiten