Überblick über das Fach Ostasienwissenschaft in Göttingen

Im Frühjahr 2008 wurde die Sinologie mit einer modernen Orientierung neugegründet, was durch die großzügige Finanzierung einer Stiftungsprofessur (Presseinformationen) durch die KWS SAAT AG (Einbeck), die Norddeutsche Landesbank (Hannover), die Sievert AG & Co. KG (Osnabrück), die Sparkasse Göttingen sowie THIMM – The Highpack Group (Northeim) ermöglicht wurde.

Im Herbst 2009 wurde dieser Neuanfang durch zwei zusätzliche, von der Regierung der VR China gestiftete Professuren zu Gesellschaft und Wirtschaft des modernen China sowie zur Fachdidaktik des Chinesischen als Fremdsprache weiter vorangetrieben und mündet im Sommer 2010 in die Gründung eines Forschungszentrums für das moderne Ostasien, an dem in Zukunft noch weitere drei Professuren eingerichtet werden sollen (Chinesische Rechtsgeschichte; Modernes Korea, Schwerpunkt Konfuzianismus und Buddhismus; Modernes Japan, Schwerpunkt Politik und internationale Beziehungen). Damit entsteht in Göttingen eines der bundesweit größten Zentren für das moderne Ostasien.

Ausrichtung von Forschung und Lehre
Der Aufstieg Chinas während der vergangenen drei Jahrzehnte hat zu neuen Anforderungen an die westliche Forschung geführt. Es gilt Fachkräfte auszubilden, die das moderne China im globalen Kontext und vor dem Hintergrund seiner langen Traditionen verstehen, und die dabei hohe sprachlich-kulturelle Kompetenz mit einer soliden Ausbildung in Forschungsmethoden und arbeitsmarktbezogenen Schlüsselkompetenzen verbinden. Die neue Göttinger Sinologie versteht sich daher als moderne Regionalwissenschaft in einem dreifachen Sinn: Sie ist


  • modern und gegenwartsbezogen hinsichtlich der erforschten Epoche (China von ca. 1800 bis ins 21. Jahrhundert)

  • modern in ihrem interregional-vergleichenden Ansatz (Vergleiche z.B. mit Indien)

  • modern in ihrer interdisziplinären Zusammenarbeit mit benachbarten Kultur- und Sozialwissenschaften